Depressionen und erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Wer an einer Major Depression leidet, trägt ein erhöhtes Risiko für Herz-Keislauf-Erkrankungen. Aus der Aminosäure Arginin entsteht das Signalgas NO (Stickstoffmonoxid). Dieses ist u.a. für die Erweiterung der Blutgefäße und für die Regulation des Blutflusses und des Blutdrucks verantwortlich.

Im „Journal of Affective Disorders“ publizierten Wissenschaftler eine Studie, in der bei 19 Patienten mit Major Depression und bei 19 Kontrollpersonen der Argininstoffwechsel im Blut untersucht wurde. Sie bestimmten u.a. die Argininkonzentration, die NO-Synthese und die cGMP-Spiegel in den Blutplättchen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass bei den Patienten mit Depressionen im Vergleich zu den Kontrollpersonen die Argininaufnahme in den Blutplättchen und auch die Aktivität der NO-Synthese vermindert war. Bei den Patienten mit Depressionen wurden gestörte cGMP-Spiegel in den Blutplättchen festgestellt, was mit einer verstärkten Verklumpungsneigung einherging.

Referenz:
Vivian Liane Mattos Pinto et al.: Low plasma levels of L-arginine, impaired intraplatelet nitric oxide and platelet hyperaggregability: Implications for cardiovascular discrease in depressive patients; Journal of Affective Disorders; Volume 140, Issue 2, pages 187-192

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