Depressive Verstimmungen und erhöhte Homocysteinspiegel

Ein hoher Plasma-Homocysteinspiegel kann zu einer Neurotransmitter-Störung führen und damit depressive Symptome begünstigen. Bekanntlich vermögen B-Vitamine einen positiven Einfluss auf depressive Verstimmungen zu nehmen. Ziel der Studie war es, den Zusammenhang zwischen erhöhten Homocysteinspiegeln im Plasma und Depressionen bei älteren Menschen zu untersuchen.

Dazu wurde eine randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudie mit 236 stationär akut erkrankten älteren Patienten durchgeführt. Die Patienten erhielten entweder täglich eine Nahrungsergänzung mit verschiedenen B-Vitaminen oder ein Plazebopräparat während der Zeit von sechs Wochen. Erfasst wurden die Scores der geriatrischen Depression und deren Symptome sowie die Plasma-Homocysteinspiegel.

Ergebnis:
Die mittlere Homocysteinkonzentration fiel um 22 Prozent bei den Patienten, die die B-Vitamine erhielten, im Vergleich zu den Patienten der Plazebogruppe.
Die Homocysteinkonzentrationen wurden in vier Quartile aufgeteilt und den Depressions-Scores gegenübergestellt. Die Patienten des ersten Quartils, also die Proben mit den niedrigsten Homocysteinwerten, hatten im Vergleich zu den Testprobanden des vierten Quartils niedrigere Depressions-Scores.

Referenz:
Salah Gariballa: Testing homocysteine-induced neurotransmitter deficiency, and dpression of mood hypothesis in clinical practice; Age Ageing 2011 doi: 10.1093/ageing/afr086

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