N-Acetylcystein und Vitamin D bei Zwangsstörungen

NAC und Vitamin D bei Zwangsstörungen
Bei Zwangserkrankungen wurde mehrfach eine Dysfunktion der glutamatergen Nervenimpulsübertragung festgestellt. Es ist schon länger bekannt, dass der Wirkstoff N-Acetylcystein (NAC) die Freisetzung von Glutamat an den Synapsen modifizieren kann. Außerdem kann NAC entzündliche Stoffwechselwege modulieren. Man kann deshalb NAC als neuroprotektive Substanz ansehen. Vitamin D dürfte bei Zwangsstörungen ebenfalls von Nutzen sein, da es spezifisch die Bildung von Glutathion im Gehirn steigern kann. N-Acetylcystein ist bekanntlich eine wichtige Ausgangssubstanz für die Bildung von Glutathion. NAC und Vitamin D ergänzen sich also sehr gut hinsichtlich der Behandlung von Zwangsstörungen.

Referenz:
di Michele F et al.: N-Acetyl Cysteine and Vitamin D Supplementation in Treatment Resistant Obsessive-compulsive Disorder Patients: A General Review. Curr Pharm Des. 2018;24(17):1832-1838.


Vitamin D hilfreich bei Depressionen

Vitamin D bei Depressionen hilfreich

In einer indischen Studie wurden 158 ambulante Patienten mit depressiven Störungen auf einen Vitamin-D-Mangel untersucht. Die Mehrzahl der Patienten hatte einen Vitamin-D-Mangel (<25 ng/ml). Die Patienten mit einem Vitamin-D-Mangel brauchten signifikant längere Zeit für die Rückbildung der Depression als die Patienten ohne Vitamin-D-Mangel. Die Patienten mit einem Vitamin-D-Mangel wurden mit Vitamin D supplementiert, weshalb dann die Revisionszeit der Depression vergleichbar war mit der der Patienten ohne Vitamin-D-Mangel.

Referenz:
Naresh Nebhinani et al.: Role of Vitamin D supplementation in patients with depressive disorders and hypovitaminosis D: A longitudinal study. Journal of Mental Health and Human Behaviour, 2017, Volume: 22  |  Issue : 1  |  Page : 14-20


Zink vermag bei psychischen Befindlichkeitsstörungen hilfreich zu sein

Zink und Befindlichkeit

Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten bei 100 Hochschulstudentinnen die Zinkaufnahme und bestimmten zusätzlich die Zinkkonzentration. Die psychische Befindlichkeit wurde mittels zweier standardisierter Fragebögen ermittelt. Die Serum-Zinkkonzentionen waren invers mit psychischen Störungen einschließlich Depressionen und Angststörungen assoziiert. Eine Anhebung der Zinkkonzentration im Serum könnte bei Studentinnen die psychischen Störungen verbessern.

Referenz:
Tahmasebi K et al.: Association of Mood Disorders with Serum Zinc Concentrations in Adolescent Female Students. Biol Trace Elem Res. 2017 Aug;178(2):180-188.