Depressive Epilepsie-Patienten leiden unter Folsäuremangel

Folsäure
In einer koreanischen Studie wurde die Häufigkeit von Angst und Depressionen bei Epilepsie-Patienten ermittelt, außerdem wurden die Blutspiegel von bestimmten Parametern wie Folsäure, Vitamin B12 und Homocystein bestimmt und bewertet.

An der Studie nahmen 39 Epilepsie-Patienten und 20 gesunde Kontrollpersonen teil. Der Grad der Ängstlichkeit und der Grad der Depression der Probanden wurde mittels „Hospial Anxiety and Depression Scale (HADS) ermittelt. Bei allen Teilnehmern wurden die Spiegel von Folsäure, Vitamin B12 und Homocystein im Plasma untersucht. Die Ängstlichkeits- und Depressions-Scores der Epilepsie-Patienten wurden mit den Scores der Teilnehmer der Kontrollgruppe verglichen.

Bei den Epilepsie-Patienten wurde die Häufigkeit von mittelschweren bis schweren Angststörungen und Depressionen mit 43,6 Prozent und 69,2 Prozent festgestellt. Im Vergleich zur Kontrollgruppe war bei den Epilepsie-Patienten die Folsäure-Konzentration signifikant verringert (p<0,05). Außerdem korrelierten bei den Epilepsie-Patienten die Depressions-Scores signifikant mit einem verminderten Folsäure-Spiegel im Serum (p<0,001). In der Studie konnte kein Zusammenhang zwischen Depressionen und den B12- und Homocysteinspiegeln festgestellt werden. Auch der Grad der Ängstlichkeit korrelierte bei den Epilepsie-Patienten nicht mit Folsäure, Vitamin B12 oder Homocystein.

Fazit:
Angst und Depressionen treten bei Epilepsie-Patienten häufig auf, und niedrige Folsäure-Spiegel im Serum korrelieren bei diesen Patienten mit Depressionen.

Referenz:
Ha YS, Kim K: Relationship of folate, vitamin B12, and Homocysteine to anxiety and depression in epilepsy patients; J Korean Epilepsy Soc, 14(1): 17-23 Jun 2010.

 

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