Anitoxidative Kapazität in Relation von Depression und Ängstlichkeit

Ängstlichkeit und antioxidative Kapazität
Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten bei 3.297 scheinbar gesunden Erwachsenen die totale antioxidative Kapazität und ermittelten die psychische Befindlichkeit mittels eines Fragebogens. 28,6 Prozent der Studienteilnehmer waren depressiv und 13,6 Prozent hatten Angststörungen. Insgesamt fanden die Autoren der Studie einen inversen signifikanten Zusammenhang zwischen der Antioxidantienaufnahme und dem Risiko für Depressionen und Ängstlichkeit.

Referenz:
Alireza Milajerdi, Ammar Hassanzadeh Keshteli et al.: Dietary total antioxidant capacity in relation to depression and anxiety in Iranian adults; Nutrition – November 2018, DOI: 10.1016/j.nut.2018.11.017


Biochemische Marker bei neuauftretender Depression


Verschiedene Studien haben gezeigt, dass im Rahmen der Wechseljahre bei Frauen das Risiko für Major Depression ansteigt. Bisher war aber unklar, welche Faktoren hierbei eine Rolle spielen. Kanadische Wissenschaftler untersuchten bei 148 Frauen verschiedene Marker des oxidativen Stresses sowie die Thiolkonzentrationen, HSP70-Konzentrationen und BDNF sowie verschiedene andere Parameter. Im Vergleich zu den gesunden Kontrollpersonen zeigten die Frauen mit Major Depression ein vermehrtes Auftreten prooxidativer und proinflammatorischer Parameter und verminderte Konzentrationen von BDNF. BDNF ist ein Nervenwachstumsfaktor, dessen Konzentration bei Depressionen typischerweise absinkt.

Kommentar:
Zur Senkung prooxidativer und proinflammatorischer Parameter ist eine Therapie mit reichlicher Antioxidatienzufuhr und eine antientzündliche Ernährungsweise erforderlich. Proentzündlich wirken vor allem gesättigte Fettsäuren, verarbeitete Fleischprodukte und einfache Kohlenhydrate.

Referenz:
Pasquali MA et al.: A longitudinal study of neurotrophic, oxidative, and inflammatory markers in first-onset depression in midlife women. Eur Arch Psychiatry Clin Neurosci. 2018 Dec;268(8):771-781.


Erhöhte Spiegel von Malondialdehyd und Cortisol bei Major Depression


Wissenschaftler aus Bangladesh untersuchten verschiedene Blutwerte bei 247 Patienten mit der Diagnose Major Depression und bei 248 Kontrollpersonen. Die Cortisolspiegel waren bei den Patienten signifikant höher als bei den Kontrollpersonen, ebenso wie die Spiegel von Malondialdehyd. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass Malondialdehyd und Cortisol unabhängig voneinander im Serum angestiegen sind.

Kommentar:
Malondialdehyd ist ein wichtiger Marker des oxidativen Stresses und häufig auch ein Hinweis auf einen Vitamin-B12-Mangel.

Referenz:
Islam MR et al.: Elevated serum levels of malondialdehyde and cortisol are associated with major depressive disorder: A case-control study. SAGE Open Med. 2018 May 9;6:2050312118773953.


Vortrag: Neurodegenerative Erkrankungen

In diesem Vortrag geht es hauptsächlich um Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson. Neurodegenerative Erkrankungen unterscheiden sich zwar in ihrem Erscheinungsbild, haben aber ähnliche Krankheitsmechanismen.

Eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundvoraussetzung für eine normale Funktionsfähigkeit des Gehirns. Mit einer gezielten Mikronährstofftherapie sind viele biochemische Störungen bei neurodegenerativen Erkrankungen behandelbar, z. B. der oxidative Stress, die erhöhte Entzündungsneigung, Energiemangel der Nervenzellen und vieles mehr.

  • Sie erfahren, welche Vitamine, Mineralstoffe Spurenelemente, Aminosäuren und Fettsäuren für das Gehirn relevant sind.
  • Außerdem wird erläutert, wie man herausfindet, welche Biomoleküle fehlen und wie man gezielt einen Mikronährstoffmangel beheben kann.

Wir laden Sie recht herzlich ein zu unserem Vortrag.

Aschaffenburg
22.03.2019 um 19.00 Uhr im CongressCenter “Stadthalle am Schloss”, Konferenzraum Dalberg (K2), Schlossplatz 1 in Aschaffenburg

Referent ist Dr. med. Hans-Günter Kugler. Der Eintritt ist kostenlos.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.


N-Acetylcystein und Vitamin D bei Zwangsstörungen

NAC und Vitamin D bei Zwangsstörungen
Bei Zwangserkrankungen wurde mehrfach eine Dysfunktion der glutamatergen Nervenimpulsübertragung festgestellt. Es ist schon länger bekannt, dass der Wirkstoff N-Acetylcystein (NAC) die Freisetzung von Glutamat an den Synapsen modifizieren kann. Außerdem kann NAC entzündliche Stoffwechselwege modulieren. Man kann deshalb NAC als neuroprotektive Substanz ansehen. Vitamin D dürfte bei Zwangsstörungen ebenfalls von Nutzen sein, da es spezifisch die Bildung von Glutathion im Gehirn steigern kann. N-Acetylcystein ist bekanntlich eine wichtige Ausgangssubstanz für die Bildung von Glutathion. NAC und Vitamin D ergänzen sich also sehr gut hinsichtlich der Behandlung von Zwangsstörungen.

Referenz:
di Michele F et al.: N-Acetyl Cysteine and Vitamin D Supplementation in Treatment Resistant Obsessive-compulsive Disorder Patients: A General Review. Curr Pharm Des. 2018;24(17):1832-1838.


Mitochondrien und Stimmung

Mitochondrien

Wissenschaftler aus Kanada diskutierten in einem Fachartikel, inwieweit eine mitochondriale Dysfunktion in der Pathophysiologie von Depressionen eine Rolle spielen könnte. Veränderungen der Mitochondrienfunktion wie z. B. der oxidativen Phosphorylierung und der Membranpolarität könnten der Entwicklung depressiver Symptome vorausgehen. Der Zusammenhang zwischen mitochondrialer Dysfunktion und Depressionen ist aufgrund der vorhandenen Daten naheliegend, erfordert aber weitere Untersuchungen. Die Mitochondrienfunktion könnte auch ein Ansatzpunkt für die Entwicklung neuerer Antidepressiva bieten.

Referenz:
Allen J et al.: Mitochondria and Mood: Mitochondrial Dysfunction as a Key Player in the Manifestation of Depression. Front Neurosci. 2018 Jun 6;12:386.


Oxidativer Stress bei Depressionen und Angststörungen

oxidativer Stress und Angst - Depressionen

Wissenschaftler aus dem Iran publizierten im Juni 2018 einen Fachartikel, indem sie über die Ergebnisse von Messungen zum oxidativen Stress bei Personen mit Depressionen und Angstsymptomen berichteten. Symptome von Depressionen und Ängstlichkeit waren mit einem höheren Ausmaß von oxidativem Stress assoziiert.

Referenz
Shafiee M et al.: Depression and anxiety symptoms are associated with prooxidant-antioxidant balance: A population-based study. J Affect Disord. 2018 Oct 1;238:491-498.


Vortrag: “Neurodegenerative Erkrankungen – wie kann man das Gehirn schützen?”

Vortrag neurodegenerative Erkrankungen

Neurodegenerative Erkrankungen sind Erkrankungen, die mit einem Untergang von Nervenzellen im Gehirn einhergehen. Die bekanntesten neurodegenerative Erkrankungen sind Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson. Die Häufigkeit beider Erkrankungen nimmt zu und hat viel mit unserem Lebensstil zu tun.

Wir laden Sie recht herzlich ein zu unserem Vortrag:

“Neurodegenerative Erkrankungen – wie kann man das Gehirn schützen?”

Schwerpunkte des Vortrages sind:
•    Wie entstehen neurodegenerative Erkrankungen?
•    Wie vermindert man das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen?
•    Welche Bedeutung haben Mikronährstoffe für den Schutz des Gehirns?

Der Vortrag findet am 14. Oktober 2018 um 16.00 Uhr in der Naturklinik Michelrieth, Löwensteinstraße 15 in 97828 Marktheidenfeld-Michelrieth statt. Referent ist Dr. med. Hans-Günter Kugler.

Der Eintritt ist kostenlos. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

 


Hoher Vitamin-C-Status verbessert Stimmung

Vitamin C und Stimmung

Wie Wissenschaftler aus Neuseeland berichteten, führten höhere Plasmaspiegel von Vitamin C bei männlichen Studenten zu einer Verminderung von Stimmungsschwankungen. Der Vitamin-C-Status korrelierte invers mit Depressionen, Konfusionen und Ärger.

Referenz
Pullar JM et al.: High Vitamin C Status Is Associated with Elevated Mood in Male Tertiary Students. Antioxidants (Basel). 2018 Jul 16;7(7).


Folsäurekonzentration und Depressionen bei Frauen

US-Wissenschaftler untersuchten bei Frauen im gebärfähigen Alter einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Folsäurestatus und dem Risiko für Depressionen. Die Folsäure-Serumkonzentration war schwach mit einem erhöhten Risiko für moderate schwere Depression assoziiert.

Referenz:
Nguyen B, Weiss P et al.: Association between blood folate concentrations and depression in reproductive aged U.S. women, NHANES (2011-2012); J Affect Disord. 2017 Dec 1;223:209-217.


Anämie und Wochenendepression

US-Wissenschaftler haben im Mai 2018 publiziert, dass eine Anämie während der Schwangerschaft oder um den Geburtstermin herum mit einem vermehrten Auftreten von Wochenbettdepression assoziiert war. Eine Anämie sollte also als Risikofaktor für Wochenendepression angesehen werden.

Referenz:
Sutherland, Shannon, MD, MIPH; O’Sullivan, David, PhD; Mullins, Jessica, MD: An Association Between Anemia and Postpartum Depression [35C]; Obstetrics & Gynecology: May 2018 – Volume 131 – Issue – p 39S


Bedeutung von Zink, Magnesium, Selen und Depressionen

Wissenschaftler aus den USA publizierten einen Übersichtsartikel zur Bedeutung von Zink, Magnesium und Selen bei Depressionen.

Es ist noch nicht völlig klar, über welche Mechanismen niedrige Zinkkonzentrationen das Risiko für Depressionen beeinflussen. Im Hippocampus und in der Hirnrinde regulieren Zinkionen die Neurotransmission oder fungieren sogar als Neurotransmitter. Störungen der Zink-Homöostase in diesen Regionen sind mit zahlreichen Störungen der Hirnleistungsfähigkeit, des Verhaltens und der emotionalen Regulation assoziiert.

Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt eines Zinkmangels sind endokrine Veränderungen, die mit Depressionen einhergehen. Zinkdefizite sind häufig mit erhöhten Cortisolspiegeln assoziiert, die wiederum zu einer Überaktivität der HPA-Achse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse) führen.

Zink besitzt antiinflammatorische und antioxidative Eigenschaften. Eine Zinksupplementierung könnte deshalb den oxidativen Stress bei Majordepression vermindern. Weitere antidepressive Eigenschaften von Zink ergeben sich aus der Funktion dieses Spurenelements als Antagonist von NMDA-Rezeptoren, deren Überaktivitäten mit der Entstehung von Depressionen in Zusammenhang gebracht werden.

Es gibt eine gute Evidenz dafür, dass zwischen Magnesium und der Entwicklung von Depressionen ein inverser Zusammenhang besteht, genauso wie für die antidepressiven Eigenschaften von Magnesium.

Bei Selen sind die Ergebnisse von Studien nicht einheitlich. Generell haben nur wenige Studien den Zusammenhang zwischen den Selenkonzentrationen und Depressionen untersucht. Deshalb gibt es auch deutlich weniger Daten als bei Zink und Magnesium.

Referenz:
Wang J, Um P et al.: Zinc, Magnesium, Selenium and Depression: A Review of the Evidence, Potential Mechanisms and Implications; Nutrients. 2018 May 9;10(5). pii: E584.


Mit Mikronährstoffen Hirnleistungsfähigkeit verbessern

Hirnleistung und Mikronährstoffe

Das Gehirn ist ein Organ der Superlative. Es besitzt schätzungsweise etwa 100 Milliarden Nervenzellen. Jedes Neuron ist durchschnittlich mit 1000 anderen Neuronen verbunden, so dass mindestens 1000 Billionen Synapsen existieren dürften. Das Gehirn verbraucht circa 20 Prozent des Sauerstoffes und mehr als 25 Prozent der Glukose, obwohl es nur etwa zwei Prozent der Körpermasse ausmacht.

Lange Zeit hatte man sich wenig für die Bedeutung der Ernährung für die Hirnleistungsfähigkeit interessiert, was sich aber inzwischen grundlegend geändert hat. Eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen ist sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen und älteren Menschen von zentraler Bedeutung für die Hirnleistungsfähigkeit. Allgemein gesprochen sind Mikronährstoffe erforderlich für die Bildung von Nervenbotenstoffen, von Dendriten und Synapsen, für den Schutz von freien Radikalen, für die Entwicklung der Myelinscheiden und für den Energiestoffwechsel der Nervenzellen.

Ein Mangel an Mikronährstoffen kann die Hirnleistungsfähigkeit und auch die psychische Befindlichkeit beeinträchtigen, dazu einige Beispiele:

Im April 2016 publizierten verschiedene Wissenschaftler aus Deutschland, dass niedrige Vitamin-B12-Konzentrationen mit schlechteren Gedächtnisleistungen assoziiert waren, was zumindest teilweise mit einer Beeinträchtigung der Mikrostruktur des Hippocampus erklärbar war.

Forscher aus den Niederlanden und den USA fanden einen Zusammenhang zwischen einem schweren Vitamin-D-Mangel und einer Verschlechterung bestimmter Gedächtnisleistungen. In einer Untersuchung an Studentinnen wurde nachgewiesen, dass niedrige Eisenspeicher und eine niedrige aerobe Fitness das Lernpotential von College-Studentinnen beeinträchtigten.

Forscher aus Irland konnten in einer Studie nachweisen, dass niedrige Vitamin-B6-Konzentrationen im Vergleich zu normalen Vitamin-B6-Konzentrationen bei gesunden älteren Erwachsenen mit einem stärkeren Abfall der Hirnleistungsfähigkeit verbunden waren. Französische Forscher haben im November 2016 publiziert, dass eine erhöhte Vitamin-K-Zufuhr mit wenigeren und weniger schweren Klagen über Gedächtnisprobleme bei älteren Erwachsenen assoziiert war.

Für die Hirnleistungsfähigkeit spielen viele Mikronährstoffe eine Rolle, insbesondere auch eine gute Versorgung mit antioxidativen Mikronährstoffen wie Selen, Vitamin C und E, da das Gehirn besonders vulnerabel gegenüber oxidativem Stress ist. Zur Vermeidung von Hirnleistungsstörungen oder auch psychischen Befindlichkeitsstörungen ist es in jedem Lebensalter sinnvoll, von Zeit zu Zeit den Mikronährstoffstatus überprüfen zu lassen. Hierzu empfehlen wir die Durchführung des DCMS-Neuro-Checks.

Referenzen:

  • Köbe T et al.: Vitamin B-12 concentration, memory performance, and hippocampal structure in patients with mild cognitive impairment. Am J Clin Nutr. 2016 Apr;103(4):1045-54.
  • Kuźma E et al.: Vitamin D and Memory Decline: Two Population-Based Prospective Studies. J Alzheimers Dis. 2016;50(4):1099-108.
  • Samuel P Scott et al.: Combined Iron Deficiency and Low Aerobic Fitness Doubly Burden Academic Performance among Women Attending University1,2. The Journal of Nutrition. First published November 23, 2016, doi: 10.3945/jn.116.240192
  • Hughes CF et al.: B-Vitamin Intake and Biomarker Status in Relation to Cognitive Decline in Healthy Older Adults in a 4-Year Follow-Up Study. Nutrients. 2017 Jan 10;9(1). pii: E53.
  • Soutif-Veillon A et al.: Increased dietary vitamin K intake is associated with less severe subjective memory complaint among older adults. Maturitas. 2016 Nov;93:131-136.

 

Weitere Infos:
– Praxis für Mikronährstoffmedizin –
Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik
und Spektroskopie DCMS GmbH
Löwensteinstraße 9
D-97828 Marktheidenfeld
Tel. +49/ (0)9394/ 9703-0
www.diagnostisches-centrum.de


Müde und Erschöpft? Mikronährstoffe können hilfreich sein

müde, erschöpft - Mikronährstoffe helfen

Müdigkeit ist ein häufig vorkommendes Symptom und nicht selten Anlass für die Konsultation eines Arztes. Müdigkeit kann viele Ursachen haben, allen voran natürlich zu wenig Schlaf. Müdigkeit tritt aber häufig auch in Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen wie z. B. Stoffwechselerkrankungen, chronisch entzündlichen Erkrankungen, Anämie, hormonelle Erkrankungen und Infektionskrankheiten auf. Müdigkeit und Erschöpfung sind ebenfalls weit verbreitete Symptome im Zusammenhang mit psychischen Störungen. Sehr häufig ist Müdigkeit auch die Folge von chronischem Stress, aus unterschiedlichsten Gründen.

Müdigkeit und Erschöpfung sind oftmals Anzeichen eines Mikronährstoffmangels. Mikronährstoffe spielen eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel. Bei Müdigkeit und Energiemangel ist zunächst die Frage zu stellen, ob der Organismus überhaupt in der Lage ist, genügend Energie zu bilden. So manche Beschwerden, die auch dem Alter zugesprochen werden, beruhen häufig auf einer unzureichenden Mikronährstoffversorgung. Eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen ist von grundlegender Bedeutung für eine gute körperliche Fitness und psychische Befindlichkeit. Die Wirkprinzipien der Mikronährstoffe sind eine Verbesserung der psychischen Befindlichkeit, da viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren für den Stoffwechsel der Nervenbotenstoffe benötigt werden. Mikronährstoffe können auch zur Verminderung der Entzündungsaktivität im Stoffwechsel beitragen und fördern die Entkrampfung und muskuläre Entspannung.

Ein Grund für anhaltende Müdigkeit kann ein Eisenmangel sein, der oftmals auch dann besteht, wenn keine Eisenmangelanämie vorliegt. Eisen ist nicht nur wichtig für den Sauerstofftransport und für die Sauerstoffspeicherung, sondern auch für die Bildung von Nervenbotenstoffen und insbesondere auch für die Energiebildung in der Zelle, die ganz überwiegend in den Mitochondrien stattfindet.

In den letzten Jahren zeigt sich eindrücklich, dass auch Vitamin D für die körperliche und psychische Befindlichkeit eine zentrale Rolle spielt. Wichtig für den Energiestoffwechsel sind die Vitamine B1, B2, B3 sowie Kupfer. Coenzym Q10 und Carnitin gehören zu den sogenannten Vitaminoiden. Beide Substanzen sind für die Energiebildung in der Zelle essenziell. Eine wichtige Funktion hat auch Magnesium, das nicht nur den „Antistressmineralstoff“ darstellt, sondern auch im Energiestoffwechsel von zentraler Bedeutung ist. Eine ausreichende Energiebereitstellung im Körper hängt also von einer Vielzahl von Faktoren ab. Der Energiestoffwechsel kann durchaus mit einem Räderwerk verglichen werden, indem ein Rädchen in das andere greifen muss. Bei Stress, starker Beanspruchung oder bei Krankheiten ist der Mikronährstoffbedarf häufig erhöht.

Bei Müdigkeit und Erschöpfung empfehlen wir die Durchführung des DCMS-Stoffwechsel-Profils, in dem sehr viele relevante Mikronährstoffe bestimmt werden.

Referenzen:

  • B. Riedl und W. Peter: Basiswissen Allgemeinmedizin. Springer-Verlag GmbH Deutschland 2017
  • DCMS-NEWS: Erschöpfung und Mikronährstoffe, August 2015/ Ausgabe 3
  • DCMS-NEWS: Vitalstoffe: lebenswichtig für alle Stoffwechselfunktionen, März 2015/ Ausgabe 1

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Warum Mikronährstoffe bei Depressionen wichtig sind

Depressionen und Mirkonährstoffe

Wie inzwischen zahlreiche Studien gezeigt haben, spielt die Ernährung eine wichtige Rolle für die psychische Befindlichkeit des Menschen. Ende Juli 2017 wurden im Fachblatt Scientific Reports die Ergebnisse einer Studie aus England publiziert. Forscher aus London konnten nachweisen, dass eine hohe Zuckerzufuhr bei Männern das Risiko für psychische Krankheiten, z. B. Depressionen oder Angststörungen, erhöhte.

Wichtig für die psychische Befindlichkeit ist aber nicht nur die Vermeidung ungünstiger Ernährungsfaktoren, sondern eine optimale Versorgung mit den Biomolekülen, die das Gehirn für eine normale Funktion benötigt. Immer wieder zeigen Studien einen Zusammenhang zwischen Mikronährstoffmängeln und einem vermehrten Auftreten psychischer Störungen.

Eine vor kurzem veröffentlichte Metaanalyse von US-Wissenschaftlern konnte nachweisen, dass Personen mit Depressionen niedrigere Serumspiegel von Folsäure und eine geringere Folsäureaufnahme hatten als Personen ohne Depressionen. In den USA zeigte sich bei Frauen im gebärfähigen Alter ein Zusammenhang zwischen einem erhöhten Risiko für mittlere bis schwere Depressionen und der Folsäurekonzentration im Blut.

Auch Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für die psychische Befindlichkeit. Forscher aus Italien publizierten eine Literaturübersicht über den Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Konzentrationen und Depressionen. Sie fanden eine akute Beweislage dafür, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen Depressionen und einem Vitamin-D-Mangel gibt. Um die Kausalitätsfrage zu klären, seien aber noch mehr Studien erforderlich. Wissenschaftler aus dem Iran konnten nachweisen, dass eine Hochdosis-Vitamin-D-Supplementierung mit einer Reduzierung von Depressionssymptomen bei weiblichen Jugendlichen verbunden war.

Bei Personen mit Major-Depression wurden im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen auch signifikant niedrigere Konzentrationen der Aminosäuren Arginin und Citrullin nachgewiesen.

Ein Fachartikel von Wissenschaftlern aus Indien beschäftigte sich mit einer möglichen Bedeutung von Vitamin C in der Behandlung von Angststörungen. Ein Vitamin-C-Mangel vermindert z. B. die Bildung von Neurotransmittern, die mit Angststörungen assoziiert sind. Insgesamt ist Vitamin C wichtig für die Bildung verschiedener Neurotransmitter. Es kann Schäden durch freie Radikale im Gehirn vermindern.

US-Wissenschafter publizierten im Juni 2017 einen großen Fachartikel über die Bedeutung von Zink in der Behandlung psychiatrischer Erkrankungen: Hochkarätige klinische Studien zeigten, dass eine Zinksupplementierung bei Depressionen einen günstigen Effekt hat. Außerdem erwies sich Zink auch als Zusatztherapie bei der Behandlung der Major-Depression als Vorteil. Zink ist generell ein wichtiges Spurenelement für das Gehirn. Es ist für die Funktionsfähigkeit verschiedener Neurotransmittersysteme erforderlich und hat auch einen Einfluss auf die Neubildung von Hirnzellen und auf die Entzündungsaktivität im Gehirn.

Unbestritten spielen Mikronährstoffe eine wichtige Rolle für die psychische Befindlichkeit. Diese sollten aber nicht leichtfertig eingenommen werden. Vor einer Supplementierung von Mikronährstoffen sollte eine geeignete Mikronährstoffuntersuchung durchgeführt werden wie zum Beispiel der DCMS-Neuro-Check.

Referenzen:

  • Viola Ulrich: So wirkt sich Schokolade auf die männliche Psyche aus. www.welt.de, 31.07.2017
  • Bender A et al.: The association of folate and depression: A meta-analysis. J Psychiatr Res. 2017 Jul 22;95:9-18.
  • Nguyen B et al.: Association between blood folate concentrations and depression in reproductive aged U.S. women, NHANES (2011-2012). J Affect Disord. 2017 Jul 17;223:209-217.
  • Alessandro Cuomo et al.: Depression and Vitamin D Deficiency: Causality, Assessment, and Clinical Practice Implications. Neuropsychiatry (London) (2017) 7(5), 606–614
  • Hess S et al.: Decreased serum L-arginine and L-citrulline levels in major depression. Psychopharmacology (Berl). 2017 Aug 13.
  • Rajender Guleria et al.: Ascorbic acid: A therapeutic viability in anxiety disorders. Innovations in Pharmaceuticals and Pharmacotherapy. eISSN: 2321– 323X, pISSN: 2395-0781
  • Petrilli MA et al.: The Emerging Role for Zinc in Depression and Psychosis. Front Pharmacol. 2017 Jun 30;8:414.
  • Bahrami A et al.: High Dose Vitamin D Supplementation Is Associated With a Reduction in Depression Score Among Adolescent Girls: A Nine-Week Follow-Up Study. J Diet Suppl. 2017 Jul 31:1-10.

 

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Vitamin D hilfreich bei Depressionen

Vitamin D bei Depressionen hilfreich

In einer indischen Studie wurden 158 ambulante Patienten mit depressiven Störungen auf einen Vitamin-D-Mangel untersucht. Die Mehrzahl der Patienten hatte einen Vitamin-D-Mangel (<25 ng/ml). Die Patienten mit einem Vitamin-D-Mangel brauchten signifikant längere Zeit für die Rückbildung der Depression als die Patienten ohne Vitamin-D-Mangel. Die Patienten mit einem Vitamin-D-Mangel wurden mit Vitamin D supplementiert, weshalb dann die Revisionszeit der Depression vergleichbar war mit der der Patienten ohne Vitamin-D-Mangel.

Referenz:
Naresh Nebhinani et al.: Role of Vitamin D supplementation in patients with depressive disorders and hypovitaminosis D: A longitudinal study. Journal of Mental Health and Human Behaviour, 2017, Volume: 22  |  Issue : 1  |  Page : 14-20


Zink vermag bei psychischen Befindlichkeitsstörungen hilfreich zu sein

Zink und Befindlichkeit

Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten bei 100 Hochschulstudentinnen die Zinkaufnahme und bestimmten zusätzlich die Zinkkonzentration. Die psychische Befindlichkeit wurde mittels zweier standardisierter Fragebögen ermittelt. Die Serum-Zinkkonzentionen waren invers mit psychischen Störungen einschließlich Depressionen und Angststörungen assoziiert. Eine Anhebung der Zinkkonzentration im Serum könnte bei Studentinnen die psychischen Störungen verbessern.

Referenz:
Tahmasebi K et al.: Association of Mood Disorders with Serum Zinc Concentrations in Adolescent Female Students. Biol Trace Elem Res. 2017 Aug;178(2):180-188.


Mikronährststoffe sind unabdingbar für das Gehirn

Mikronährstoffe und Hirnleistung

Die Zusammenhänge zwischen der Ernährung und der Hirnleistungsfähigkeit wurden lange Zeit wenig beachtet, was sich aber in den letzten Jahren grundlegend geändert hat. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass die Hirnleistungsfähigkeit in erheblichem Umfang von der Art der Ernährung beeinflusst wird und zwar in jedem Lebensalter.

Mehr zu dem Thema: Hirnleistungsfähigkeit und Mikronährstoffe erfahren Sie in unserem neuem DCMS-NEWS, lesen Sie hier weiter….


Vitamin C und Angststörungen

Vitamin C
In einem Fachartikel indischer Wissenschaftler wurden Gründe präsentiert, weshalb Vitamin C eine sinnvolle therapeutische Substanz bei Angststörungen darstellen könnte. Ein Vitamin-C-Mangel vermindert die Bildung von Neurotransmittern, die mit Angststörungen im Zusammenhang stehen. Vitamin C ist an der Synthese der Katecholamine, von Serotonin und den Neuropeptiden beteiligt. Es verhindert die Peroxidation von Membranphospholipiden und ist ein Radikalfänger im Gehirn. Studien haben gezeigt, dass oxidativer Stress Angststörungen triggern kann, und Antioxidantien hierbei einen günstigen Einfluss haben.

Referenz:
Rajender Guleria et al.: Ascorbic acid: A therapeutic viability in anxiety disorders. Innovations in Pharmaceuticals and Pharmacotherapy, eISSN: 2321–323X, pISSN: 2395-0781


Zink und Neopterin bei bipolaren Störungen

Zink bei bipolarer Störung
Die Zinkkonzentration war bei Patienten mit bipolarer Störung im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen vermindert. Frauen mit bipolarer Störung zeigten einen positiven Zusammenhang zwischen der Zinkkonzentration und dem Schweregrad der Depression. Bei Männern war die Neopterinkonzentration positiv mit dem Schweregrad einer Anämie verbunden.

Referenz:
Millett CE et al.: Peripheral zinc and neopterin concentrations are associated with mood severity in bipolar disorder in a gender-specific manner. Psychiatry Res. 2017 May 17;255:52-58.


Zur Bedeutung von Mikronährstoffen in der Behandlung der Major Depression

Major Depression und Mikronährstoffe

Wissenschaftler aus den Niederlanden führten eine umfangreiche Literaturrecherche durch zur Klärung der Frage, inwieweit Mikronährstoffe bei der Behandlung der Major Depression eine therapeutische Wirksamkeit zeigten. Grundsätzlich kamen die Autoren zu dem Schluss, dass Mikronährstoffe depressive Symptome vermindern können. Insbesondere Tryptophan, Omega-3-Fettsäuren, S-Adenosylmethionin und Folsäure könnten als Monotherapie oder adjuvante Therapie bei depressiven Störungen den Therapieerfolg verbessern. Im Gegensatz zu Tryptophan fanden die Autoren bei Tyrosin keine Evidenz für die Verwendung als antidepressive Substanz. Erhöhte Konzentrationen der Omega-3-Fettsäuren könnten die Zellmembranfluidität im ZNS verändern. Außerdem sei Vitamin B12 als Verstärker von Serotonin-Wiederaufnahmehemmern oder trizyklischen Antidepressiva eine effektive Behandlung bei depressiven Störungen.

Referenz:
Lisanne A. E. M. Van Houtum et al.: The use of Nutraceuticals as Mono- or Adjuvant Therapy to Pharmacotherapies in Major Depressive Disorder. International Neuropsychiatric Disease Journal, ISSN: 2321-7235,Vol.: 8, Issue.: 2; 18. September 2016


Cadmium, Blei und depressive Symptome

Schwermetalle im Blut
In einer Studie wurde untersucht, inwieweit die Konzentrationen von Cadmium und Blei mit depressiven Symptomen in der US-Bevölkerung zusammenhing. Dazu wurden Daten von NHANES 2011-2012 verwendet. 3905 Personen wurden in die Studie einbezogen.

Personen im höchsten Quartil der Cadmiumkonzentration hatten ein höheres Risiko für depressive Symptome, wobei dieser Zusammenhang nur bei männlichen Studienteilnehmern gefunden wurde, und speziell bei jüngeren Männern zwischen 20 und 47 Jahren. Bei jüngeren erwachsenen Frauen waren die Bleikonzentrationen im Vollblut, Rauchen und Übergewicht mit depressiven Symptomen verbunden.

Referenz:
Buser MC et al.: Cadmium, Lead, and Depressive Symptoms: Analysis of National Health and Nutrition Examination Survey 2011-2012. J Clin Psychiatry. 2016 Dec 6. doi: 10.4088/JCP.15m10383.


Zinkmangel und depressive Symptome

Zinkmangel bei älteren Menschen
Wissenschaftler der Charitè in Berlin führten bei 1514 älteren Personen im Alter zwischen 60 und 84 Jahren eine Bestimmung der Zinkaufnahme und der Plasma-Zinkspiegel durch. Parallel dazu wurden bei den Studienteilnehmern depressive Symptome per Fragebogen ermittelt.

Ein Zinkmangel im Plasma war bei den älteren Studienteilnehmern sehr häufig. Eine Erhöhung der Zinkaufnahme und höhere Plasma-Zinkkonzentrationen könnten das Risiko für depressive Symptome vermindern. Die Autoren der Studie empfehlen bei älteren Menschen mit depressiven Symptomen die Zinkaufnahme und die Zinkkonzentration zu überprüfen.

Referenz:
Jung A et al.: Zinc Deficiency Is associated With Depressive Symptoms-Results From the Berlin Aging Study II. J Gerontol A Biol Sci Med Sci. 2016 Oct 27. pii: glw218.


Zinkkonzentration bei Depressionen

Zink und Depressionen
Wissenschaftler aus Polen untersuchten in einer Studie bei Patienten mit depressiver Episode die Zinkkonzentrationen im Blut. An der Studie nahmen 69 Patienten mit aktiver depressiver Episode, 45 Patienten in Remission und 50 Kontrollpersonen teil. Die Ergebnisse der Zinkbestimmung zeigte, dass die Zinkkonzentration in der depressiven Phase statistisch niedriger war als bei gesunden Kontrollpersonen. Der Zinkspiegel bei Patienten in Remission unterschied sich nicht signifikant von denen der Kontrollpersonen. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass die Serum-Zinkkonzentration als möglicher biologischer Marker bei der depressiven Episode anzusehen sei.

Referenz:
Styczeń K et al.: The serum zinc concentration as a potential biological marker in patients with major depressive disorder. Metab Brain Dis. 2016 Aug 8.


Tryptophan bei depressiver Episode

Depressionen, Tryptophan
Wissenschaftler von verschiedenen Ländern untersuchten die Plasmakonzentration von Tryptophan sowie das Verhältnis Tryptophan zu neutralen Aminosäuren in Bezug auf die Pathopysiologie der Major Depression. Die Forscher wollten herausfinden, inwieweit die Spiegel der Aminosäuren mit dem Behandlungserfolg bei Major Depression assoziiert waren und ob diese Effekte durch Cortisol oder Immunbiomarker beeinflusst wurden. Sie konnten nachweisen, dass erhöhte Konzentrationen der neutralen Aminosäuren mit einem Nichtansprechen der Behandlung bei Major Depression assoziiert waren. Bei den Patienten, die auf die Therapie ansprachen, zeigte sich eine Verminderung der Konzentrationen der neutralen Aminosäuren, und das Verhältnis von Tryptophan zu den neutralen Aminosäuren stieg an. Insgesamt spielen also erhöhte Konzentrationen der neutralen Aminosäuren eine zentrale Rolle für das Nichtansprechen einer antidepressiven Therapie.

Referenz:
Ormstad H et al.: Increased plasma levels of competing amino acids, rather than lowered plasma tryptophan levels, are associated with a non-response to treatment in major depression. Eur Neuropsychopharmacol. 2016 Aug;26(8):1286-96.


Vitamin D und Depressionen

Vitamin D, Depressionen
Iranische Wissenschaftler führten bei 40 Patienten mit Major Depression eine randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudie durch. Es wurde der Einfluss einer Vitamin-D-Supplementierung auf die psychische Befindlichkeit sowie auf verschiedene Stoffwechselmarker untersucht.

Bei Patienten mit Depression führte eine achtwöchige Vitamin-D-Therapie zu einer Besserung der Stimmungslage, außerdem wurden auch positive Effekte auf Indikatoren der Glukosehomöostase und des oxidativen Stresses nachgewiesen. Die Glutathionspiegel und die gesamte antioxidative Kapazität des Plasmas unterschieden sich signifikant von der Placebogruppe.

Referenz:
Zahra Sepehrmanesh, Fariba Kolahdooz et al.: Vitamin D Supplementation Affects the Beck Depression Inventory, Insulin Resistance, and Biomarkers of Oxidative Stress in Patients with Major Depressive Disorder: A Randomized, Controlled Clinical Trial; JN The Journal of Nutrition, First published November 25, 2015, doi: 10.3945/jn.115.218883


Depressionen nehmen zu und sind sehr teuer

Depressionen
Im April 2016 hat die WHO eine Studie publiziert, die sich mit der Häufigkeit und den wirtschaftlichen Konsequenzen von psychischen Erkrankungen beschäftigte. Laut WHO leidet heute nahezu jeder zehnte Mensch an Depressionen oder starken Angstzuständen. Zwischen 1990 und 2013 hätte sich die Zahl der Menschen, die an Depressionen und/oder Angstzuständen erkrankt seien, um fast 50 Prozent auf 615 Mio. Betroffene erhöht.

Die WHO schätzt, dass in Krisenzeiten etwa 20 Prozent der Menschen von Depressionen und Angstzuständen betroffen sind. Demgegenüber seien die Investitionen in die psychische Gesundheitsvorsorge sehr gering. Depressionen und Angststörungen würden die Weltwirtschaft jedes Jahr bis zu einer Billion US-Dollar kosten. Die WHO-Studie wurde anlässlich einer Reihe von Veranstaltungen veröffentlicht, die sich im Rahmen der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds mit dem Thema psychische Gesundheit beschäftigten.

Depressionen und Angststörungen sind psychiatrische Erkrankungen. Diesbezüglich zeigt sich zunehmend, dass bei affektiven Störungen neben psychologischen Faktoren auch biologische Faktoren eine große Rolle spielen. Es ist schon viele Jahre bekannt, dass bei Depressionen Störungen der Neurochemie, insbesondere der Transmitterchemie, vorliegen. Dazu kommen Hormonstörungen, veränderte Biorhythmen, Störungen der Neurogenese, eine erhöhte Entzündungsaktivität und eine mitochondriale Dysfunktion, d.h. ein vermehrtes Auftreten von oxidativem Stress. Aus diesem Grund spielen Mikronährstoffe in der Prävention und Therapie depressiver Störungen eine bedeutende Rolle, weil durch eine gezielte Supplementierung mit Mikronährstoffen viele günstige Effekte erzielt werden können, z.B. Verbesserung des Energiestoffwechsels der Nervenzellen, Verminderung der Entzündungsaktivität, Verbesserung der Transmitterchemie, Verminderung oder Abbau von oxidativem Stress, Verbesserung der Neurogenese und vieles mehr.

Umfangreiche und interessante Informationen zum Thema Mikronährstoffe und Depressionen haben wir in unserem DCMS-News vom Januar 2016 zusammengefasst, das Sie als PDF herunterladen können.

Seit vielen Jahren hat sich unser DCMS-Neuro-Check bei psychiatrischen und auch bei neurologischen Erkrankungen bewährt und liefert wertvolle Informationen über den Mikronährstoffstatus, was dann eine individuelle Nahrungsergänzung ermöglicht.

Referenz:
Veronika Völlinger: Depressionen kosten jährlich eine Billion Dollar. WHO-Bericht, Zeitonline am 13. April 2016


Eisenversorgung beeinflusst Wirksamkeit von Psychopharmaka

Psychopharmaka, Eisenmangel
Es ist bekannt, dass ein Eisenmangel mit oder ohne Anämie zu neuropsychologischen Störungen und zu Verhaltensauffälligkeiten führen kann. Wissenschaftler aus den USA untersuchten bei fünf- bis siebzehnjährigen Jungen und männlichen Jugendlichen, die mit Risperidon  behandelt wurden, inwieweit ein Eisenmangel sich auf den Behandlungserfolg auswirkte. Die Ferritinkonzentration war invers mit dem Schweregrad von unsozialem Verhalten und positiv mit prosozialem Verhalten assoziiert. Höhere Eisenspeicher reduzierten auch das Risiko für eine Gewichtszunahme durch Risperidon. Niedrige Eisenspeicher waren mit einem schlechteren Behandlungserfolg verbunden.

Referenz:
Calarge CA , Murry DJ et al.: Serum Ferritin, Weight Gain, Disruptive Behavior, and Extrapyramidal Symptoms in Risperidone-Treated Youth; J Child Adolesc Psychopharmacol. 2016 Feb 19


Oxidativer Stress bei Depressionen

Chinesische Wissenschaftler untersuchten in einer Metaanalyse bei Patienten mit Depressionen oxidative Stressmarker im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen. In die Metaanalyse wurden 150 Artikel einbezogen. Bei Patienten mit akuter depressiver Episode wurde eine abnormale antioxidative Kapazität festgestellt. Verschiedene Antioxidantien waren signifikant niedriger als bei den Kontrollpersonen. Insbesondere Zink, HDL-Cholesterin, Albumin, Harnsäure und Serum-Paraoxonase. Parameter des oxidativen Stresses wie Malondialdehyd in den Erythrozyten und im Serum sowie die 8-F2-Isoprostane waren bei den depressiven Patienten höher als bei den Kontrollpersonen. Nach antidepressiver medikamentöser Therapie zeigte sich eine Verminderung der Malondialdehydspiegel. Durch die antidepressive Therapie kam es auch zu einem Anstieg der Serumkonzentrationen von Harnsäure, Albumin und Vitamin C. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass oxidativer Stress bei Depressionen eine Rolle spielt. Sie empfehlen die Durchführung weiterer Untersuchungen zur Klärung des möglichen Nutzens einer Supplementierung mit Antioxidantien.

Referenz:
Liu T, Zhong S et al.:  A Meta-Analysis of Oxidative Stress Markers in Depression; PLoS One. 2015 Oct 7;10(10):e0138904.


Warum bei Depressionen auf die Ernährung geachtet werden sollte

Ernährung kann psychische Befindlichkeit beeinflussen

In Welt online erschien am 14.01.2016 ein Artikel, der sich mit dem Zusammenhang zwischen Nährstoffen und der Psyche beschäftigte. Ein neues Fachgebiet “Nutritional Psychology” erfreut sich zunehmender Aufmerksamkeit. Dabei geht es um die Beeinflussung der psychischen Befindlichkeit durch die Ernährung. Bis heute werden Medikamente als anerkannte Behandlungsweise für Menschen mit schweren psychischen Krankheiten betrachtet. Dabei haben immer mehr neue Studien gezeigt, dass das Risiko für Depressionen in erheblichem Umfang vom Ernährungsstil beeinflusst werden kann. Es wurde z.B. nachgewiesen, dass eine modifizierte mediterrane Ernährung das Risiko senkte, später an Depressionen zu erkranken. Auch Nahrungszusätze könnten Linderung bringen. So wurde ein Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und dem Schizophrenie-Risiko nachgewiesen. Gute Erfahrungen liegen mit Nährstoffkombinationen vor, die genauer auf den körperlichen Bedarf zugeschnitten sind.

Referenz:
welt.de, 14.01.2016: Wie die Ernährung Depressionen beeinflusst


Ernährungsstatus bei Depressionen

Depressionen
Die Depression ist eine weit verbreitete Erkrankung, bei der Ernährungsfaktoren eine Rolle spielen können. Türkische Wissenschaftler untersuchten die Nährstoffaufnahme bei depressiven Patienten und bei einer Kontrollgruppe. Sie stellten fest, dass depressive Patienten verschiedene Mikronährstoffe, wie Vitamin B1, B2, B6, Folsäure, Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Phosphor, Eisen und Zink, in deutlich geringeren Mengen aufnahmen als die Kontrollpersonen.

Ebenso hatten in dieser Studie die depressiven Patienten eine signifikant niedrigere Aufnahme von Vitamin C und A und erfüllten nicht die Zufuhrempfehlungen der nationalen Richtlinien der Türkei. Die Autoren der Studie beschreiben in ihrem Fachartikel auch die Funktionen der einzelnen Mikronährstoffe für den Stoffwechsel des Nervensystems, z.B. die Bedeutung der B-Vitamine für den Neurotransmittermetabolismus und die Bedeutung der Elektrolyte für die Funktionsfähigkeit des vegetativen Nervensystems. Neben den Mikronährstoffdefiziten fanden die türkischen Forscher bei den depressiven Patienten auch Anzeichen für eine Vermehrung des Viszeralfettes.

Referenz:
Gülşah Kaner, Meltem Soylu et al.: Evaluation of Nutritional Status of Patients with Depression; BioMed Research International Volume 2015 (2015), Article ID 521481, 9 pages


Ernährungsgewohnheiten und Depressionen

Depressionen
Koreanische Forscher untersuchten bei Mädchen und jungen Frauen  im Alter von 12 bis 18 Jahren den Einfluss von Ernährungsgewohnheiten auf Symptome einer Depression. Sie konnten einen Zusammenhang zwischen Depressionen und dem Verzehr von Fertignahrungsmitteln und verarbeiteten Nahrungsmitteln nachweisen. Eine niedrige Zufuhr von grünem Gemüse und Obst erhöhte das Risiko für Depressionen. Die Zufuhr von Ballaststoffen, Betacarotin, Vitamin B6, Vitamin E, Vitamin C, Kalium, Zink, Folsäure, Eisen und Kupfer war negativ mit dem Risiko für Depressionen assoziiert.  Insbesondere in dieser Altersspanne sollte auf die Nahrungsmittelauswahl geachtet werden.

Referenz:
Tae-Hee Kim, MD, PhD, Ji-young Choi, MS et al.:  Associations between Dietary Pattern and Depression in Korean Adolescent Girls; Journal of Pediatric and Adolescent Gynecology, Available online 20 April 2015


Schlafqualität bei Eisenmangelanämie

Schlaf
Mittels eines Fragebogens wurden bei 104 Patienten mit Eisenmangelanämie und bei 80 gesunden Kontrollpersonen die Schlafqualität sowie Ängstlichkeit und Depressivität analysiert. Bei den Anämiepatienten wurden sowohl höhere Depressions- wie auch Ängstlichkeits-Scores festgestellt. Außerdem war die totale Schlafqualität bei den Patienten mit Anämie signifikant schlechter als bei den Kontrollpersonen. Die Beeinträchtigung der Schlafqualität zeigte keine Assoziation zu Ängstlichkeit und zu Depressionen.

Referenzen:
Semiz Murat, Uslu Ali et al.: Assessment of subjective sleep quality in iron deficiency anaemia; Afr Health Sci. 2015 Jun; 15(2): 621–627.


Magnesium und Depressionen

Magnesium, Depressionen
Wissenschafter der Mayo-Klinik beschäftigten sich in einem systematischen Übersichtsartikel und in einer Metaanalyse mit dem möglichen Zusammenhang zwischen Depressionen und niedrigen Magnesiumkonzentrationen. In die Analyse wurden sechs Beobachtungsstudien mit 19.137 Patienten einbezogen. Die Untersuchung zeigte einen möglichen Zusammenhang zwischen einer Hypomagnesiämie und Depressionen.

Referenz:
Cheungpasitporn W. et al.: Hypomagnesaemia linked to depression: a systematic review and meta-analysis. Intern Med J. 2015 Apr;45(4):436-40.doi:


Vitamin-D-Supplementierung bei Jugendlichen mit bipolarer Störung

Vitamin D
US-Wissenschaftler untersuchten, inwieweit eine Vitamin-D3-Supplementierung über einen Zeitraum von acht Wochen manische Symptome bei jungen Patienten mit bipolarer Störung beeinflusste. Durch die Supplementierung kam es zu einer signifikanten Verminderung der manischen Symptomatik und zu einem signifikanten Anstieg der GABA-Konzentration im vorderen cingulären Cortex, einer wichtigen Hirnregion im limbischen System.

Referenz:
Sikoglu Elif M. et al.: Vitamin D3 supplemental treatment for mania in youth with bipolar spectrum disorders. Journal of child and adolescent psychopharmacology. June 2015, 25(5): 415-424. doi:


Magnesium und Depressionen bei Erwachsenen

US-Wissenschaftler untersuchten anhand der Daten von NHANES den Zusammenhang zwischen der Magnesiumaufnahme und Depressionen bei 8894 erwachsenen US-Amerikanern. Eine sehr niedrige Magnesiumaufnahme war signifikant mit Depressionen assoziiert. Eine niedrige Magnesiumzufuhr war mit Depressionen bei Menschen unter 65 Jahren verbunden.

Referenz:
Tarleton EK et al.: Magnesium intake and depression in adults. J Am Board Fam Med. 2015 Mar-Apr;28(2):249-56.doi:


Niedriger Vitamin-D-Status begünstigt depressive Symptome

Vitamin D
Niederländische Forscher untersuchten den Vitamin-D-Status bei 2839 älteren Personen. Die depressive Symptomatik wurde mittels eines geriatrischen Depressionsfragebogens ermittelt. Niedrige Konzentrationen von 25-OH-D waren mit mehr depressiven Symptomen assoziiert. Zur Klärung der Kausalität dieses Zusammenhanges empfehlen die niederländischen Wissenschaftler prospektive Studien.

Referenz:
Brouwer-Brolsma EM, Dhonukshe-Rutten RA et al.: Low vitamin D status is associated with more depressive symptoms in Dutch older adults. Eur J Nutr. 2015 Jul 4.


Vitamin D und depressive Symptome bei gesunden jungen Frauen

Depressionen, Vitamin D
Wissenschaftler der Oregon-State-University untersuchten bei 185 jungen Studentinnen die Vitamin-D3-Konzentrationen im Herbst, Winter und Frühjahr. Die Studienteilnehmerinnen lebten im Nordwesten der USA, an der Pazifikküste. Die Vitamin-D-Bestimmung wurde nach einem Zeitraum von etwa vier Wochen wiederholt. Außerdem wurde bei den Studienteilnehmerinnen die depressive Symptomatik mittels eines Fragebogens ermittelt. Es zeigte sich, dass höhere Vitamin-D-Spiegel im Herbst mit einer geringeren depressiven Symptomatik verbunden waren. Insgesamt zeigte die Untersuchung eine Assoziation zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und depressiven Symptomen.

Referenz:
David C.R. Kerr et al.: Associations between vitamin D levels and depressive symptoms in healthy young adult women. www.sciencedirect.com, Psychiatry Research, Volume 227, Issue 1, 30 May 2015, Pages 46–51


Schwermetalle und Depressionen

Schwermetalle - Depressionen
Anhand der Daten von NHANES 2011 – 2012 wurde untersucht, ob toxische Substanzen im Urin mit Depressionen bei Erwachsenen zusammenhängen. Dabei zeigte sich, dass die Schwermetallkonzentration im Urin, Phthalate und polyaromatische Hydrocarbone mit Depressionen bei Erwachsenen assoziiert waren, unabhängig von anderen gesundheitlichen Ereignissen.

Referenz:
Shiue I: Urinary heavy metals, phthalates and polyaromatic hydrocarbons independent of health events are associated with adult depression: USA NHANES, 2011-2012; Environ Sci Pollut Res Int. 2015 Jul 1.


Vitamin C und Angststörungen bei Studenten

Angst - Vitamin C

Brasilianische Forscher untersuchten, inwieweit eine Vitamin-C-Supplementierung Ängstlichkeit bei Studenten verminderte. Die Studenten erhielten entweder 500 mg Vitamin C oder ein Placebopräparat. Angstsymptome wurden mittels eines standardisierten Fragebogens ermittelt. Das Ergebnis der Untersuchung zeigte, dass Vitamin C die Angstsymptomatik vermindern konnte. Auch die mittlere „Heart-Rate“ (Herzfrequenz) unterschied sich signifikant zwischen der Vitamin-C- und Placebogruppe.

Referenz:
Ivaldo Jesus Lima de Oliveira et al.: Effects of Oral Vitamin C Supplementation on Anxiety in Students: A Double-Blind, Randomized, Placebo-Controlled Trial. Pakistan Journal of Biological Sciences 18 (1): 11-18,2015


Homocystein und kognitive Funktionen bei bipolarer Depression

Bipolare Störung - Depression
Polnische Wissenschaftler untersuchten in einer Studie den Zusammenhang zwischen den Konzentrationen von Homocystein, Vitamin B12 und Folsäure und Störungen der Hirnleistungsfähigkeit während einer akuten Episode der bipolaren Depression. Zusätzlich wurden verschiedene gängige psychologische Testverfahren durchgeführt. Bei 35 Prozent der Patienten wurde eine Hyperhomocysteinämie nachgewiesen. Die Patienten mit Hyperhomocysteinämie zeigten bei einigen Subtests schlechtere Ergebnisse, z.B. das Wortverständnis betreffend. Insgesamt stellten die Forscher fest, dass insbesondere bei Männern mit bipolarer Depression häufig eine Hyperhomocysteinämie vorlag. Außerdem bestand ein klarer Zusammenhang zwischen hohen Homocysteinkonzentrationen und schlechteren Ergebnissen in neuropsychologischen Tests.

Referenz:
Agnieszka Permoda-Osip er al.: Homocysteine and cognitive functions in bipolar depression. Psychiatr. Pol. 2014; 48(6):1117-1126


Tryptophan und psychische Befindlichkeit

Tryptophan - Glück
Wissenschaftler aus Großbritannien und der Schweiz untersuchten, welchen Effekt ein Tryptophan-reiches Supplement auf verschiedene neuropsychologische Parameter hatte, z.B. auf die Stimmungslage, auf die Schlafqualität und die emotionale Reaktion. Sie konnten nachweisen, dass es durch die Einnahme des Supplements zu einer insgesamt positiveren Grundstimmung kam. Die Empfänglichkeit für negative Emotionen wurde vermindert. Bei Einnahme des Supplements vor dem zu Bett gehen berichteten die Studienteilnehmer über Gefühle des Glücklichseins. Die tägliche Einnahme eines Tryptophan-haltigen Supplements scheint also günstige Effekte auf emotionale und kognitive Funktionen zu haben.

Referenz:
M.H. Mohajeri et al.: Behaviour, appetite and obesity. Chronic treatment with a tryptophan-rich protein hydrolysate improves emotional processing, mental energy levels and reaction time in middle-aged women. British Journal of Nutrition/ Volume 113/ Issue 02/ January 2015, pp350-365


Zinkkonzentration bei Bewohnern von Pflegeheimen

Senioren - Gedächtnis
Bei hundert Personen im Alter zwischen 60 und 102 Jahren wurde der Zinkstatus erhoben, außerdem wurden verschiedene neuropsychologische Tests und Fitness-Tests durchgeführt. 28 Prozent der Heimbewohner hatten einen Zinkmangel. Bei 45 Prozent der untersuchten Personen bestand eine Störung der kognitiven Fähigkeiten. 48 Prozent zeigten eine depressive Symptomatik. Die Serumzinkkonzentration korrelierte mit der mentalen Leistungsfähigkeit und war bei älteren Menschen mit einer normalen kognitiven Funktion und ohne Depressionen signifikant höher. Bei Patienten mit Gedächtnisstörungen und depressiver Symptomatik waren die Zinkkonzentrationen häufig vermindert.

Referenz:
Renata Markiewicz-Zusowska et al.: Serum zinc concentrations correlate with mental and physical status of nursing home residents. PLoS ONE 10(1):e0117257. doi:10.1371/journal.pone.0117257; January 30, 2015


Vitamin-D-Mangel und depressive Symptome nach der Geburt

Wochenbettdepressionen
Depressionen in der Zeit nach der Geburt sind ein ernsthaftes Problem, das acht bis 27 Prozent der Frauen betrifft. Die bisherigen Forschungsergebnisse wiesen daraufhin, dass Frauen mit einem Vitamin-D-Mangel ein vermehrtes Depressionsrisiko haben. Wissenschaftler aus den USA untersuchten bei schwangeren Frauen in einer Geburtsklinik die Vitamin-D-Konzentrationen. Die depressive Symptomatik wurde in der frühen Schwangerschaft, in der späten Schwangerschaft und nach der Geburt ermittelt. Frauen mit einem Vitamin-D-Mangel hatten im Vergleich zu den Frauen ohne Vitamin-D-Mangel signifikant stärkere Symptome. Der Vitamin-D-Mangel könnte mit einer neurologischen Pathologie, z.B. Entzündung, assoziiert sein, die sich als Depression ausdrückt.

Referenz:
Amy Lamb et al.: Vitamin D deficiency and depressive symptoms in the perinatal period: a prospective study. American Journal of Obstetrics & Gynecology, January 2015


Vitamin D3 bei Kindern und Jugendlichen mit Major-Depression

Vitamin D - Major Depression
Ägyptische Wissenschaftler untersuchten bei 82 Kindern und Jugendlichen mit Depressionen die Konzentration von 25-OH-D und verglichen diese mit den Vitamin-D-Konzentrationen einer Kontrollgruppe gesunder Personen. Es zeigte sich, dass bei depressiven Kindern und Jugendlichen ein Vitamin-D-Mangel häufiger nachzuweisen ist, als bei gesunden Kindern. Je schwerer die Depressionen waren, umso niedriger waren die Vitamin-D-Spiegel.

Referenz:
Saber Abdel Azim Mohamed et al: A study on 25-OH cholecalciferol levels in children and adolescents with major depressive disorder. Egyptian Journal of Psychiatry 2014, 35(1):65-70


Vitamin-D-Mangel bei Winterdepression

Winterdepression
Forscher der University of Georgia publizierten einen Fachartikel, in dem sie die mögliche Bedeutung des Vitamin D für die Entwicklung einer Winterdepression diskutierten. Obwohl die genauen Gründe der Winterdepression unklar seien, hätten zahlreiche Studien gezeigt, dass dieses Krankheitsbild durch einen Mangel an Sonnenlicht hervorgerufen wird. Die Winterdepression kommt häufiger bei Menschen vor, die in hohen Breitengraden leben oder in Gegenden mit starker Bewölkung.

Die Wissenschaftler aus den USA präsentieren das Erklärungsmodell, dass der Winterdepression letztlich ein Vitamin-D-Mangel zugrunde liegt. Der Vitamin-D-Spiegel schwankt in Abhängigkeit vom verfügbaren Sonnenlicht. Vitamin D spielt eine Rolle für die Synthese von Dopamin und Serotonin, die wiederum für die Entstehung von Depressionen eine Rolle spielen. Es sei logisch, dass es einen Zusammenhang zwischen niedrigem Vitamin D und depressiven Symptomen gäbe. Mehrere Studien hätten gezeigt, dass depressive Patienten üblicherweise niedrige Vitamin-D-Spiegel aufwiesen. Die Aufrechterhaltung ausreichender Vitamin-D-Spiegel ist von zentraler Bedeutung für eine gute mentale Gesundheit.

Referenz:
Honor Whiteman: Researchers link vitamin D deficiency to seasonal affective disorder. Medical News Today, 7 December 2014


Mineralstoffe, Spurenelemente und Depressionen

Traurig - Depressionen
Japanische Wissenschaftler untersuchten bei japanischen Angestellten inwieweit die Aufnahme von Mineralstoffen und Spurenelementen mit depressiven Symptomen zusammenhängt. Studienteilnehmer waren 1792 Männer und 214 Frauen im Alter von 19 bis 69 Jahren. Die Prävalenz von depressiven Symptomen betrug 27,8 Prozent. Die Aufnahme von Magnesium, Calcium, Eisen und Zink war invers mit der Prävalenz für depressive Symptome assoziiert. Eine höhere Aufnahme von Magnesium, Calcium, Eisen und Zink verminderte also das Auftreten von depressiven Symptomen bei japanischen Angestellten.

Referenz:
Takako Miki, MPH et al.: Dietary intake of minerals in relation to depressive symptoms in Japanese employees: the Furukawa Nutrition and Health Study. Nutrition.com; published online December 02.2014


Mikronährstoffkonzentrationen und Depressionen

Mikronährstoffe
Inwieweit besteht ein Zusammenhang zwischen den Mikronährstoffspiegeln im Blut und Depressionen? Dieser Frage wurde in einem Übersichtsartikel nachgegangen:

Fünf prospektive Studien haben gezeigt, dass niedrige Konzentrationen einiger Mikronährstoffe wie Vitamin D, Eisen, Folsäure und Omega-3-Fettsäuren die Entwicklung von Depressionen begünstigen. In den insgesamt 60 ausgewerteten Studien wurde ein deutlicher Zusammenhang zwischen Vitamin D sowie Eisen und Depressionen sichtbar. Auch die Blutkonzentrationen vom Omega-3-Fettsäuren und Zink zeigten eine Assoziation mit Depressionen, allerdings nicht in der gleichen Stärke wie Vitamin D und Eisen.

Referenz:
Kate Teasdale et al.: Is there an Association between Blood Nutrient Levels and Depression? A Systematic Review; La Trobe University, Australia; DOI: http://dx.doi.org/10.12970/2310-8231.2014.02.01.6
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Warum Zink bei Depressionen wichtig ist

Zink und Depressionen
Wissenschaftler aus Australien untersuchten, ob es einen möglichen Zusammenhang zwischen der Zinkaufnahme und Depressionen gibt. Dazu wurden zwei Kohortenstudien durchgeführt. In beiden Kohortenstudien konnte ein inverser Zusammenhang zwischen der Zinkaufnahme und dem Depressionsrisiko aufgezeigt werden. Bei Personen mit der höchsten Zinkeinnahme bestand ein 30 bis 50 Prozent niedrigeres Risiko eine Depression zu entwickeln.

Referenz:
Vashum KP et al.: Dietary zinc is associated with a lower incidence of depression: Findings from two Australians cohorts; J Affect Disord. 2014 Sep; 166: 249-57


Oxidativer Stress bei Angsterkrankungen

Oxidativer Stress ist eine Ursache verschiedener neurodegenerativer Erkrankungen. Inzwischen wurde auch nachgewiesen, dass oxidativer Stress bei Depressionen und Angsterkrankungen eine Rolle spielt. Es konnte nachgewiesen werden, dass die Expression zweier Enzyme, nämlich der Glutathion-Reduktase 1 und der Glyoxalase 1 mit bestimmten Angsterkrankungs-Phänotypen korrelieren. Die beiden genannten Enzyme sind am antioxidativen Schutz des Organismus beteiligt. Damit gibt es sozusagen ein biochemisches Korrelat zwischen oxidativem Stress und Angststörungen.

Referenz:
Hassan Waseem et. al.: Association of oxidative stress to the genesis of anxiety: Implications for possible therapeutic interventions. Current Neuropharmacology, Volume 12, Number 2, March 2014, pp. 12k0-139(20)


Eisenmangel ohne Anämie bei jungen Frauen

Eisenmangel ohne Anämie
Der häufigste Nährstoffmangel weltweit ist wahrscheinlich ein Eisenmangel ohne Anämie. In einer japanischen Studie wurde untersucht, wie sich ein Eisenmangel mit und ohne Anämie auf die Befindlichkeit von jungen Frauen auswirkt. An der Studie nahmen 76 Frauen im Alter zwischen 18 und 22 Jahren teil. Ein Eisenmangel ohne Anämie wurde wie folgt definiert: Hämoglobinwert größer oder gleich 12 g/ dl und Ferritinwert im Serum kleiner als 20 ng/ ml. Die psychische Befindlichkeit war bei den Frauen mit einem Eisenmangel und bei Frauen mit einem Eisenmangel ohne Anämie deutlich schlechter als bei den gesunden Kontrollpersonen. Junge Frauen mit Eisenmangel ohne Anämie zeigten in psychologischen Tests einen signifikant höheren Anteil von neurotischen Tendenzen. Das Ergebnis der Studie zeigt auf, dass ein Eisenmangel ohne Anämie bei jungen Frauen ein Risikofaktor für Erschöpfung, Missstimmung und Anspannung ist.

Referenz:
Sawada T et al.: Iron deficiency without anemia is associated with anger and fatigue in young japanese women; Biol Trace Elem Res. 2014 Apr 23


Magnesium- und Zinkspiegel und depressive Symptome

Depressionen
Polnische Wissenschaftler untersuchten bei 171 postmenopausalen Frauen die Konzentrationen von Magnesium und Zink und bestimmten die depressiven Symptome mit dem Beck Depression Inventory (BDI). Bei 36,8 Prozent der Frauen wurden depressive Symptome unterschiedlichen Schweregrades festgestellt. Die Frauen mit höheren Magnesium- und Zinkspiegeln zeigten weniger depressive Symptome. Dies dürfte insbesondere für die Planung von Präventionsprogrammen eine wichtige Bedeutung haben.

Referenz:
M. Stanislawska et al.: The severity of depressive symptoms vs. serum Mg and Zn levels in postmenopausal women. Biol Trace Elem Res (2014) 157:30-35


Ernährungsgewohnheiten bei depressiven Patienten

Ernährungsgewohnheiten bei depressiven Patienten
Bei Patienten mit Depressionen sind die Ernährungsgewohnheiten häufig irrational und können zu einer unzureichenden Versorgung mit Mikronährstoffen führen, speziell mit Vitaminen und Mineralstoffen. Polnische Wissenschaftler untersuchten bei einer Gruppe von 69 Patienten mit rezidivierenden depressiven Störungen die Ernährungsgewohnheiten.

Dabei zeigte sich, dass bei Männern und Frauen die Aufnahme folgender Vitamine und Mineralstoffe unzureichend war: Vitamin D, Vitamin E, Folsäure, Kalium, Calcium, Magnesium und Jod. Bei Frauen war die Eisen- und Vitamin-C-Aufnahme zusätzlich vermindert. Die Spiegel der Vitamine B6 und B12 waren bei den Männern zu hoch, bei Frauen die Kupferkonzentration. Bei Patienten mit Depressionen sollte also individuell abgeklärt werden, inwieweit ein Bedarf für die Supplementierung mit Mikronährstoffen besteht. Jedenfalls zeigte das Ergebnis der Studie, dass die Versorgung mit den meisten Mikronährstoffen nicht mit den Zufuhrempfehlungen übereinstimmte.

Referenz:
Ewa Stefa ska et al.: Does the usual dietary inake of patients with depression require vitamin-mineral supplementation? Psychiatr. Pol. 2014; 48(1): 75-88 ISSN 0033-2674; www.psychiatriapolska.pl


Spurenelemente bei Depressionen und Angststörungen

Angst
Spurenelemente und Mineralstoffe beeinflussen verschiedene Neurotransmittersysteme. Bei psychiatrischen Erkrankungen wurden Störungen verschiedener Neurotransmittersysteme nachgewiesen. Für die Funktionsfähigkeit des GABAergen Systems spielen insbesondere Zink und Magnesium eine Rolle. Das glutamaterge System benötigt Zink, Magnesium und Eisen. Das monoaminerge System lässt sich durch Zink, Magnesium, Calcium, Chrom und Lithium beeinflussen. Die HPA-Achse, die für die Stressregulation eine zentrale Rolle spielt, ist durch Zink und Magnesium modulierbar.

Referenz:
Katarzyna Mlyniec et al.: Essential elements in depression and anxiety. Part I. Pharmacological Reports (2014), http://dx.doi.org/10.1016/j.pharep.2014.03.001


Vitamin B6 und kognitiver Abbau

Vitamin B6 und kognitiver Abbau
US-Wissenschaftler untersuchten in einer Studie, ob niedrige Konzentrationen von Vitamin B6 ein Risikofaktor für kognitiven Abbau darstellt. An der Studie nahmen 1148 Probanden teil. Dreißig Prozent der Studienteilnehmer hatten einen niedrigen Vitamin-B6-Status. Eine niedrige Vitamin-B6-Konzentration war mit Diabetes, Rauchen, höherem BMI sowie höheren Konzentrationen von Homocystein verbunden. Mit großer Wahrscheinlichkeit führte ein niedriger Vitamin-B6-Status innerhalb von 2 Jahren zu einer Abnahme von exekutiven kognitiven Funktionen. Außerdem war ein niedriger Vitamin-B6-Status invers mit dem Schweregrad depressiver Symptome und Stresssymptomen assoziiert.

Referenz:
Tammy Maria Scott et al.: Low plasma vitamin B6 predicts cognitive decline and depression in at-risk individuals. The FASEB Journal. 2013;27:346.6


Zinktherapie bei übergewichtigen Menschen mit Depressionen

Zink und Depressionen
Verschiedene Studien haben bereits einen positiven Effekt von Zink als adjuvante Therapie zur Verminderung depressiver Symptome gezeigt. Diese Studie hatte das Ziel, den Effekt einer Zinktherapie auf depressive Symptome und auf BDNF-Spiegel bei übergewichtigen und adipösen Menschen festzustellen.

50 übergewichtige oder adipöse Versuchsteilnehmer erhielten über einen Zeitraum von 12 Wochen entweder 30 mg Zink oder ein Placebopräparat. Der Schweregrad der Depression wurde mit dem Beck depression inventory II ermittelt, außerdem wurden im Blutserum BDNF und Zink bestimmt. Nach 12 Wochen wurde ein signifikanter Anstieg der Zinkkonzentration und der BDNF-Spiegel in der Zinkgruppe nachgewiesen. Die depressive Symptomatik nahm zwar in beiden Versuchsgruppen ab, es konnte aber in der Zinkgruppe im Vergleich zur Placebogruppe eine signifikante Besserung beobachtet werden. Es zeigte sich ein umgekehrter Zusammenhang zwischen den BDNF-Spiegeln und dem Schweregrad der depressiven Symptomatik.

Anmerkung:
BDNF ist die Abkürzung für brain-derived neurotrophic factor, einem wichtigen Nervenwachstumsfaktor. BNDF ist üblicherweise bei depressiven Erkrankungen vermindert, was zu einem vermehrten Absterben von Nervenzellen führen kann.

 

Referenz:
Zahra Solati et al.: Zinc monotherapy increases serum brain-derived neurotrophic factor (BDNF) levels and decreases depressive symptoms in overweight or obese subjects: A double-blind, randomized, placebo-controlled trial. Nutritional Neuroscience; http://www.maneyonline.com/doi/abs/10.1179/1476830513Y.0000000105


Hirnleistung, Psyche und Mikronährstofftherapie

Lange Zeit glaubte man, dass die Ernährung weder auf die Hirnleistung noch auf die psychische Befindlichkeit einen wesentlichen Einfluss nimmt. Mittlerweile wissen es die Forscher besser. In zahlreichen Studien haben sie herausgefunden, dass sich Ernährungsfehler sehr schnell auf die Hirnleistungsfähigkeit auswirken. So kann nachgewiesenermaßen schon eine einzige opulente fettreiche Mahlzeit bei einem Diabetiker zu Störungen in der Hirnfunktion führen.

Über die gesunde Nahrung sollten die Mikronährstoffe aufgenommen werden, die zum Erhalt der Funktionsfähigkeit der Gedächtnisleistung beitragen. Aus ihnen müssen z.B. die Botenstoffe gebildet werden, die zum Lernen, für die Konzentration, für die Aufmerksamkeit etc. erforderlich sind, wie z.B. Serotonin oder Dopamin. Außerdem üben antioxidative Mikronährstoffe wie Vitamin E und C, Glutathion, Cystein, Coenzym Q10, Carnitin u.a. einen Schutzeffekt gegen degenerative Prozesse im Gehirn aus.

Auch ist zwischenzeitlich wissenschaftlich bewiesen, dass das, was wir Essen, unsere Psyche zu beeinflussen vermag. Um Botenstoffe wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin bilden zu können, ist bekanntlich die ausreichende Verfügbarkeit bestimmter Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente erforderlich. Die Botenstoffe sind wesentlich für Stimmung, Antrieb, Schlaf, Konzentration etc.

Jetzt beginnt eine europaweite Studie mit tausend Probanden, um die richtige Ernährungsform zur Vorbeugung von Depressionen zu finden. Neun europäische Länder beteiligen sich an der fünfjährigen Studie. Die Wissenschaftler wollen prüfen, ob industriell gefertigte Lebensmittel und Fastfood Übergewicht fördern, einen Nährstoffmangel begünstigen und die psychische Befindlichkeit beeinflussen.

„Einige Studien weisen darauf hin, dass es einen komplexen Zusammenhang zwischen Ernährung, Übergewicht und Depressionen gibt. Allerdings ist bisher nicht belegt, welche Rolle das Ernährungsverhalten dabei genau spielt.“, so Elisabeth Kohls, Projektkoordinatorin und Psychologin an der Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Leipzig. Die Leipziger Wissenschaftler möchten herausfinden, ob eine Umstellung der Ernährung und die Gabe von Mikronährstoffen einen Einfluss auf das Depressionsrisiko ausüben.

Das Diagnostische Centrum aus Marktheidenfeld ist eine Praxis für Mikronährstoffmedizin, die schon seit vielen Jahren den Mikronährstoffstatus im Blut analysiert.

Entsprechend lange beobachtet das DCMS-Laborteam die positive Wirkung von Mikronährstoffen auf die Psyche und auf die Gedächtnisleistung. Viele Patienten, die den DCMS-Neuro-Check durchgeführt hatten, konnten durch eine gezielte Mikronährstofftherapie eine Besserung ihrer Beschwerden feststellen. Der DCMS-Neuro-Check ist eine umfassende Mikronährstoffanalyse des Blutes, und bildet die Basis für eine gezielte und individuelle Mikronährstofftherapie.

Weitere Infos:

Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik
und Spektroskopie DCMS GmbH
Löwensteinstraße 9
D-97828 Marktheidenfeld
Tel. 0049/ +(0)9394/ 9703-0
www.diagnostisches-centrum.de

Referenz:
Spiegel.de, 07.03.2014: Wie Nährstoffe bei Depressionen helfen können


Vitamin B12 bei Major Depression

Patienten mit Depressionen und niedrigen Vitamin-B12-Konzentrationen erhielten entweder  Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder Serotonin-Wiederaufnahmehemmer plus Vitamin-B12-Injektionen. Nach drei Monaten Therapie zeigte sich, dass die Patienten, die Vitamin B12 supplementierten, signifikant weniger Symptome aufwiesen, als die Patienten die nur ein Antidepressivum erhalten hatten.

Referenz:
Syed EU et al.: Vitamin B12 supplementation in treating major depressive disorder: a randomized controlled trial. Open Neurol J. 2013 Nov 15;7:44-8.


N-Acetylcystein bei psychiatrischen Störungen

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Seit vielen Jahren stagniert die Entwicklung neuer Psychopharmaka, was auch daran liegen könnte, dass man zu lange auf eine Beeinflussung des Monoaminstoffwechsels gesetzt hat. Es besteht also derzeit ein Beinahe-Stillstand, was die Medikamentenentwicklung bei Schizophrenie, bipolaren Störungen, Depressionen und Autismus anbelangt.

Neben dem Monoaminstoffwechsel gibt es aber auch andere Ansatzpunkte für einen Einsatz von Medikamenten. Bei psychiatrischen Erkrankungen bestehen eine erhöhte Entzündungsaktivität und oxidativer Stress. Außerdem werden in vermindertem Umfang Nervenwachstumsfaktoren gebildet. Es ist ein vermehrter Zelltod nachweisbar. Die Energiebildung in den Mitochondrien ist vermindert.

Die Aminosäure N-Acetylcystein beeinflusst viele dieser Stoffwechselwege: Sie erhöht den Glutathionspiegel, hat antientzündliche Eigenschaften, erhöht die Spiegel der Nervenfaktoren und beeinflusst die Stoffwechselwege, die zum Zelltod führen. NAC kann wohl auch eine Dysfunktion der Mitochondrien verbessern. In einer ganzen Reihe von Studien zeigte NAC günstige Effekte bei psychiatrischen Erkrankungen. Es reduzierte die Kernsymptome von Schizophrenien und verminderte die Depressivität bei bipolaren Störungen. Außerdem erwies sich NAC wirksam bei verschiedenen Suchterkrankungen.

Referenz:
Science Daily: Amino acid offers potential therapeutic alternative in psychiatric disorders. 07.10.2013


Antioxidative Vitamine und Störungen der Hirnfunktion bei Alkoholikern


Spanische Wissenschaftler untersuchten bei alkoholkranken Patienten die Konzentrationen verschiedener Vitamine sowie die Konzentrationen proinflammatorischer Zytokine und Malondialdehyd. Bei Alkoholikern führte die Störung der Leberfunktion zu einer Veränderung der Serumkonzentration von Vitamin A, die auch mit Veränderung des Gehirns verbunden war. Auch die Vitamin-E-Spiegel waren vermindert. Die Verminderung der Vitamin-Konzentrationen war am größten bei Patienten mit Kleinhirnatrophie.

Referenz:
González-Reimers E et al.: Antioxidant vitamins and brain dysfunction in alcoholics. Alcohol Alcohol. 2013 Sep 25. Epub


Vitamin D bei Morbus Parkinson

Es mehren sich die Hinweise, dass Vitamin D auch für das zentrale Nervensystem von zentraler Bedeutung ist. Wissenschaftler der Oregon-University in Portland führten bei 286 Patienten mit Morbus Parkinson verschiedene neuropsychiatrische Tests durch und bestimmten die Konzentration von Vitamin D. Es zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Vitamin-D-Konzentration und der Sprechflüssigkeit und dem verbalen Gedächtnis. Die Vitamin-D-Konzentration korrelierte mit Depressionsneigung. Höhere Plasma-Vitamin-D-Spiegel sind also mit einer besseren kognitiven Leistungsfähigkeit und einer besseren Stimmung bei Patienten mit Morbus Parkinson verbunden.

Referenz:
Peterson AL et al.: Memory, mood, and vitamin D in persons with Parkinsons´s disease. Parkinsons Dis. 2013 30. Epub


Oxidativer Stress bei Depressionen

oxidativer Stress und Depressionen
Es gibt zunehmend Hinweise, dass der oxidative Stress in der Pathogenese von Depressionen eine wichtige Rolle spielt. Wissenschaftler aus Indien untersuchten verschiedene Parameter des oxidativen Stresses bei Patienten mit Major Depression und verglichen die Werte mit denen gesunder Kontrollpersonen.

Die Lipidperoxidation wurde durch die Messung von Malondialdehyd (MDA) und NO-Metaboliten im Plasma bestimmt. Die antioxidative Kapazität wurde anhand der Bestimmung von SOD, Vitamin E, Vitamin C und Harnsäure sowie der totalen antioxidativen Kapazität im Plasma ermittelt.

Die Konzentrationen von MDA und NO-Metaboliten waren bei den Patienten zunächst deutlich höher als bei den Kontrollpersonen. Die Vitamine C und E sowie Harnsäure und die antioxidative Kapazität waren signifikant niedriger als bei der Kontrollgruppe.

Nach einer 12-wöchigen Behandlung mit Antidepressiva und den Antioxidantien Vitamin C und E kam es zu einer Rückbildung der pathologischen Parameter. Die Major Depression ist also durch ein Ungleichgewicht von Oxidantien/ Antioxidantien gekennzeichnet. Eine Therapie mit Antioxidantien in Kombination mit Antidepressiva könnte also oxidative Schäden verhindern und bereits bestehende Schäden reparieren.

Referenz:
Santoshi R. Ghodake et al.: A study of oxidative stress and influence of antioxidant vitamins supplementation in patients with major depression. Current Neurobiology 2012; 3 (2): 107-111

 


Depressionen und Mikronährstoffe bei schwangeren Frauen

Schwanger - Mikronährstoffmängel
Ein Schlüsselfaktor für die Prävention und Behandlung einer perinatalen Depression bei schwangeren Frauen ist die Mikronährstoffzufuhr. Von der Mikronährstoffversorgung der Mutter hängt wiederum die kognitive Entwicklung des Kindes ab. Aus der Fachliteratur geht hervor, dass verschiedene Mikronährstoffe die Stimmungslage in erheblichem Umfang beeinflussen können: Folsäure, Vitamin B12, Calcium, Eisen, Selen, Zink und Omega-3-Fettsäuren. Bei der Auswertung einer Studie, die mit schwangeren Frauen durchgeführt wurde, zeigte sich, dass Frauen mit niedrigerer Depressivität eine höhere Aufnahme von Selen und Omega-3-Fettsäuren aufwiesen. Die Selenaufnahme vor der Geburt und die soziale Unterstützung nach der Geburt hatten einen protektiven Effekt gegen perinatale Depressionen.

Referenz:
Brenda Mun-Ying Leung: The role of micronutrients in maternal mood and child neurodevelopment, April 2013

 

 


Zink bei Depressionen

Zink ist ein essentieller Mikronährstoff mit verschiedenen biologischen Funktionen im Zellstoffwechsel, bei der Regulation des Endokrinums, des Immunsystems und des Nervensystems. In einer Metaanalyse untersuchten kanadische Forscher in wie weit die Zinkkonzentration mit depressiven Symptomen zusammenhängt. In die Metaanalyse wurden 17 Studien mit 1643 depressiven Personen und 804 Kontrollpersonen einbezogen. Die Depression ist mit niedrigeren Konzentrationen von Zink im peripheren Blut assoziiert. Ein höherer Schweregrad der Depression war auch mit einem größeren Zinkmangel verbunden. Zur Klärung der pathophysiologischen Zusammenhänge zwischen dem Zinkstatus und der Depression empfehlen die Autoren der Studie weitere Untersuchungen.

Referenz:
Swardfager W. et al.: Zinc in Depression: A Meta-Analysis. Biol Psychiatry 2013 Jun 24. pii: S0006-3223(13)00451-4.


Vitamine und Mineralien bei Stress

Vitamine und Mineralien bei Stress
Im Februar 2013 wurde von britischen Wissenschaftlern eine Metaanalyse über den Nutzen einer Vitamin- und Mineralstoffsupplementierung bei Stress und leichten psychiatrischen Symptomen publiziert. In die Metaanalyse wurden acht Studien einbezogen. Eine Mikronährstoffsupplementierung hatte einen günstigen Effekt bei anhaltendem Stress, täglichen Stimmungsschwankungen und leichten psychiatrischen Symptomen, wobei hier hohe Dosen von B-Vitaminen effektiver waren als niedrige Dosen.

Referenz:
Long SJ et al.: Effects of vitamin and mineral supplementation on stress, mild psychiatric symptoms, and mood in nonclinical samples: a meta-analysis. Psychosom Med. 2013 Feb; 75(2): 144-53

 


Bei Panikstörungen verminderte Spiegel an Antioxidantien

Antioxidantien
Bei psychischen Störungen besteht oftmals ein erhöhter oxidativer Stress, die Antioxidantien-Spiegel sind meist vermindert. Wissenschaftler aus Bangladesh konnten diese Tendenz jetzt aufgrund einer Studie bei Patienten mit Panikstörungen bestätigen. Sie führten die Studie mit 54 Patienten, die an Panikstörungen litten, sowie mit 52 gesunden Kontrollpersonen durch. Bei den Patienten mit Panikstörungen wurden im Vergleich zu den gesunden Kontrollpersonen niedrigere Vitamin-A- und Vitamin-E-Konzentrationen gemessen. Die Patienten mit Panikstörungen hatten höhere Konzentrationen von Malondialdehyd und verminderte Glutathionspiegel. Malondialdehyd ist ein Marker des oxidativen Stresses, und der Glutathionspiegel ist ein Marker der antioxidativen Kapazität.

Referenz:
Nahar Z et al.: Determination of serum antioxidant vitamins, Glutathione and MDA levels in panic disorder patients; Drug Res (Stuttg.) 2013 May 13

 

 


Der Einfluss von Mikronährstoffsupplementen auf die Psyche

In einer Metaanalyse untersuchten britische Wissenschaftler den Einfluss von Multivitamin-Mineralsupplementen auf die psychische Befindlichkeit der Allgemeinbevölkerung. In die Metaanalyse wurden acht Studien einbezogen. Eine Supplementierung von Mikronährstoffen hatte einen günstigen Effekt auf anhaltenden Stress, auf leichte psychiatrische Symptome und auf die tägliche Stimmungslage bei scheinbar gesunden Individuen. Supplemente, die hohe Dosen von B-Vitaminen enthalten, scheinen zur Verbesserung der Stimmungslage effektiver zu sein.

Referenz:
Long SJ, Benton D: Effects of vitamin and mineral supplementation on stress, mild psychiatric symptoms, and mood in nonclinical samples: a meta-analysis; Psychosom Med. 2013 Jan 29


Mikronährstoffzufuhr und psychische Befindlichkeit bei Frauen

psychische Befindlichkeit und Mikronährstoffe
In einer australischen Studie wurde die Nährstoffaufnahme bei Frauen abgefragt, die psychologischen Symptome erfasst und ein klinisches Interview durchgeführt. Eine erhöhte Zufuhr von Zink, Magnesium und Folsäure war mit einer verminderten Wahrscheinlichkeit für Major Depression und Dysthymie assoziiert.

Referenz:
Jacke FN et al.: Nutrient intakes and the common mental disorders in women; J Affect Disord. 2012 Dec 1; 141(1): 79-85

 

 


Antioxidantien helfen bei Angststörungen die Depressionen

Antioxidantien helfen bei Depressionen
Angsterkrankungen und Depressionen gehören zu den stressinduzierten psychiatrischen Störungen. Dabei kommt es auch zu biochemischen Veränderungen, die eine ausreichende Verfügbarkeit von Antioxidantien notwendig machen. Indische Wissenschaftler untersuchten, inwieweit Patienten mit generalisierter Angststörung und Depression im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen Veränderungen der Vitamine A, C und E im Blutspiegel aufweisen und ob eine Supplementierung der erwähnten Vitamine zu einer Verbesserung von Angststörungen und Depressionen führt.

An der Studie nahmen 80 Patienten im Alter zwischen 20 und 60 Jahren teil. Es zeigte sich, dass Patienten mit generalisierter Angststörung und Depression signifikant niedrigere Spiegel der Vitamine A, C und E im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen aufwiesen. Nach sechswöchiger Supplementierung dieser Vitamine wurde eine signifikante Verminderung der Ängstlichkeits- und Depressions-Scores beobachtet. Eine adjuvante Therapie mit antioxidativen Mikronährstoffen ist also bei Patienten mit stressinduzierten psychiatrischen Störungen nützlich.


Referenz:
Medhavi Gautam et al.: Role of antioxidants in generalised anxiety disorder and depression; Indian J Psychiatry. 2012 Jul – Sep; 54(3): 244-247

Antioxidantien sinnvoll als adjuvante Therapie bei Depressionen

Bei der Major Depression spielt der oxidative Stress eine bedeutende Rolle. Insbesondere der Stoffwechsel der Katecholamine ist mit der Bildung der freien Radikale verbunden. Indische Wissenschaftler untersuchten den Antioxidantienstatus bei 30 Patienten mit depressiver Episode und 30 Kontrollpersonen. Bei allen Personen wurden verschiedene Parameter bestimmt wie Malondialdehyd, Erythrozyten, SOD, Vitamin E, C und Harnsäure sowie totale antioxidative Kapazität. Die Parameter des oxidativen Stresses wie MDA waren bei den Patienten vor der Behandlung signifikant höher als bei den Kontrollpersonen, während die Antioxidantienspiegel signifikant niedriger lagen. Nach 12 Wochen antidepressiver Therapie mit zusätzlicher Supplementierung der Vitamine E und C kam es zu einer signifikanten Besserung der oben erwähnten Parameter. Eine Kombination aus Antidepressiva und Antioxidantien könnte also oxidative Schäden vermindern und die Reparatur bestehender Schäden verbessern.

Referenz:
Santoshi R et al.: A study of oxidative stress and influence of antioxidant vitamins supplementation in patients with major depression


Depressionen und erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Wer an einer Major Depression leidet, trägt ein erhöhtes Risiko für Herz-Keislauf-Erkrankungen. Aus der Aminosäure Arginin entsteht das Signalgas NO (Stickstoffmonoxid). Dieses ist u.a. für die Erweiterung der Blutgefäße und für die Regulation des Blutflusses und des Blutdrucks verantwortlich.

Im „Journal of Affective Disorders“ publizierten Wissenschaftler eine Studie, in der bei 19 Patienten mit Major Depression und bei 19 Kontrollpersonen der Argininstoffwechsel im Blut untersucht wurde. Sie bestimmten u.a. die Argininkonzentration, die NO-Synthese und die cGMP-Spiegel in den Blutplättchen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass bei den Patienten mit Depressionen im Vergleich zu den Kontrollpersonen die Argininaufnahme in den Blutplättchen und auch die Aktivität der NO-Synthese vermindert war. Bei den Patienten mit Depressionen wurden gestörte cGMP-Spiegel in den Blutplättchen festgestellt, was mit einer verstärkten Verklumpungsneigung einherging.

Referenz:
Vivian Liane Mattos Pinto et al.: Low plasma levels of L-arginine, impaired intraplatelet nitric oxide and platelet hyperaggregability: Implications for cardiovascular discrease in depressive patients; Journal of Affective Disorders; Volume 140, Issue 2, pages 187-192


Vitamin D und psychische Befindlichkeit

Vitamin D
Es ist weitläufig bekannt, dass Vitamin D für den Knochenstoffwechsel, also zur Vorbeugung einer Osteoporose, von großer Bedeutung ist. Neuere Studien zeigen auf, dass Vitamin D u.a. auch eine wichtige Rolle im Nervensystem spielt und somit für die psychische Befindlichkeit und die kognitive Leistungsfähigkeit wesentlich ist.

In einer französischen Studie mit 5500 älteren Menschen zeigte sich, dass die Personen mit einer geringeren diätischen Vitamin-D-Zufuhr bei kognitiven Tests schlechter abschnitten als die Personen, die die empfohlene Tagesdosis Vitamin D einnahmen.

Ähnliche Ergebnisse brachte eine britische Studie mit 858 älteren Teilnehmern. Die Personen wurden über sechs Jahre beobachtet. Bei den Teilnehmern mit den niedrigsten Vitamin-D-Spiegeln (25-OH) lag das Risiko für einen kognitiven Abfall bzw. eine Beeinträchtigung der kognitiven Leistungsfähigkeit um 60 Prozent höher als bei den Testpersonen mit den höchsten Vitamin-D-Spiegeln.

Referenz:
Ingrid Kiefer und Cem Ekemekcioglu: Essen entscheidet. Wie Nahrungsmittel uns beeinflussen. Buch, erschienen im Verlag Braumüller, 2012

 

 


Major Depression und Selen

Depressionen
Bei Depressionen sind Veränderungen der Redoxbiologie nachgewiesen. Der Zusammenhang zwischen Depressionen und dem Selenstatus wurde noch wenig erforscht. Australische Wissenschaftler untersuchten nun, ob eine niedrige Selenaufnahme mit einem erhöhten Risiko für die Major Depression verbunden ist. An der Fall-Kontrollstudie nahmen 18 Frauen teil, die eine Major Depression entwickelt hatten, sowie 298 Kontrollpersonen.

Eine niedrige Selenaufnahme erhöht die Wahrscheinlichkeit für Depressionen um nahezu das Dreifache. Man kann also davon ausgehen, dass eine niedrige Selenaufnahme das Risiko für die Major Depression deutlich steigert.

Selen ist bekanntlich ein wichtiges antioxidatives Spurenelement und Bestandteil von Selenoproteinen, die für die Regulierung des Redoxgleichgewichtes erforderlich sind.

Referenz:
Pasco JA et al.: Dietary selenium and major depression: a nested case-control study; Complement ther Med. 2012 Jun, 20(3): 119-23


Coenzym Q10 und bipolare Depression

bipolare Depression
Zehn Patienten mit bipolarer Depression erhielten täglich 400 mg Coenzym Q10. Die Dosis wurde wöchentlich bis auf ein Maximum von 1200 mg am Tag gesteigert.

Die Supplementierung mit dieser hohen Dosis Coenzym Q10 führte bei älteren Patienten zu einer Verminderung der depressiven Symptomatik. Coenzym Q10 hat offensichtlich auch einen erheblichen Effekt auf die Stimmungslage.

Referenz:
Forester BP et al: Coenzyme Q10 effects on creatine kinase activity and mood in geriatric bipolar despression; J Geriatr Psychiatry Neurol. 2012 Mar; 25(1): 43-50


Bipolare Depression und Spurenelemente

bipolare Depression
In einer spanischen Studie wurden bei 25 Patienten mit der Diagnose „bipolare Depression“ und bei 29 gesunden Kontrollpersonen die Konzentrationen verschiedener Spurenelemente untersucht. Die Spurenelemente Kupfer und Zink wurden im Serum bestimmt, Blei und Cadmium im Vollblut. Zusätzlich wurden im Urin die Konzentrationen von Blei, Cadmium und Thallium gemessen.

Patienten mit bipolarer Depression zeigten deutlich höhere Konzentrationen von Blei und Cadmium als die Kontrollpersonen, sowohl im Urin als auch im Vollblut. Die Raucher hatten höhere Cadmiumkonzentrationen als die Nichtraucher.

Bei den Patienten in der manischen Phase der bipolaren Depression wurde ein signifikanter Anstieg der Zinkkonzentrationen nachgewiesen. Die Konzentrationen einiger giftiger Schwermetalle sind offensichtlich bei der bipolaren Depression erhöht.

 

Referenz:
González-Estecha M et al: Trace elements in bipolar disorder; J Trace Elem Med. Biol. 2011 Jan; 25 Suppl 1: S78-83

 


Bei Burn-out: Mikronährstoffe testen lassen

Bei Burn-out unbedinge die Mikronährstoffe testen lassen!
Unter Burn-out versteht man einen Zustand der emotionalen und geistigen Erschöpfung. Die Gründe für ein Burn-out sind meist auf starken Dauerstress zurückzuführen. Dieser kann auf der beruflichen Ebene liegen oder auf der privaten. Mittlerweile ist fast jeder zehnte Arbeitsfehltag in Deutschland auf eine psychische Erkrankung zurückzuführen.

Wer längere Zeit pausenlos ausschließlich unter starkem Druck arbeitet oder sich für andere einsetzt und seine Bedürfnisse außer Acht lässt, läuft Gefahr auszubrennen bzw. ein Burn-out zu entwickeln. Die Symptome können harmlos beginnen – z.B. mit einer immer wiederkehrenden leichten Müdigkeit und häufiger Unkonzentriertheit oder mit Rückenschmerzen – und später dann in stärkere Beschwerden ausarten, z.B. in chronische Schmerzen, Schlafstörungen, völlige Erschöpfung, Magengeschwüre oder eine starke Depression. Meistens treten mehrere Symptome auf einmal auf.

Menschen, die an einem ausgeprägten Burn-out-Syndrom leiden, gehören zweifelsfrei in fachärztliche Behandlung. Besser ist es natürlich, dass es gar nicht erst so weit kommt. Das heißt, dass man seine Lebenssituation rechtzeitig überdenkt und daraus Konsequenzen zieht. Vielleicht lässt sich die Arbeit anders einteilen oder an andere delegieren, oder aber man ist der Aufgabe gar nicht gewachsen? Es gibt viele Facetten, die zu einem Burn-out führen können.

Die Orthomolekulare Medizin kann bei einem Burn-out so einiges bewirken: einen beruhigenden Effekt auf die Nerven ausüben, den Energiestoffwechsel ankurbeln und die antioxidative Kapazität des Körpers erhöhen. Bei einer richtig angewandten orthomolekularen Therapie werden dem Stoffwechsel die Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren in der richtigen Menge zugeführt, wie sie momentan benötigt werden. Das ist „die effektive Form der Mikronährstofftherapie“. Die Grundlage hierfür bildet immer eine Blutuntersuchung.

Gemessen werden sollten insbesondere die Aminosäuren, die erforderlich sind, um Nervenbotenstoffe wie Serotonin, Noradrenalin, GABA, Acetylcholin zu bilden. Zudem fungieren einige Aminosäuren wie Glycin oder Glutaminsäure selbst als Botenstoffe. Nervenbotenstoffe sind Signalmoleküle, die Nervenreize zwischen den Nervenzellen übertragen. Sie sind für Stimmung und Wohlbefinden erforderlich, haben einen beruhigenden Effekt und werden für das Denken, die Konzentration und die Kreativität usw. gebraucht.

Die ganze Gruppe der B-Vitamine sollte in Betracht gezogen werden, da die B-Vitamine unterschiedliche Funktionen für das Nervensystem ausüben: Sie sind an der Bildung der Botenstoffe, am Aminosäurenstoffwechsel und an der Energiebildung beteiligt. Auch Coenzym Q10, Carnitin oder Magnesium spielen eine wichtige Rolle, wenn es um den Energiestoffwechsel der Zelle geht. Es gibt noch eine Reihe von weiteren Mikronährstoffen, die bei Stress, Burn-out, Depressionen etc. relevant sind und die im Blut überprüft werden sollten. Der DCMS-Neuro-Check des Diagnostischen Centrums für Mineralanalytik und Spektroskopie ist eine Mikronährstoffanalyse, die auf die Vitalstoffparameter des Nervensystems exakt abgestimmt ist. Aufgrund dieser Laboranalyse ist eine zielgerichtete Therapie mit Mikronährstoffen möglich.
© Diagnostisches Centrum – Bild: Archiv

 


Depressionen – erhöhtes Risiko für Alzheimer

Alzheimer
Wer an einer krankhaften Depression leidet, trägt ein zwei- bis dreifach höheres Risiko, an einer Alzheimer-Demenz zu erkranken, als Gesunde. So das Ergebnis der Tübinger TREND-Studie, die seit 2009 mit 1100 Fünfzig- bis Achtzigjährigen durchgeführt wird, um frühzeitige Symptome von Alzheimer und Parkinson zu erkennen.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass bei einer Depression die Menge der Antikörper gegen Amyloid-Beta (1-42) reduziert ist. Dabei handelt es sich um ein Protein, das mit der Alzheimer-Erkrankung in Zusammenhang gebracht wird.

Referenz: nachrichten.at, 09.08.2012: Depressionen fördern Ausbruch von Alzheimer

 


Viele Deutsche leiden unter Depressionen und Burn-out

Das Robert Koch-Institut hat erste Ergebnisse der neuen großen „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (Degs) vorgestellt, mit Daten zu Übergewicht, Diabetes, körperlicher Aktivität, psychischer Gesundheit und Funktionseinschränkungen im Alter. Bei der Degs-Studie, die seit November 2008 durchgeführt wird und im Jahr 2013 endet, werden die Daten von über 7.000 Personen ausgewertet.

Wie die Degs-Studie gezeigt hat, haben psychische Erkrankungen in den letzen Jahren deutlich zugenommen. Bei einem Drittel der Teilnehmer ließ sich mittels Fragebogen und ärztlichen Interviews eine psychische Störung innerhalb der letzten 12 Monate ermitteln. Am höchsten lag die 12-Monats-Prävalenz bei den 18- bis 25-Jährigen. Frauen litten zumeist unter Angststörungen und Depressionen, Männer unter Suchterkrankungen. Auffallend war auch, dass Personen mit niedrigem sozio-ökonomischen Status häufiger an Depressionen litten; dafür kam Burn-out bei den Wohlhabenden sehr viel häufiger vor.

Anmerkung:
Die psychische Befindlichkeit des Menschen hängt in erheblichem Umfang auch von einer ausreichenden Verfügbarkeit von Mikronährstoffen ab. Für die Bildung von Nervenbotenstoffen und damit für Stimmung und Hirnleistungsfähigkeit sind verschiedene Mikronährstoffe notwendig.

Der Burn-out-Symptomatik liegt meist nicht nur eine psychische Überforderungs-Situation zugrunde, sondern es kommt auch zu Störungen innerhalb der zellulären Energiebildung, die sich dann z.B. in Form von Erschöpfung zeigen. Durch eine gezielte Supplementierung von Mikronährstoffen kann oftmals eine Stabilisierung der psychischen Befindlichkeit erreicht werden. Mikronährstoffe können nach Abklärung auch parallel zu einer Psychopharmaka-Therapie eingenommen werden, wodurch deren Wirksamkeit sogar verbessert wird.

 

 

Referenzen:
focus.de, 14.06.2012: So krank sind die Deutschen
Ärzte Zeitung, 17.06.2012: Depressive Arme, ausgebrannte Reiche
Spiegel.de, 14.06.2012: So krank ist Deutschland

 


Tryptophanmangel beeinflusst autobiographisches Gedächtnis

Gedächtnis
In der experimentellen Psychiatrie werden häufig Tryptophan-Depletionsstudien durchgeführt, um herauszufinden, wie sich ein Tryptophanmangel auf verschiedene psychologische Faktoren auswirkt. Dazu erhalten die Testteilnehmer ein Tryptophan-freies Aminosäurengetränk, das dann über einen verminderten Tryptophanspiegel auch die Serotoninsynthese im Gehirn vermindert.

In einer Studie der Newcastle University wurde bei 19 jungen Erwachsenen dieser Test durchgeführt. Jeder dieser jungen Erwachsenen hatte wenigstens einen Verwandten, der an Majordepression erkrankt war. Fünf Stunden nach Verabreichung des Testgetränkes wurde der Autobiographical-Memory-Test durchgeführt. Mit diesem Test wird das autobiographische Erinnerungsvermögen untersucht. Das Tryptophan-freie Testgetränk führte zwar zu keiner Stimmungsverschlechterung, verminderte aber die Spezifität des Gedächtnistests. Die Hirnleistungsfähigkeit könnte also bei bestimmten Personengruppen vermehrt durch eine Depressionsneigung beeinflusst werden.

Referenz:
Alhaj HA et al.: Effect of low-dose acute tryptophan depletion on the specificity of autobiographical memory in healthy subjects with a family history of depression. Psychopharmacology (Berl). 2012 Jan 28.;


Erhöhte Homocysteinkonzentration bei bipolaren Patienten

Homocystein
In einer Studie der Universität von Monastir, Tunesien, wurden die Homocysteinkonzentrationen bei Patienten mit bipolarer Depression untersucht. Es zeigte sich, dass eine erhöhte Homocysteinkonzentration bei bipolaren Patienten häufiger auftrat. Bei den Patienten, die Lithium und Carbamazepin erhielten, waren häufig niedrige Folsäurekonzentrationen  nachweisbar. Bei Patienten unter Carbamazepintherapie wurden vielfach auch verminderte Vitamin-B12-Konzentrationen gemessen.

Referenz:
Ezzaher A. et al.: Hyperhomocysteinemia in Tunisian bipolar I patients. Psychiatry Clin Neurosci. 2011 Dec ; 65(7): 664-71.; Bild: Archiv


Homocystein und Depressionen

Erhöhte Homocysteinkonzentrationen sind mit einer ganzen Reihe von Erkrankungen assoziiert. Wissenschaftler aus Dallas untersuchten in einer großen Studie (11757 Teilnehmer), inwieweit die Homocysteinkonzentration mit Depressionen korreliert. Erhöhte Homocysteinkonzentrationen waren mit einem um 26 Prozent höheren Risiko für depressive Symptome verbunden. Aufgrund des Studiendesigns kann nicht vorausgesagt werden, ob die Senkung der Homocysteinspiegel depressive Symptome verbessern kann. Dazu sind Langzeitstudien erforderlich.

Referenz:
Gu P. et al.: Relationship between serum homocysteine levels and depressive symptoms : the cooper center longitudinal study. J Clin Psychiatry. 2012 Mar 20.


Mikronährstoffzufuhr und psychische Befindlichkeit bei Frauen

Psyche - Frauen
Australische Wissenschaftler untersuchten einen möglichen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Magnesium, Folsäure und Zink und Symptomen einer Depression oder Angsterkrankung. Die Zufuhr von Zink, Magnesium und Folsäure war mit einem verminderten Risiko für Depressionen assoziiert. Je höher die Aufnahme von Magnesium und Zink war, desto weniger depressive Symptome wurden nachgewiesen. Es konnte jedoch kein Zusammenhang zwischen Angstsymptomen und der Zufuhr der genannten Mikronährstoffe festgestellt werden.

Referenz:
Jacka FN. et al.: Nutrient intakes and the common mental disorders in women. J Affect Disord. 2012. Mar 5.;


Depressionen und Vitamin D bei Heranwachsenden

Depressionen
Schwedische Wissenschaftler untersuchten die Konzentrationen von 25-OH-Vitamin-D bei 54 depressiven Jugendlichen. Die Studie zeigte, dass depressive Jugendliche häufig niedrige Vitamin-D-Spiegel aufwiesen. Es gab einen positiven Zusammenhang zwischen der Vitamin-D-Konzentration und dem Wohlbefinden. Nach einer Supplementierung von Vitamin D verbesserten sich die Symptome der Depression.

 

Referenz:
Högberg G. et al.: Depressed adolescents in a case-series were low in vitamin D and depression was ameliorated by vitamin D supplementation. Acta Paediatr. 2012 Feb. 28.


Vitamin-D-Mangel bei Altenheimbewohnern

Vitamin-D-Mangel
Forscher aus Belgien bestimmten die Vitamin-D-Konzentration bei 589 gesunden Altenheimbewohner. Außerdem wurde die Lebensqualität mit Hilfe eines Fragebogens bestimmt sowie die Einnahme von Antidepressiva und Anxiolytika. Fast die ganze Studienpopulation hatte einen Vitamin-D-Mangel. Die Senioren mit den niedrigsten Vitamin-D-Spiegeln klagten häufiger über depressive Symptome und hatten auch einen höheren Verbrauch an Psychopharmaka.

Referenz:
Verhoeven V. et al.: Walk on the sunny side of life – epidemiology of hypovitaminosis D and mental health in elderly nursing home residents. J Nutr Health Aging. 2012; 16(4):417-20;


Immer mehr Fehltage aufgrund psychischer Störungen

Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums wurden im Jahr 2010 53,5 Millionen Arbeitsfehltage wegen psychischer Erkrankungen verzeichnet. Im Vergleich dazu: Im Jahr 2001 waren es noch 33,6 Millionen Fehltage aufgrund selbiger Diagnose.

Die Ursachen sind in steigenden Anforderungen, erhöhter Eigenverantwortung, höheren Flexibilitäts-Anforderungen und nicht-kontinuierlichen Beschäftigungsverhältnissen begründet, zu denen auch die Leiharbeiten zählen.

Frauen sind besonders gefährdet. Im Jahr 2010 wurden 39.000 Frauen aufgrund psychischer Erkrankungen berentet. Das sind doppelt so viele wie noch im Jahr 2000.


Referenz:
focus.de, 30.04.2012: Kranke Psyche knockt immer mehr Arbeitnehmer aus.


Depressionen häufig bei Typ-1-Diabetikern

Serotoninspiegel
Pakistanische Wissenschaftler untersuchten die Häufigkeit von Depressionen bei Typ-1-Diabetikern. Außerdem wurde die Tryptophankonzentration im Plasma bestimmt. An der Studie nahmen 50 männliche und 50 weibliche Patienten mit Typ-1-Diabetes teil, die mit einer Kontrollgruppe gesunder Personen verglichen wurden.

Bei den Typ-1-Diabetikern waren signifikant häufiger Symptome einer Depression nachweisbar. Sowohl bei den männlichen wie auch bei den weiblichen Patienten zeigte sich eine signifikante Verminderung der Tryptophanspiegel im Plasma. Die Häufigkeit von Depressionen scheint also bei Typ-1-Diabetikern deutlich erhöht zu sein, wobei verminderte Serotoninspiegel im Gehirn dafür verantwortlich sein dürften.

Referenz:
Saida Haider et al.: Greater prevalence of depression in type-1-diabetic patients: Correlation with decreased plasma tryptophan. IOSR Journal of Pharmacy, Vol.2, Issue 1, Jan-Feb. 2012, pp.057-061


Homocystein und Depressionen

Homocystein und Depressionen
Wissenschaftler aus Nigeria bestimmten die Werte von Homocystein, Vitamin B12 sowie von Gesamtcholesterin, HDL und LDL und die Tryptophankonzentrationen bei 30 Patienten mit Depressionen und bei 30 scheinbar gesunden Versuchspersonen. Die Patienten mit Depressionen hatten signifikant höhere Homocysteinspiegel, und die Konzentrationen von Vitamin B12, Gesamtcholesterin, HDL und LDL waren signifikant niedriger als bei den Kontrollpersonen.

Referenz:
Ebesunun MO et al.: Elevated plasma homocysteine in association with decreased vitamin B12, folate, serotonin, lipids and lipoproteins in depressed patients. Afr J Psychiatry (Johannesbg). 2012 Jan; 15(1):25-9.


Depressionen – welche Rolle spielt Vitamin D?

Niedrige Vitamin-D-Spiegel können mit Depressionen in Verbindung gebracht werden. Das ergab die Auswertung einer sehr großen, umfassenden Studie, die von Wissenschaftlern des UT Southwestern Medical Center durchgeführt wurde. Insgesamt nahmen an der Studie „Cooper Center Longitudinal Study“ 12.600 Personen teil.

Die US-Forscher stellten fest, dass höhere Vitamin-D-Spiegel mit einem stark verminderten Risiko für Depressionen verbunden sind. Menschen, die an Depressionen leiden, sollten unbedingt ihren Vitamin-D-Status überprüfen lassen –  das empfiehlt ausdrücklich Dr. Brown, Leiter der Studie.

Ob niedrige Vitamin-D-Spiegel zu den Symptomen einer Depressionen beitragen oder ob Depression zu niedrigen Vitamin-D-Spiegeln führen, war nicht Gegenstand der Studie. Es gibt jedoch Hinweise, dass Vitamin D Neurotransmitter, Entzündungsmarker und andere Faktoren, die in Verbindung mit Depressionen stehen, positiv beeinflusst.

Referenz:
Science Daily, 05.01.2012: Low Vitamin D levels linked to depression, psychiatrists report

 


Hat Folsäure einen Einfluss auf die Stimmung?

Japanische Wissenschaftler untersuchten einen möglichen Zusammenhang zwischen niedrigen Folsäurekonzentrationen und Depressionen. Dazu wurde bei 141 jungen Frauen im Alter zwischen 18 und 28 Jahren die Folsäurekonzentration bestimmt. Außerdem gaben die Japanerinnen innerhalb eines international üblichen Fragebogens (the Center for Epidemiologic Studies Depression scale) Auskunft bezüglich Depressionen.

Frauen mit erhöhten Depressions-Scores hatten häufiger einen Folsäure-Mangel als Frauen mit niedrigen Depressions-Scores. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine niedrige Folsäure- und Vitamin-B6-Aufnahme signifikant mit Depressivität assoziiert war. Eine Folsäureaufnahme > 240 µg/ Tag verminderte das Depressionsrisiko. Man kann davon ausgehen, dass eine Folsäuresupplementierung das Auftreten von Depressionen vermindern kann.

Referenz:
Watanabe H et al.: Impact of dietary folate intake on depressive symptoms in young women of reproductive age; J Midwifery Womens Health 2012 Jan; 57(1): 43-8

 


Wie B-Vitamine die Stressanfälligkeit vermindern

Menschen, die unter Dauerstress leiden, erkranken häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen oder Angstzuständen. Es ist daher von großer Bedeutung, die Stressbelastung so weit wie möglich zu vermindern.

In einer australischen Studie konnte nun aufgezeigt werden, dass eine erhöhte Zufuhr von B-Vitaminen sich positiv auf das Stressniveau auswirken kann. Die Wissenschaftler der Swinburne University of Technology in Melbourne untersuchten zuerst die 60 Studienteilnehmer und hielten Angaben über Gemütszustand, Sorgen und Ängste, Stressbelastung und Persönlichkeit jedes einzelnen fest. Anschließend bekamen die Probanden entweder ein hochdosiertes Vitamin-B-Präparat oder ein Placebopräparat zum Einnehmen – insgesamt 90 Tage lang.

Bei den Teilnehmern, die Vitamin B hochdosiert einnahmen, zeigte sich nach diesen drei Monaten eine deutliche Verringerung der Stressbelastung. Das Stressniveau konnte annähernd um 20 Prozent gesenkt werden. In der Placebo-Gruppe gab es hingegen keine nennenswerten Änderungen.

Für den leitenden Forscher, Professor Con Stough, war das Ergebnis keine Überraschung, da B-Vitamine schließlich mitverantwortlich für die Synthese von Nervenbotenstoffen sind und für die psychische Befindlichkeit und kognitive Leistungsfähigkeit eine zentrale Rolle spielen.

Fazit:
Über die Nahrung werden häufig nicht genug B-Vitamine aufgenommen. Ein Mangel ist deswegen bei vielen Menschen vorprogrammiert. Um Stressbelastungen zu mindern oder diesen vorzubeugen und auch die Folgeerkrankungen zu reduzieren, ist es ratsam, rechtzeitig zu reagieren. Im Rahmen einer Mikronährstoffuntersuchung des Blutes können die Konzentrationen der B-Vitamine genau analysiert werden, um so Mangelzuständen entgegenwirken zu können.

 

Referenz:
Scinexx.de: Vitamin B-Kur vermindert Stress, 30.11.2011

 

 

 


Depressionen verkürzen das Leben

Depressionen
Depressionen gehen mit einer ungewöhnlich hohen Rate an altersassoziierten Erkrankungen und einer frühen Sterblichkeit einher. Ein Aspekt des beschleunigten Alterns bei Depressionen könnte in einer Verkürzung der Telomere liegen. Es ist bekannt, dass ab einer kritischen Telomerenlänge der Zelltod eintritt. Es konnte nachgewiesen werden, dass eine Verkürzung der Leukozyten-Telomere eine verfrühte Sterblichkeit und Erkrankungen bei nichtdepressiven Menschen mit sich bringt.

Wissenschaftler der University of California untersuchten nun, ob die Leukozyten-Telomere bei der Major-Depression verkürzt sind. Es ging auch um die Frage, ob diese Verkürzung mit der Depressionshäufigkeit im Laufe des Lebens zusammenhängt. In die Studie wurden 18 Patienten mit Major-Depression und 17 Kontrollpersonen einbezogen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass ein beschleunigter Alterungsprozess durch Verkürzung der Telomere mit der Depressionshäufigkeit während des Lebens zusammenhängt. Die Major-Depression ist mit einem oxidativen Stress und einer erhöhten Entzündungsbereitschaft verbunden.

Referenz:
Wolkowitz OM et al.: Leukocyte telomere length in major depression: correlations with chronicity, inflammation and oxidative stress-preliminary findings; PLoS one. 2011 Mar 23; 6(3): e17837


Schlechter Antioxidantienstatus bei Depressiven

Antioxidantienstatus und Depressionen
Es ist schon länger bekannt, dass die Major-Depression sowie das chronische Müdigkeitssyndrom zwei Gesundheitsstörungen sind, die mit erhöhter Entzündungsaktivität, einem oxidativen und nitrosativen Stress sowie mit einem verminderten Antioxidantienstatus einhergehen. In einer Studie wurden die Blutparameter von 39 Patienten mit Depression, 40 Patienten mit CFS und 24 Kontrollpersonen untersucht. Im Vollblut wurde die Aktivität der Glutathionperoxidase gemessen. Eine Verminderung der GPX-Aktivität wurde nur bei den depressiven Patienten nachgewiesen. Die verminderte GPX-Aktivität gilt als Indikator für die koronare Herzerkrankung und ist mitverantwortlich für den Zusammenhang zwischen Depressionen und KHK. Die Ergebnisse der Studie geben Anlass zur Vermutung, dass Patienten mit Depressionen von einer Supplementierung mit Glutathion, NAC oder Selen profitieren.

Referenz:
Maes M et al.: Lower whole blood glutathione peroxidase (GPX) activity in depression, but not in myalic encephalomyelitis/ chronic fatique syndrome: another pathway that may be associated with coronary artery disease and neuroprogression in depression; Neuro Endocrinol Lett. 2011; 32(2): 133-40


Depressionen erhöhen Schlaganfallrisiko

Einer Metaanalyse zufolge, die vor kurzem in der Zeitschrift JAMA publiziert wurde, erhöht eine Depression das Schlaganfallrisiko in ähnlichem Maße wie der Tabakkonsum. Bei der Metaanalyse wurden 28 prospektive Kohortenstudien mit fast 320.000 Teilnehmern ausgewertet. Über alle Studien gemittelt war der Anteil von Depressiven, die vom Schlaganfall überrascht wurden, um 45 Prozent höher als bei Nichtdepressiven. Der Anteil der Depressiven, die einen tödlichen Schlaganfall erlitten, war sogar um 55 Prozent höher.

Referenz:
Ärzte Zeitung online, 21.09.2011: Depression so gefährlich wie Rauchen


160 Millionen Europäer sind psychisch krank

Psyche
Ein Wissenschaftlerteam um Hans-Ulrich Wittchen von der TU Dresden fand heraus, dass 38 Prozent der Europäer mindestens einmal im Jahr an einer psychischen oder neurologischen Störung leiden. Die Ergebnisse wurden jetzt im Fachmagazin „European Neuropsychopharmacology“ veröffentlicht.

Die Studie wurde in 30 europäischen Ländern durchgeführt und erstreckte sich über einen Zeitraum von drei Jahren. Es wurden mehr als 100 verschiedene psychische und neurologische Krankheitsbilder berücksichtigt.

Die Wissenschaftler kamen zu folgendem Ergebnis:

  • 14 Prozent der Europäer leiden an Angststörungen,
  • 7 Prozent an Schlafstörungen,
  • 6,9 Prozent an Depressionen,
  • 6,3 Prozent an psychosomatischen Erkrankungen,
  • 4 Prozent an Alkohol- und Drogenabhängigkeit,
  • 5 Prozent der europäischen Kinder und Jugendlichen unter 17 Jahren sind von einem ADHS-Syndrom betroffen.
  • 1 Prozent der 60- bis 65-Jährigen und bis zu 30 Prozent der über 85-Jährigen sind dement.

Männer und Frauen sind in Bezug auf psychische Erkrankungen gleichermaßen betroffen. Nur hinsichtlich der Art der Störungen sind Unterschiede festzustellen: Mehr Männer als Frauen litte während ihrer Kindheit an ADHS. Auch Suchterkrankungen treten häufiger bei Männern auf. Bei Frauen hingegen stehen eher Depressionen, Angsterkrankungen und Essstörungen im Vordergrund.

Anmerkung:
Immer mehr Menschen werden psychisch krank, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass die Stressbelastung immer mehr zunimmt. Was aber auch Fakt ist aber auch, dass die Versorgung mit verschiedenen Mikronährstoffen in weiten Teilen der Bevölkerung unzureichend ist – siehe Nationale Verzehrstudie II von 2007. Eine ausreichende Mikronährstoffversorgung ist aber ein wesentlicher Faktor für die Steigerung der Stresstoleranz.
Deshalb wäre es sinnvoll, von Zeit zu Zeit die Mikronährstoffversorgung mittels einer genauen Blutuntersuchung testen zu lassen, und basierend auf dem Resultat dieser Laboruntersuchung die fehlenden Mikronährstoffe dem Stoffwechsel zuzuführen.

Referenz:
Stern.de, 05.09.2011


Depressive Verstimmungen und erhöhte Homocysteinspiegel

Ein hoher Plasma-Homocysteinspiegel kann zu einer Neurotransmitter-Störung führen und damit depressive Symptome begünstigen. Bekanntlich vermögen B-Vitamine einen positiven Einfluss auf depressive Verstimmungen zu nehmen. Ziel der Studie war es, den Zusammenhang zwischen erhöhten Homocysteinspiegeln im Plasma und Depressionen bei älteren Menschen zu untersuchen.

Dazu wurde eine randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudie mit 236 stationär akut erkrankten älteren Patienten durchgeführt. Die Patienten erhielten entweder täglich eine Nahrungsergänzung mit verschiedenen B-Vitaminen oder ein Plazebopräparat während der Zeit von sechs Wochen. Erfasst wurden die Scores der geriatrischen Depression und deren Symptome sowie die Plasma-Homocysteinspiegel.

Ergebnis:
Die mittlere Homocysteinkonzentration fiel um 22 Prozent bei den Patienten, die die B-Vitamine erhielten, im Vergleich zu den Patienten der Plazebogruppe.
Die Homocysteinkonzentrationen wurden in vier Quartile aufgeteilt und den Depressions-Scores gegenübergestellt. Die Patienten des ersten Quartils, also die Proben mit den niedrigsten Homocysteinwerten, hatten im Vergleich zu den Testprobanden des vierten Quartils niedrigere Depressions-Scores.

Referenz:
Salah Gariballa: Testing homocysteine-induced neurotransmitter deficiency, and dpression of mood hypothesis in clinical practice; Age Ageing 2011 doi: 10.1093/ageing/afr086


Homocystein auch ein Risikofaktor für Demenz

Demenz
Homocystein, ein schädliches Abbauprodukt im Aminosäurenstoffwechsel, ist bekanntlich ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch ein Zusammenhang mit Demenzerkrankungen ist schon längerere Zeit in Verdacht.

Wissenschaftler der Queens Mary University of Londen fanden jetzt heraus, dass ein erhöhter Homocysteinspiegel das Risiko für Demenzerkrankungen erheblich steigert. Sie werteten die Daten von acht Kohortenstudien aus und stellten fest, dass durch eine Erhöhung der Homocysteinkonzentration im Serum um fünf Mikromol je Liter das Demenzrisiko um 35 bis 50 Prozent ansteigt.

Referenz:
Wald DS et al.: Serum homocysteine and dementia: Meta-analysis of eight cohort studies including 8669 participants; Alzheimer Dement. 2011 Jul; 7(4): 412-7


Folsäure verbessert Hirnleistung

Hirnleistung
Schüler mit einem guten Folsäurespiegel im Blut haben bessere Chancen bezüglich guter Schulnoten. Das fanden jetzt schwedische Wissenschaftler der Universität Örebro heraus. Sie stellten in einer Studie fest, dass Jugendliche mit den höchsten Folsäurespiegeln bezüglich der Noten am besten abschnitten. Damit wird die schon länger bekannte These unterstützt, dass Folsäure einen wichtigen Stellenwert innerhalb der Hirnentwicklung und der Hirnfunktion einnimmt.

Kommentar:
Eine ausreichende Versorgung mit Folsäure und anderen hirnaktiven Substanzen wie B12, Eisen u.a. ist für die Entwicklung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen derart relevant, dass eine regelmäßige Untersuchung des Blutes allen verantwortlichen Eltern anzuraten ist.

Referenz:
Medline Plus, July 11,2011: Higher folic acid levels in teens tied to academic success


Depressive Epilepsie-Patienten leiden unter Folsäuremangel

Folsäure
In einer koreanischen Studie wurde die Häufigkeit von Angst und Depressionen bei Epilepsie-Patienten ermittelt, außerdem wurden die Blutspiegel von bestimmten Parametern wie Folsäure, Vitamin B12 und Homocystein bestimmt und bewertet.

An der Studie nahmen 39 Epilepsie-Patienten und 20 gesunde Kontrollpersonen teil. Der Grad der Ängstlichkeit und der Grad der Depression der Probanden wurde mittels „Hospial Anxiety and Depression Scale (HADS) ermittelt. Bei allen Teilnehmern wurden die Spiegel von Folsäure, Vitamin B12 und Homocystein im Plasma untersucht. Die Ängstlichkeits- und Depressions-Scores der Epilepsie-Patienten wurden mit den Scores der Teilnehmer der Kontrollgruppe verglichen.

Bei den Epilepsie-Patienten wurde die Häufigkeit von mittelschweren bis schweren Angststörungen und Depressionen mit 43,6 Prozent und 69,2 Prozent festgestellt. Im Vergleich zur Kontrollgruppe war bei den Epilepsie-Patienten die Folsäure-Konzentration signifikant verringert (p<0,05). Außerdem korrelierten bei den Epilepsie-Patienten die Depressions-Scores signifikant mit einem verminderten Folsäure-Spiegel im Serum (p<0,001). In der Studie konnte kein Zusammenhang zwischen Depressionen und den B12- und Homocysteinspiegeln festgestellt werden. Auch der Grad der Ängstlichkeit korrelierte bei den Epilepsie-Patienten nicht mit Folsäure, Vitamin B12 oder Homocystein.

Fazit:
Angst und Depressionen treten bei Epilepsie-Patienten häufig auf, und niedrige Folsäure-Spiegel im Serum korrelieren bei diesen Patienten mit Depressionen.

Referenz:
Ha YS, Kim K: Relationship of folate, vitamin B12, and Homocysteine to anxiety and depression in epilepsy patients; J Korean Epilepsy Soc, 14(1): 17-23 Jun 2010.