Zinkmangel und depressive Symptome

Zinkmangel bei älteren Menschen
Wissenschaftler der Charitè in Berlin führten bei 1514 älteren Personen im Alter zwischen 60 und 84 Jahren eine Bestimmung der Zinkaufnahme und der Plasma-Zinkspiegel durch. Parallel dazu wurden bei den Studienteilnehmern depressive Symptome per Fragebogen ermittelt.

Ein Zinkmangel im Plasma war bei den älteren Studienteilnehmern sehr häufig. Eine Erhöhung der Zinkaufnahme und höhere Plasma-Zinkkonzentrationen könnten das Risiko für depressive Symptome vermindern. Die Autoren der Studie empfehlen bei älteren Menschen mit depressiven Symptomen die Zinkaufnahme und die Zinkkonzentration zu überprüfen.

Referenz:
Jung A et al.: Zinc Deficiency Is associated With Depressive Symptoms-Results From the Berlin Aging Study II. J Gerontol A Biol Sci Med Sci. 2016 Oct 27. pii: glw218.

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Zinkkonzentration bei Depressionen

Zink und Depressionen
Wissenschaftler aus Polen untersuchten in einer Studie bei Patienten mit depressiver Episode die Zinkkonzentrationen im Blut. An der Studie nahmen 69 Patienten mit aktiver depressiver Episode, 45 Patienten in Remission und 50 Kontrollpersonen teil. Die Ergebnisse der Zinkbestimmung zeigte, dass die Zinkkonzentration in der depressiven Phase statistisch niedriger war als bei gesunden Kontrollpersonen. Der Zinkspiegel bei Patienten in Remission unterschied sich nicht signifikant von denen der Kontrollpersonen. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass die Serum-Zinkkonzentration als möglicher biologischer Marker bei der depressiven Episode anzusehen sei.

Referenz:
Styczeń K et al.: The serum zinc concentration as a potential biological marker in patients with major depressive disorder. Metab Brain Dis. 2016 Aug 8.

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Tryptophan bei depressiver Episode

Depressionen, Tryptophan
Wissenschaftler von verschiedenen Ländern untersuchten die Plasmakonzentration von Tryptophan sowie das Verhältnis Tryptophan zu neutralen Aminosäuren in Bezug auf die Pathopysiologie der Major Depression. Die Forscher wollten herausfinden, inwieweit die Spiegel der Aminosäuren mit dem Behandlungserfolg bei Major Depression assoziiert waren und ob diese Effekte durch Cortisol oder Immunbiomarker beeinflusst wurden. Sie konnten nachweisen, dass erhöhte Konzentrationen der neutralen Aminosäuren mit einem Nichtansprechen der Behandlung bei Major Depression assoziiert waren. Bei den Patienten, die auf die Therapie ansprachen, zeigte sich eine Verminderung der Konzentrationen der neutralen Aminosäuren, und das Verhältnis von Tryptophan zu den neutralen Aminosäuren stieg an. Insgesamt spielen also erhöhte Konzentrationen der neutralen Aminosäuren eine zentrale Rolle für das Nichtansprechen einer antidepressiven Therapie.

Referenz:
Ormstad H et al.: Increased plasma levels of competing amino acids, rather than lowered plasma tryptophan levels, are associated with a non-response to treatment in major depression. Eur Neuropsychopharmacol. 2016 Aug;26(8):1286-96.

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