Mikronährstoffe, Anämie und Angststörungen

Angststörungen und Anämie
Obwohl China sich zunehmend zu einem Wohlstandsland entwickelt, kann man davon ausgehen, dass in ländlichen Gebieten die Mikronährstoffversorgung häufig noch unzureichend ist. Mangelhafte Ernährungsformen führen zu ernährungsabhängigen Störungen wie z.B. einer Eisenmangelanämie, die wiederum die Aufmerksamkeit und die Hirnleistungsfähigkeit beeinträchtigen kann. Auch die psychische Befindlichkeit kann davon betroffen sein.

Mit über 2700 Schülern im Alter von 10 bis 12 Jahren wurde eine Studie durchgeführt. Die Teilnehmer der Verumgruppe erhielten ein Mikronährstoffsupplement mit 5 mg Eisen über einen Zeitraum von 5 Monaten. Außerdem wurde der Hämoglobinwert bestimmt und die Ängstlichkeit mittels eines psychologischen Fragebogens abgefragt. 42,4 Prozent der Schüler waren zu Beginn der Studie anämisch, wobei Hämoglobinwerte unter 120 g/ l als Anämie eingestuft wurden. Durch die Supplementierung kam es zu einem deutlichen Hämoglobinanstieg. Parallel dazu konnte auch eine signifikante Verbesserung der Ergebnisse der psychologischen Tests nachgewiesen werden.

Das Ergebnis der Studie zeigt einen starken und signifikanten Zusammenhang zwischen Mikronährstoffmängeln und Angst. Diese Studie sollte Anlass sein, den Zusammenhang zwischen Ernährung und mentaler Gesundheit genauer zu untersuchen.

Referenz:
Max Kleiman-Weiner et al.: Multiple Micronutrient Supplementation, Anemia and Anxiety; Working Paper 218, May 2011; reapchina.org/reap.stanford.edu

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.