Cadmium, Blei und depressive Symptome

Schwermetalle im Blut
In einer Studie wurde untersucht, inwieweit die Konzentrationen von Cadmium und Blei mit depressiven Symptomen in der US-Bevölkerung zusammenhing. Dazu wurden Daten von NHANES 2011-2012 verwendet. 3905 Personen wurden in die Studie einbezogen.

Personen im höchsten Quartil der Cadmiumkonzentration hatten ein höheres Risiko für depressive Symptome, wobei dieser Zusammenhang nur bei männlichen Studienteilnehmern gefunden wurde, und speziell bei jüngeren Männern zwischen 20 und 47 Jahren. Bei jüngeren erwachsenen Frauen waren die Bleikonzentrationen im Vollblut, Rauchen und Übergewicht mit depressiven Symptomen verbunden.

Referenz:
Buser MC et al.: Cadmium, Lead, and Depressive Symptoms: Analysis of National Health and Nutrition Examination Survey 2011-2012. J Clin Psychiatry. 2016 Dec 6. doi: 10.4088/JCP.15m10383.

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Zinkmangel und depressive Symptome

Zinkmangel bei älteren Menschen
Wissenschaftler der Charitè in Berlin führten bei 1514 älteren Personen im Alter zwischen 60 und 84 Jahren eine Bestimmung der Zinkaufnahme und der Plasma-Zinkspiegel durch. Parallel dazu wurden bei den Studienteilnehmern depressive Symptome per Fragebogen ermittelt.

Ein Zinkmangel im Plasma war bei den älteren Studienteilnehmern sehr häufig. Eine Erhöhung der Zinkaufnahme und höhere Plasma-Zinkkonzentrationen könnten das Risiko für depressive Symptome vermindern. Die Autoren der Studie empfehlen bei älteren Menschen mit depressiven Symptomen die Zinkaufnahme und die Zinkkonzentration zu überprüfen.

Referenz:
Jung A et al.: Zinc Deficiency Is associated With Depressive Symptoms-Results From the Berlin Aging Study II. J Gerontol A Biol Sci Med Sci. 2016 Oct 27. pii: glw218.

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Zinkkonzentration bei Depressionen

Zink und Depressionen
Wissenschaftler aus Polen untersuchten in einer Studie bei Patienten mit depressiver Episode die Zinkkonzentrationen im Blut. An der Studie nahmen 69 Patienten mit aktiver depressiver Episode, 45 Patienten in Remission und 50 Kontrollpersonen teil. Die Ergebnisse der Zinkbestimmung zeigte, dass die Zinkkonzentration in der depressiven Phase statistisch niedriger war als bei gesunden Kontrollpersonen. Der Zinkspiegel bei Patienten in Remission unterschied sich nicht signifikant von denen der Kontrollpersonen. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass die Serum-Zinkkonzentration als möglicher biologischer Marker bei der depressiven Episode anzusehen sei.

Referenz:
Styczeń K et al.: The serum zinc concentration as a potential biological marker in patients with major depressive disorder. Metab Brain Dis. 2016 Aug 8.

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