Depressionen verkürzen das Leben

Depressionen
Depressionen gehen mit einer ungewöhnlich hohen Rate an altersassoziierten Erkrankungen und einer frühen Sterblichkeit einher. Ein Aspekt des beschleunigten Alterns bei Depressionen könnte in einer Verkürzung der Telomere liegen. Es ist bekannt, dass ab einer kritischen Telomerenlänge der Zelltod eintritt. Es konnte nachgewiesen werden, dass eine Verkürzung der Leukozyten-Telomere eine verfrühte Sterblichkeit und Erkrankungen bei nichtdepressiven Menschen mit sich bringt.

Wissenschaftler der University of California untersuchten nun, ob die Leukozyten-Telomere bei der Major-Depression verkürzt sind. Es ging auch um die Frage, ob diese Verkürzung mit der Depressionshäufigkeit im Laufe des Lebens zusammenhängt. In die Studie wurden 18 Patienten mit Major-Depression und 17 Kontrollpersonen einbezogen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass ein beschleunigter Alterungsprozess durch Verkürzung der Telomere mit der Depressionshäufigkeit während des Lebens zusammenhängt. Die Major-Depression ist mit einem oxidativen Stress und einer erhöhten Entzündungsbereitschaft verbunden.

Referenz:
Wolkowitz OM et al.: Leukocyte telomere length in major depression: correlations with chronicity, inflammation and oxidative stress-preliminary findings; PLoS one. 2011 Mar 23; 6(3): e17837

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