Depressionen – welche Rolle spielt Vitamin D?

Kummer

Niedrige Vitamin-D-Spiegel können mit Depressionen in Verbindung gebracht werden. Das ergab die Auswertung einer sehr großen, umfassenden Studie, die von Wissenschaftlern des UT Southwestern Medical Center durchgeführt wurde. Insgesamt nahmen an der Studie „Cooper Center Longitudinal Study“ 12.600 Personen teil.

Die US-Forscher stellten fest, dass höhere Vitamin-D-Spiegel mit einem stark verminderten Risiko für Depressionen verbunden sind. Menschen, die an Depressionen leiden, sollten unbedingt ihren Vitamin-D-Status überprüfen lassen -  das empfiehlt ausdrücklich Dr. Brown, Leiter der Studie.

Ob niedrige Vitamin-D-Spiegel zu den Symptomen einer Depressionen beitragen oder ob Depression zu niedrigen Vitamin-D-Spiegeln führen, war nicht Gegenstand der Studie. Es gibt jedoch Hinweise, dass Vitamin D Neurotransmitter, Entzündungsmarker und andere Faktoren, die in Verbindung mit Depressionen stehen, positiv beeinflusst.

Referenz:
Science Daily, 05.01.2012: Low Vitamin D levels linked to depression, psychiatrists report
Bild: William Veder, pixelio.de

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Hat Folsäure einen Einfluss auf die Stimmung?

Depressionen
Japanische Wissenschaftler untersuchten einen möglichen Zusammenhang zwischen niedrigen Folsäurekonzentrationen und Depressionen. Dazu wurde bei 141 jungen Frauen im Alter zwischen 18 und 28 Jahren die Folsäurekonzentration bestimmt. Außerdem gaben die Japanerinnen innerhalb eines international üblichen Fragebogens (the Center for Epidemiologic Studies Depression scale) Auskunft bezüglich Depressionen.

Frauen mit erhöhten Depressions-Scores hatten häufiger einen Folsäure-Mangel als Frauen mit niedrigen Depressions-Scores. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine niedrige Folsäure- und Vitamin-B6-Aufnahme signifikant mit Depressivität assoziiert war. Eine Folsäureaufnahme > 240 µg/ Tag verminderte das Depressionsrisiko. Man kann davon ausgehen, dass eine Folsäuresupplementierung das Auftreten von Depressionen vermindern kann.

Referenz:
Watanabe H et al.: Impact of dietary folate intake on depressive symptoms in young women of reproductive age; J Midwifery Womens Health 2012 Jan; 57(1): 43-8
Bild: S. Hofschlaeger, pixelio.de

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Wie B-Vitamine die Stressanfälligkeit vermindern

Depressionen

Menschen, die unter Dauerstress leiden, erkranken häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen oder Angstzuständen. Es ist daher von großer Bedeutung, die Stressbelastung so weit wie möglich zu vermindern.

In einer australischen Studie konnte nun aufgezeigt werden, dass eine erhöhte Zufuhr von B-Vitaminen sich positiv auf das Stressniveau auswirken kann. Die Wissenschaftler der Swinburne University of Technology in Melbourne untersuchten zuerst die 60 Studienteilnehmer und hielten Angaben über Gemütszustand, Sorgen und Ängste, Stressbelastung und Persönlichkeit jedes einzelnen fest. Anschließend bekamen die Probanden entweder ein hochdosiertes Vitamin-B-Präparat oder ein Placebopräparat zum Einnehmen – insgesamt 90 Tage lang.

Bei den Teilnehmern, die Vitamin B hochdosiert einnahmen, zeigte sich nach diesen drei Monaten eine deutliche Verringerung der Stressbelastung. Das Stressniveau konnte annähernd um 20 Prozent gesenkt werden. In der Placebo-Gruppe gab es hingegen keine nennenswerten Änderungen.

Für den leitenden Forscher, Professor Con Stough, war das Ergebnis keine Überraschung, da B-Vitamine schließlich mitverantwortlich für die Synthese von Nervenbotenstoffen sind und für die psychische Befindlichkeit und kognitive Leistungsfähigkeit eine zentrale Rolle spielen.

Fazit:
Über die Nahrung werden häufig nicht genug B-Vitamine aufgenommen. Ein Mangel ist deswegen bei vielen Menschen vorprogrammiert. Um Stressbelastungen zu mindern oder diesen vorzubeugen und auch die Folgeerkrankungen zu reduzieren, ist es ratsam, rechtzeitig zu reagieren. Im Rahmen einer Mikronährstoffuntersuchung des Blutes können die Konzentrationen der B-Vitamine genau analysiert werden, um so Mangelzuständen entgegenwirken zu können.

Referenz:
Scinexx.de: Vitamin B-Kur vermindert Stress, 30.11.2011

Bild: Oliver Mohr, pixelio.de

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