Erhöhte Spiegel von Malondialdehyd und Cortisol bei Major Depression


Wissenschaftler aus Bangladesh untersuchten verschiedene Blutwerte bei 247 Patienten mit der Diagnose Major Depression und bei 248 Kontrollpersonen. Die Cortisolspiegel waren bei den Patienten signifikant höher als bei den Kontrollpersonen, ebenso wie die Spiegel von Malondialdehyd. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass Malondialdehyd und Cortisol unabhängig voneinander im Serum angestiegen sind.

Kommentar:
Malondialdehyd ist ein wichtiger Marker des oxidativen Stresses und häufig auch ein Hinweis auf einen Vitamin-B12-Mangel.

Referenz:
Islam MR et al.: Elevated serum levels of malondialdehyde and cortisol are associated with major depressive disorder: A case-control study. SAGE Open Med. 2018 May 9;6:2050312118773953.


Vortrag: Neurodegenerative Erkrankungen

In diesem Vortrag geht es hauptsächlich um Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson. Neurodegenerative Erkrankungen unterscheiden sich zwar in ihrem Erscheinungsbild, haben aber ähnliche Krankheitsmechanismen.

Eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundvoraussetzung für eine normale Funktionsfähigkeit des Gehirns. Mit einer gezielten Mikronährstofftherapie sind viele biochemische Störungen bei neurodegenerativen Erkrankungen behandelbar, z. B. der oxidative Stress, die erhöhte Entzündungsneigung, Energiemangel der Nervenzellen und vieles mehr.

  • Sie erfahren, welche Vitamine, Mineralstoffe Spurenelemente, Aminosäuren und Fettsäuren für das Gehirn relevant sind.
  • Außerdem wird erläutert, wie man herausfindet, welche Biomoleküle fehlen und wie man gezielt einen Mikronährstoffmangel beheben kann.

Wir laden Sie recht herzlich ein zu unserem Vortrag.

Aschaffenburg
22.03.2019 um 19.00 Uhr im CongressCenter „Stadthalle am Schloss“, Konferenzraum Dalberg (K2), Schlossplatz 1 in Aschaffenburg

Referent ist Dr. med. Hans-Günter Kugler. Der Eintritt ist kostenlos.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.


Mitochondrien und Stimmung

Mitochondrien

Wissenschaftler aus Kanada diskutierten in einem Fachartikel, inwieweit eine mitochondriale Dysfunktion in der Pathophysiologie von Depressionen eine Rolle spielen könnte. Veränderungen der Mitochondrienfunktion wie z. B. der oxidativen Phosphorylierung und der Membranpolarität könnten der Entwicklung depressiver Symptome vorausgehen. Der Zusammenhang zwischen mitochondrialer Dysfunktion und Depressionen ist aufgrund der vorhandenen Daten naheliegend, erfordert aber weitere Untersuchungen. Die Mitochondrienfunktion könnte auch ein Ansatzpunkt für die Entwicklung neuerer Antidepressiva bieten.

Referenz:
Allen J et al.: Mitochondria and Mood: Mitochondrial Dysfunction as a Key Player in the Manifestation of Depression. Front Neurosci. 2018 Jun 6;12:386.