160 Millionen Europäer sind psychisch krank

Psyche
Ein Wissenschaftlerteam um Hans-Ulrich Wittchen von der TU Dresden fand heraus, dass 38 Prozent der Europäer mindestens einmal im Jahr an einer psychischen oder neurologischen Störung leiden. Die Ergebnisse wurden jetzt im Fachmagazin „European Neuropsychopharmacology“ veröffentlicht.

Die Studie wurde in 30 europäischen Ländern durchgeführt und erstreckte sich über einen Zeitraum von drei Jahren. Es wurden mehr als 100 verschiedene psychische und neurologische Krankheitsbilder berücksichtigt.

Die Wissenschaftler kamen zu folgendem Ergebnis:

  • 14 Prozent der Europäer leiden an Angststörungen,
  • 7 Prozent an Schlafstörungen,
  • 6,9 Prozent an Depressionen,
  • 6,3 Prozent an psychosomatischen Erkrankungen,
  • 4 Prozent an Alkohol- und Drogenabhängigkeit,
  • 5 Prozent der europäischen Kinder und Jugendlichen unter 17 Jahren sind von einem ADHS-Syndrom betroffen.
  • 1 Prozent der 60- bis 65-Jährigen und bis zu 30 Prozent der über 85-Jährigen sind dement.

Männer und Frauen sind in Bezug auf psychische Erkrankungen gleichermaßen betroffen. Nur hinsichtlich der Art der Störungen sind Unterschiede festzustellen: Mehr Männer als Frauen litte während ihrer Kindheit an ADHS. Auch Suchterkrankungen treten häufiger bei Männern auf. Bei Frauen hingegen stehen eher Depressionen, Angsterkrankungen und Essstörungen im Vordergrund.

Anmerkung:
Immer mehr Menschen werden psychisch krank, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass die Stressbelastung immer mehr zunimmt. Was aber auch Fakt ist aber auch, dass die Versorgung mit verschiedenen Mikronährstoffen in weiten Teilen der Bevölkerung unzureichend ist – siehe Nationale Verzehrstudie II von 2007. Eine ausreichende Mikronährstoffversorgung ist aber ein wesentlicher Faktor für die Steigerung der Stresstoleranz.
Deshalb wäre es sinnvoll, von Zeit zu Zeit die Mikronährstoffversorgung mittels einer genauen Blutuntersuchung testen zu lassen, und basierend auf dem Resultat dieser Laboruntersuchung die fehlenden Mikronährstoffe dem Stoffwechsel zuzuführen.

Referenz:
Stern.de, 05.09.2011

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