Oxidativer Stress bei Depressionen

oxidativer Stress und Depressionen
Es gibt zunehmend Hinweise, dass der oxidative Stress in der Pathogenese von Depressionen eine wichtige Rolle spielt. Wissenschaftler aus Indien untersuchten verschiedene Parameter des oxidativen Stresses bei Patienten mit Major Depression und verglichen die Werte mit denen gesunder Kontrollpersonen.

Die Lipidperoxidation wurde durch die Messung von Malondialdehyd (MDA) und NO-Metaboliten im Plasma bestimmt. Die antioxidative Kapazität wurde anhand der Bestimmung von SOD, Vitamin E, Vitamin C und Harnsäure sowie der totalen antioxidativen Kapazität im Plasma ermittelt.

Die Konzentrationen von MDA und NO-Metaboliten waren bei den Patienten zunächst deutlich höher als bei den Kontrollpersonen. Die Vitamine C und E sowie Harnsäure und die antioxidative Kapazität waren signifikant niedriger als bei der Kontrollgruppe.

Nach einer 12-wöchigen Behandlung mit Antidepressiva und den Antioxidantien Vitamin C und E kam es zu einer Rückbildung der pathologischen Parameter. Die Major Depression ist also durch ein Ungleichgewicht von Oxidantien/ Antioxidantien gekennzeichnet. Eine Therapie mit Antioxidantien in Kombination mit Antidepressiva könnte also oxidative Schäden verhindern und bereits bestehende Schäden reparieren.

Referenz:
Santoshi R. Ghodake et al.: A study of oxidative stress and influence of antioxidant vitamins supplementation in patients with major depression. Current Neurobiology 2012; 3 (2): 107-111

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.