Oxidativer Stress bei Angsterkrankungen

Oxidativer Stress ist eine Ursache verschiedener neurodegenerativer Erkrankungen. Inzwischen wurde auch nachgewiesen, dass oxidativer Stress bei Depressionen und Angsterkrankungen eine Rolle spielt. Es konnte nachgewiesen werden, dass die Expression zweier Enzyme, nämlich der Glutathion-Reduktase 1 und der Glyoxalase 1 mit bestimmten Angsterkrankungs-Phänotypen korrelieren. Die beiden genannten Enzyme sind am antioxidativen Schutz des Organismus beteiligt. Damit gibt es sozusagen ein biochemisches Korrelat zwischen oxidativem Stress und Angststörungen.

Referenz:
Hassan Waseem et. al.: Association of oxidative stress to the genesis of anxiety: Implications for possible therapeutic interventions. Current Neuropharmacology, Volume 12, Number 2, March 2014, pp. 12k0-139(20)


Zinktherapie bei übergewichtigen Menschen mit Depressionen

Zink und Depressionen
Verschiedene Studien haben bereits einen positiven Effekt von Zink als adjuvante Therapie zur Verminderung depressiver Symptome gezeigt. Diese Studie hatte das Ziel, den Effekt einer Zinktherapie auf depressive Symptome und auf BDNF-Spiegel bei übergewichtigen und adipösen Menschen festzustellen.

50 übergewichtige oder adipöse Versuchsteilnehmer erhielten über einen Zeitraum von 12 Wochen entweder 30 mg Zink oder ein Placebopräparat. Der Schweregrad der Depression wurde mit dem Beck depression inventory II ermittelt, außerdem wurden im Blutserum BDNF und Zink bestimmt. Nach 12 Wochen wurde ein signifikanter Anstieg der Zinkkonzentration und der BDNF-Spiegel in der Zinkgruppe nachgewiesen. Die depressive Symptomatik nahm zwar in beiden Versuchsgruppen ab, es konnte aber in der Zinkgruppe im Vergleich zur Placebogruppe eine signifikante Besserung beobachtet werden. Es zeigte sich ein umgekehrter Zusammenhang zwischen den BDNF-Spiegeln und dem Schweregrad der depressiven Symptomatik.

Anmerkung:
BDNF ist die Abkürzung für brain-derived neurotrophic factor, einem wichtigen Nervenwachstumsfaktor. BNDF ist üblicherweise bei depressiven Erkrankungen vermindert, was zu einem vermehrten Absterben von Nervenzellen führen kann.

 

Referenz:
Zahra Solati et al.: Zinc monotherapy increases serum brain-derived neurotrophic factor (BDNF) levels and decreases depressive symptoms in overweight or obese subjects: A double-blind, randomized, placebo-controlled trial. Nutritional Neuroscience; http://www.maneyonline.com/doi/abs/10.1179/1476830513Y.0000000105


Vitamin B12 bei Major Depression

Patienten mit Depressionen und niedrigen Vitamin-B12-Konzentrationen erhielten entweder  Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder Serotonin-Wiederaufnahmehemmer plus Vitamin-B12-Injektionen. Nach drei Monaten Therapie zeigte sich, dass die Patienten, die Vitamin B12 supplementierten, signifikant weniger Symptome aufwiesen, als die Patienten die nur ein Antidepressivum erhalten hatten.

Referenz:
Syed EU et al.: Vitamin B12 supplementation in treating major depressive disorder: a randomized controlled trial. Open Neurol J. 2013 Nov 15;7:44-8.