Oxidativer Stress bei Depressionen und Angststörungen

oxidativer Stress und Angst - Depressionen

Wissenschaftler aus dem Iran publizierten im Juni 2018 einen Fachartikel, indem sie über die Ergebnisse von Messungen zum oxidativen Stress bei Personen mit Depressionen und Angstsymptomen berichteten. Symptome von Depressionen und Ängstlichkeit waren mit einem höheren Ausmaß von oxidativem Stress assoziiert.

Referenz
Shafiee M et al.: Depression and anxiety symptoms are associated with prooxidant-antioxidant balance: A population-based study. J Affect Disord. 2018 Oct 1;238:491-498.


Zur Bedeutung von Mikronährstoffen in der Behandlung der Major Depression

Major Depression und Mikronährstoffe

Wissenschaftler aus den Niederlanden führten eine umfangreiche Literaturrecherche durch zur Klärung der Frage, inwieweit Mikronährstoffe bei der Behandlung der Major Depression eine therapeutische Wirksamkeit zeigten. Grundsätzlich kamen die Autoren zu dem Schluss, dass Mikronährstoffe depressive Symptome vermindern können. Insbesondere Tryptophan, Omega-3-Fettsäuren, S-Adenosylmethionin und Folsäure könnten als Monotherapie oder adjuvante Therapie bei depressiven Störungen den Therapieerfolg verbessern. Im Gegensatz zu Tryptophan fanden die Autoren bei Tyrosin keine Evidenz für die Verwendung als antidepressive Substanz. Erhöhte Konzentrationen der Omega-3-Fettsäuren könnten die Zellmembranfluidität im ZNS verändern. Außerdem sei Vitamin B12 als Verstärker von Serotonin-Wiederaufnahmehemmern oder trizyklischen Antidepressiva eine effektive Behandlung bei depressiven Störungen.

Referenz:
Lisanne A. E. M. Van Houtum et al.: The use of Nutraceuticals as Mono- or Adjuvant Therapy to Pharmacotherapies in Major Depressive Disorder. International Neuropsychiatric Disease Journal, ISSN: 2321-7235,Vol.: 8, Issue.: 2; 18. September 2016


Cadmium, Blei und depressive Symptome

Schwermetalle im Blut
In einer Studie wurde untersucht, inwieweit die Konzentrationen von Cadmium und Blei mit depressiven Symptomen in der US-Bevölkerung zusammenhing. Dazu wurden Daten von NHANES 2011-2012 verwendet. 3905 Personen wurden in die Studie einbezogen.

Personen im höchsten Quartil der Cadmiumkonzentration hatten ein höheres Risiko für depressive Symptome, wobei dieser Zusammenhang nur bei männlichen Studienteilnehmern gefunden wurde, und speziell bei jüngeren Männern zwischen 20 und 47 Jahren. Bei jüngeren erwachsenen Frauen waren die Bleikonzentrationen im Vollblut, Rauchen und Übergewicht mit depressiven Symptomen verbunden.

Referenz:
Buser MC et al.: Cadmium, Lead, and Depressive Symptoms: Analysis of National Health and Nutrition Examination Survey 2011-2012. J Clin Psychiatry. 2016 Dec 6. doi: 10.4088/JCP.15m10383.