Anitoxidative Kapazität in Relation von Depression und Ängstlichkeit

Ängstlichkeit und antioxidative Kapazität
Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten bei 3.297 scheinbar gesunden Erwachsenen die totale antioxidative Kapazität und ermittelten die psychische Befindlichkeit mittels eines Fragebogens. 28,6 Prozent der Studienteilnehmer waren depressiv und 13,6 Prozent hatten Angststörungen. Insgesamt fanden die Autoren der Studie einen inversen signifikanten Zusammenhang zwischen der Antioxidantienaufnahme und dem Risiko für Depressionen und Ängstlichkeit.

Referenz:
Alireza Milajerdi, Ammar Hassanzadeh Keshteli et al.: Dietary total antioxidant capacity in relation to depression and anxiety in Iranian adults; Nutrition – November 2018, DOI: 10.1016/j.nut.2018.11.017


Biochemische Marker bei neuauftretender Depression


Verschiedene Studien haben gezeigt, dass im Rahmen der Wechseljahre bei Frauen das Risiko für Major Depression ansteigt. Bisher war aber unklar, welche Faktoren hierbei eine Rolle spielen. Kanadische Wissenschaftler untersuchten bei 148 Frauen verschiedene Marker des oxidativen Stresses sowie die Thiolkonzentrationen, HSP70-Konzentrationen und BDNF sowie verschiedene andere Parameter. Im Vergleich zu den gesunden Kontrollpersonen zeigten die Frauen mit Major Depression ein vermehrtes Auftreten prooxidativer und proinflammatorischer Parameter und verminderte Konzentrationen von BDNF. BDNF ist ein Nervenwachstumsfaktor, dessen Konzentration bei Depressionen typischerweise absinkt.

Kommentar:
Zur Senkung prooxidativer und proinflammatorischer Parameter ist eine Therapie mit reichlicher Antioxidatienzufuhr und eine antientzündliche Ernährungsweise erforderlich. Proentzündlich wirken vor allem gesättigte Fettsäuren, verarbeitete Fleischprodukte und einfache Kohlenhydrate.

Referenz:
Pasquali MA et al.: A longitudinal study of neurotrophic, oxidative, and inflammatory markers in first-onset depression in midlife women. Eur Arch Psychiatry Clin Neurosci. 2018 Dec;268(8):771-781.


Erhöhte Spiegel von Malondialdehyd und Cortisol bei Major Depression


Wissenschaftler aus Bangladesh untersuchten verschiedene Blutwerte bei 247 Patienten mit der Diagnose Major Depression und bei 248 Kontrollpersonen. Die Cortisolspiegel waren bei den Patienten signifikant höher als bei den Kontrollpersonen, ebenso wie die Spiegel von Malondialdehyd. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass Malondialdehyd und Cortisol unabhängig voneinander im Serum angestiegen sind.

Kommentar:
Malondialdehyd ist ein wichtiger Marker des oxidativen Stresses und häufig auch ein Hinweis auf einen Vitamin-B12-Mangel.

Referenz:
Islam MR et al.: Elevated serum levels of malondialdehyde and cortisol are associated with major depressive disorder: A case-control study. SAGE Open Med. 2018 May 9;6:2050312118773953.


Vortrag: Neurodegenerative Erkrankungen

In diesem Vortrag geht es hauptsächlich um Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson. Neurodegenerative Erkrankungen unterscheiden sich zwar in ihrem Erscheinungsbild, haben aber ähnliche Krankheitsmechanismen.

Eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundvoraussetzung für eine normale Funktionsfähigkeit des Gehirns. Mit einer gezielten Mikronährstofftherapie sind viele biochemische Störungen bei neurodegenerativen Erkrankungen behandelbar, z. B. der oxidative Stress, die erhöhte Entzündungsneigung, Energiemangel der Nervenzellen und vieles mehr.

  • Sie erfahren, welche Vitamine, Mineralstoffe Spurenelemente, Aminosäuren und Fettsäuren für das Gehirn relevant sind.
  • Außerdem wird erläutert, wie man herausfindet, welche Biomoleküle fehlen und wie man gezielt einen Mikronährstoffmangel beheben kann.

Wir laden Sie recht herzlich ein zu unserem Vortrag.

Aschaffenburg
22.03.2019 um 19.00 Uhr im CongressCenter “Stadthalle am Schloss”, Konferenzraum Dalberg (K2), Schlossplatz 1 in Aschaffenburg

Referent ist Dr. med. Hans-Günter Kugler. Der Eintritt ist kostenlos.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.


N-Acetylcystein und Vitamin D bei Zwangsstörungen

NAC und Vitamin D bei Zwangsstörungen
Bei Zwangserkrankungen wurde mehrfach eine Dysfunktion der glutamatergen Nervenimpulsübertragung festgestellt. Es ist schon länger bekannt, dass der Wirkstoff N-Acetylcystein (NAC) die Freisetzung von Glutamat an den Synapsen modifizieren kann. Außerdem kann NAC entzündliche Stoffwechselwege modulieren. Man kann deshalb NAC als neuroprotektive Substanz ansehen. Vitamin D dürfte bei Zwangsstörungen ebenfalls von Nutzen sein, da es spezifisch die Bildung von Glutathion im Gehirn steigern kann. N-Acetylcystein ist bekanntlich eine wichtige Ausgangssubstanz für die Bildung von Glutathion. NAC und Vitamin D ergänzen sich also sehr gut hinsichtlich der Behandlung von Zwangsstörungen.

Referenz:
di Michele F et al.: N-Acetyl Cysteine and Vitamin D Supplementation in Treatment Resistant Obsessive-compulsive Disorder Patients: A General Review. Curr Pharm Des. 2018;24(17):1832-1838.


Mitochondrien und Stimmung

Mitochondrien

Wissenschaftler aus Kanada diskutierten in einem Fachartikel, inwieweit eine mitochondriale Dysfunktion in der Pathophysiologie von Depressionen eine Rolle spielen könnte. Veränderungen der Mitochondrienfunktion wie z. B. der oxidativen Phosphorylierung und der Membranpolarität könnten der Entwicklung depressiver Symptome vorausgehen. Der Zusammenhang zwischen mitochondrialer Dysfunktion und Depressionen ist aufgrund der vorhandenen Daten naheliegend, erfordert aber weitere Untersuchungen. Die Mitochondrienfunktion könnte auch ein Ansatzpunkt für die Entwicklung neuerer Antidepressiva bieten.

Referenz:
Allen J et al.: Mitochondria and Mood: Mitochondrial Dysfunction as a Key Player in the Manifestation of Depression. Front Neurosci. 2018 Jun 6;12:386.


Oxidativer Stress bei Depressionen und Angststörungen

oxidativer Stress und Angst - Depressionen

Wissenschaftler aus dem Iran publizierten im Juni 2018 einen Fachartikel, indem sie über die Ergebnisse von Messungen zum oxidativen Stress bei Personen mit Depressionen und Angstsymptomen berichteten. Symptome von Depressionen und Ängstlichkeit waren mit einem höheren Ausmaß von oxidativem Stress assoziiert.

Referenz
Shafiee M et al.: Depression and anxiety symptoms are associated with prooxidant-antioxidant balance: A population-based study. J Affect Disord. 2018 Oct 1;238:491-498.


Vortrag: “Neurodegenerative Erkrankungen – wie kann man das Gehirn schützen?”

Vortrag neurodegenerative Erkrankungen

Neurodegenerative Erkrankungen sind Erkrankungen, die mit einem Untergang von Nervenzellen im Gehirn einhergehen. Die bekanntesten neurodegenerative Erkrankungen sind Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson. Die Häufigkeit beider Erkrankungen nimmt zu und hat viel mit unserem Lebensstil zu tun.

Wir laden Sie recht herzlich ein zu unserem Vortrag:

“Neurodegenerative Erkrankungen – wie kann man das Gehirn schützen?”

Schwerpunkte des Vortrages sind:
•    Wie entstehen neurodegenerative Erkrankungen?
•    Wie vermindert man das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen?
•    Welche Bedeutung haben Mikronährstoffe für den Schutz des Gehirns?

Der Vortrag findet am 14. Oktober 2018 um 16.00 Uhr in der Naturklinik Michelrieth, Löwensteinstraße 15 in 97828 Marktheidenfeld-Michelrieth statt. Referent ist Dr. med. Hans-Günter Kugler.

Der Eintritt ist kostenlos. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

 


Hoher Vitamin-C-Status verbessert Stimmung

Vitamin C und Stimmung

Wie Wissenschaftler aus Neuseeland berichteten, führten höhere Plasmaspiegel von Vitamin C bei männlichen Studenten zu einer Verminderung von Stimmungsschwankungen. Der Vitamin-C-Status korrelierte invers mit Depressionen, Konfusionen und Ärger.

Referenz
Pullar JM et al.: High Vitamin C Status Is Associated with Elevated Mood in Male Tertiary Students. Antioxidants (Basel). 2018 Jul 16;7(7).


Folsäurekonzentration und Depressionen bei Frauen

US-Wissenschaftler untersuchten bei Frauen im gebärfähigen Alter einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Folsäurestatus und dem Risiko für Depressionen. Die Folsäure-Serumkonzentration war schwach mit einem erhöhten Risiko für moderate schwere Depression assoziiert.

Referenz:
Nguyen B, Weiss P et al.: Association between blood folate concentrations and depression in reproductive aged U.S. women, NHANES (2011-2012); J Affect Disord. 2017 Dec 1;223:209-217.


Anämie und Wochenendepression

US-Wissenschaftler haben im Mai 2018 publiziert, dass eine Anämie während der Schwangerschaft oder um den Geburtstermin herum mit einem vermehrten Auftreten von Wochenbettdepression assoziiert war. Eine Anämie sollte also als Risikofaktor für Wochenendepression angesehen werden.

Referenz:
Sutherland, Shannon, MD, MIPH; O’Sullivan, David, PhD; Mullins, Jessica, MD: An Association Between Anemia and Postpartum Depression [35C]; Obstetrics & Gynecology: May 2018 – Volume 131 – Issue – p 39S


Bedeutung von Zink, Magnesium, Selen und Depressionen

Wissenschaftler aus den USA publizierten einen Übersichtsartikel zur Bedeutung von Zink, Magnesium und Selen bei Depressionen.

Es ist noch nicht völlig klar, über welche Mechanismen niedrige Zinkkonzentrationen das Risiko für Depressionen beeinflussen. Im Hippocampus und in der Hirnrinde regulieren Zinkionen die Neurotransmission oder fungieren sogar als Neurotransmitter. Störungen der Zink-Homöostase in diesen Regionen sind mit zahlreichen Störungen der Hirnleistungsfähigkeit, des Verhaltens und der emotionalen Regulation assoziiert.

Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt eines Zinkmangels sind endokrine Veränderungen, die mit Depressionen einhergehen. Zinkdefizite sind häufig mit erhöhten Cortisolspiegeln assoziiert, die wiederum zu einer Überaktivität der HPA-Achse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse) führen.

Zink besitzt antiinflammatorische und antioxidative Eigenschaften. Eine Zinksupplementierung könnte deshalb den oxidativen Stress bei Majordepression vermindern. Weitere antidepressive Eigenschaften von Zink ergeben sich aus der Funktion dieses Spurenelements als Antagonist von NMDA-Rezeptoren, deren Überaktivitäten mit der Entstehung von Depressionen in Zusammenhang gebracht werden.

Es gibt eine gute Evidenz dafür, dass zwischen Magnesium und der Entwicklung von Depressionen ein inverser Zusammenhang besteht, genauso wie für die antidepressiven Eigenschaften von Magnesium.

Bei Selen sind die Ergebnisse von Studien nicht einheitlich. Generell haben nur wenige Studien den Zusammenhang zwischen den Selenkonzentrationen und Depressionen untersucht. Deshalb gibt es auch deutlich weniger Daten als bei Zink und Magnesium.

Referenz:
Wang J, Um P et al.: Zinc, Magnesium, Selenium and Depression: A Review of the Evidence, Potential Mechanisms and Implications; Nutrients. 2018 May 9;10(5). pii: E584.


Mit Mikronährstoffen Hirnleistungsfähigkeit verbessern

Hirnleistung und Mikronährstoffe

Das Gehirn ist ein Organ der Superlative. Es besitzt schätzungsweise etwa 100 Milliarden Nervenzellen. Jedes Neuron ist durchschnittlich mit 1000 anderen Neuronen verbunden, so dass mindestens 1000 Billionen Synapsen existieren dürften. Das Gehirn verbraucht circa 20 Prozent des Sauerstoffes und mehr als 25 Prozent der Glukose, obwohl es nur etwa zwei Prozent der Körpermasse ausmacht.

Lange Zeit hatte man sich wenig für die Bedeutung der Ernährung für die Hirnleistungsfähigkeit interessiert, was sich aber inzwischen grundlegend geändert hat. Eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen ist sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen und älteren Menschen von zentraler Bedeutung für die Hirnleistungsfähigkeit. Allgemein gesprochen sind Mikronährstoffe erforderlich für die Bildung von Nervenbotenstoffen, von Dendriten und Synapsen, für den Schutz von freien Radikalen, für die Entwicklung der Myelinscheiden und für den Energiestoffwechsel der Nervenzellen.

Ein Mangel an Mikronährstoffen kann die Hirnleistungsfähigkeit und auch die psychische Befindlichkeit beeinträchtigen, dazu einige Beispiele:

Im April 2016 publizierten verschiedene Wissenschaftler aus Deutschland, dass niedrige Vitamin-B12-Konzentrationen mit schlechteren Gedächtnisleistungen assoziiert waren, was zumindest teilweise mit einer Beeinträchtigung der Mikrostruktur des Hippocampus erklärbar war.

Forscher aus den Niederlanden und den USA fanden einen Zusammenhang zwischen einem schweren Vitamin-D-Mangel und einer Verschlechterung bestimmter Gedächtnisleistungen. In einer Untersuchung an Studentinnen wurde nachgewiesen, dass niedrige Eisenspeicher und eine niedrige aerobe Fitness das Lernpotential von College-Studentinnen beeinträchtigten.

Forscher aus Irland konnten in einer Studie nachweisen, dass niedrige Vitamin-B6-Konzentrationen im Vergleich zu normalen Vitamin-B6-Konzentrationen bei gesunden älteren Erwachsenen mit einem stärkeren Abfall der Hirnleistungsfähigkeit verbunden waren. Französische Forscher haben im November 2016 publiziert, dass eine erhöhte Vitamin-K-Zufuhr mit wenigeren und weniger schweren Klagen über Gedächtnisprobleme bei älteren Erwachsenen assoziiert war.

Für die Hirnleistungsfähigkeit spielen viele Mikronährstoffe eine Rolle, insbesondere auch eine gute Versorgung mit antioxidativen Mikronährstoffen wie Selen, Vitamin C und E, da das Gehirn besonders vulnerabel gegenüber oxidativem Stress ist. Zur Vermeidung von Hirnleistungsstörungen oder auch psychischen Befindlichkeitsstörungen ist es in jedem Lebensalter sinnvoll, von Zeit zu Zeit den Mikronährstoffstatus überprüfen zu lassen. Hierzu empfehlen wir die Durchführung des DCMS-Neuro-Checks.

Referenzen:

  • Köbe T et al.: Vitamin B-12 concentration, memory performance, and hippocampal structure in patients with mild cognitive impairment. Am J Clin Nutr. 2016 Apr;103(4):1045-54.
  • Kuźma E et al.: Vitamin D and Memory Decline: Two Population-Based Prospective Studies. J Alzheimers Dis. 2016;50(4):1099-108.
  • Samuel P Scott et al.: Combined Iron Deficiency and Low Aerobic Fitness Doubly Burden Academic Performance among Women Attending University1,2. The Journal of Nutrition. First published November 23, 2016, doi: 10.3945/jn.116.240192
  • Hughes CF et al.: B-Vitamin Intake and Biomarker Status in Relation to Cognitive Decline in Healthy Older Adults in a 4-Year Follow-Up Study. Nutrients. 2017 Jan 10;9(1). pii: E53.
  • Soutif-Veillon A et al.: Increased dietary vitamin K intake is associated with less severe subjective memory complaint among older adults. Maturitas. 2016 Nov;93:131-136.

 

Weitere Infos:
– Praxis für Mikronährstoffmedizin –
Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik
und Spektroskopie DCMS GmbH
Löwensteinstraße 9
D-97828 Marktheidenfeld
Tel. +49/ (0)9394/ 9703-0
www.diagnostisches-centrum.de


Müde und Erschöpft? Mikronährstoffe können hilfreich sein

müde, erschöpft - Mikronährstoffe helfen

Müdigkeit ist ein häufig vorkommendes Symptom und nicht selten Anlass für die Konsultation eines Arztes. Müdigkeit kann viele Ursachen haben, allen voran natürlich zu wenig Schlaf. Müdigkeit tritt aber häufig auch in Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen wie z. B. Stoffwechselerkrankungen, chronisch entzündlichen Erkrankungen, Anämie, hormonelle Erkrankungen und Infektionskrankheiten auf. Müdigkeit und Erschöpfung sind ebenfalls weit verbreitete Symptome im Zusammenhang mit psychischen Störungen. Sehr häufig ist Müdigkeit auch die Folge von chronischem Stress, aus unterschiedlichsten Gründen.

Müdigkeit und Erschöpfung sind oftmals Anzeichen eines Mikronährstoffmangels. Mikronährstoffe spielen eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel. Bei Müdigkeit und Energiemangel ist zunächst die Frage zu stellen, ob der Organismus überhaupt in der Lage ist, genügend Energie zu bilden. So manche Beschwerden, die auch dem Alter zugesprochen werden, beruhen häufig auf einer unzureichenden Mikronährstoffversorgung. Eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen ist von grundlegender Bedeutung für eine gute körperliche Fitness und psychische Befindlichkeit. Die Wirkprinzipien der Mikronährstoffe sind eine Verbesserung der psychischen Befindlichkeit, da viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren für den Stoffwechsel der Nervenbotenstoffe benötigt werden. Mikronährstoffe können auch zur Verminderung der Entzündungsaktivität im Stoffwechsel beitragen und fördern die Entkrampfung und muskuläre Entspannung.

Ein Grund für anhaltende Müdigkeit kann ein Eisenmangel sein, der oftmals auch dann besteht, wenn keine Eisenmangelanämie vorliegt. Eisen ist nicht nur wichtig für den Sauerstofftransport und für die Sauerstoffspeicherung, sondern auch für die Bildung von Nervenbotenstoffen und insbesondere auch für die Energiebildung in der Zelle, die ganz überwiegend in den Mitochondrien stattfindet.

In den letzten Jahren zeigt sich eindrücklich, dass auch Vitamin D für die körperliche und psychische Befindlichkeit eine zentrale Rolle spielt. Wichtig für den Energiestoffwechsel sind die Vitamine B1, B2, B3 sowie Kupfer. Coenzym Q10 und Carnitin gehören zu den sogenannten Vitaminoiden. Beide Substanzen sind für die Energiebildung in der Zelle essenziell. Eine wichtige Funktion hat auch Magnesium, das nicht nur den „Antistressmineralstoff“ darstellt, sondern auch im Energiestoffwechsel von zentraler Bedeutung ist. Eine ausreichende Energiebereitstellung im Körper hängt also von einer Vielzahl von Faktoren ab. Der Energiestoffwechsel kann durchaus mit einem Räderwerk verglichen werden, indem ein Rädchen in das andere greifen muss. Bei Stress, starker Beanspruchung oder bei Krankheiten ist der Mikronährstoffbedarf häufig erhöht.

Bei Müdigkeit und Erschöpfung empfehlen wir die Durchführung des DCMS-Stoffwechsel-Profils, in dem sehr viele relevante Mikronährstoffe bestimmt werden.

Referenzen:

  • B. Riedl und W. Peter: Basiswissen Allgemeinmedizin. Springer-Verlag GmbH Deutschland 2017
  • DCMS-NEWS: Erschöpfung und Mikronährstoffe, August 2015/ Ausgabe 3
  • DCMS-NEWS: Vitalstoffe: lebenswichtig für alle Stoffwechselfunktionen, März 2015/ Ausgabe 1

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Warum Mikronährstoffe bei Depressionen wichtig sind

Depressionen und Mirkonährstoffe

Wie inzwischen zahlreiche Studien gezeigt haben, spielt die Ernährung eine wichtige Rolle für die psychische Befindlichkeit des Menschen. Ende Juli 2017 wurden im Fachblatt Scientific Reports die Ergebnisse einer Studie aus England publiziert. Forscher aus London konnten nachweisen, dass eine hohe Zuckerzufuhr bei Männern das Risiko für psychische Krankheiten, z. B. Depressionen oder Angststörungen, erhöhte.

Wichtig für die psychische Befindlichkeit ist aber nicht nur die Vermeidung ungünstiger Ernährungsfaktoren, sondern eine optimale Versorgung mit den Biomolekülen, die das Gehirn für eine normale Funktion benötigt. Immer wieder zeigen Studien einen Zusammenhang zwischen Mikronährstoffmängeln und einem vermehrten Auftreten psychischer Störungen.

Eine vor kurzem veröffentlichte Metaanalyse von US-Wissenschaftlern konnte nachweisen, dass Personen mit Depressionen niedrigere Serumspiegel von Folsäure und eine geringere Folsäureaufnahme hatten als Personen ohne Depressionen. In den USA zeigte sich bei Frauen im gebärfähigen Alter ein Zusammenhang zwischen einem erhöhten Risiko für mittlere bis schwere Depressionen und der Folsäurekonzentration im Blut.

Auch Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für die psychische Befindlichkeit. Forscher aus Italien publizierten eine Literaturübersicht über den Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Konzentrationen und Depressionen. Sie fanden eine akute Beweislage dafür, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen Depressionen und einem Vitamin-D-Mangel gibt. Um die Kausalitätsfrage zu klären, seien aber noch mehr Studien erforderlich. Wissenschaftler aus dem Iran konnten nachweisen, dass eine Hochdosis-Vitamin-D-Supplementierung mit einer Reduzierung von Depressionssymptomen bei weiblichen Jugendlichen verbunden war.

Bei Personen mit Major-Depression wurden im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen auch signifikant niedrigere Konzentrationen der Aminosäuren Arginin und Citrullin nachgewiesen.

Ein Fachartikel von Wissenschaftlern aus Indien beschäftigte sich mit einer möglichen Bedeutung von Vitamin C in der Behandlung von Angststörungen. Ein Vitamin-C-Mangel vermindert z. B. die Bildung von Neurotransmittern, die mit Angststörungen assoziiert sind. Insgesamt ist Vitamin C wichtig für die Bildung verschiedener Neurotransmitter. Es kann Schäden durch freie Radikale im Gehirn vermindern.

US-Wissenschafter publizierten im Juni 2017 einen großen Fachartikel über die Bedeutung von Zink in der Behandlung psychiatrischer Erkrankungen: Hochkarätige klinische Studien zeigten, dass eine Zinksupplementierung bei Depressionen einen günstigen Effekt hat. Außerdem erwies sich Zink auch als Zusatztherapie bei der Behandlung der Major-Depression als Vorteil. Zink ist generell ein wichtiges Spurenelement für das Gehirn. Es ist für die Funktionsfähigkeit verschiedener Neurotransmittersysteme erforderlich und hat auch einen Einfluss auf die Neubildung von Hirnzellen und auf die Entzündungsaktivität im Gehirn.

Unbestritten spielen Mikronährstoffe eine wichtige Rolle für die psychische Befindlichkeit. Diese sollten aber nicht leichtfertig eingenommen werden. Vor einer Supplementierung von Mikronährstoffen sollte eine geeignete Mikronährstoffuntersuchung durchgeführt werden wie zum Beispiel der DCMS-Neuro-Check.

Referenzen:

  • Viola Ulrich: So wirkt sich Schokolade auf die männliche Psyche aus. www.welt.de, 31.07.2017
  • Bender A et al.: The association of folate and depression: A meta-analysis. J Psychiatr Res. 2017 Jul 22;95:9-18.
  • Nguyen B et al.: Association between blood folate concentrations and depression in reproductive aged U.S. women, NHANES (2011-2012). J Affect Disord. 2017 Jul 17;223:209-217.
  • Alessandro Cuomo et al.: Depression and Vitamin D Deficiency: Causality, Assessment, and Clinical Practice Implications. Neuropsychiatry (London) (2017) 7(5), 606–614
  • Hess S et al.: Decreased serum L-arginine and L-citrulline levels in major depression. Psychopharmacology (Berl). 2017 Aug 13.
  • Rajender Guleria et al.: Ascorbic acid: A therapeutic viability in anxiety disorders. Innovations in Pharmaceuticals and Pharmacotherapy. eISSN: 2321– 323X, pISSN: 2395-0781
  • Petrilli MA et al.: The Emerging Role for Zinc in Depression and Psychosis. Front Pharmacol. 2017 Jun 30;8:414.
  • Bahrami A et al.: High Dose Vitamin D Supplementation Is Associated With a Reduction in Depression Score Among Adolescent Girls: A Nine-Week Follow-Up Study. J Diet Suppl. 2017 Jul 31:1-10.

 

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Vitamin D hilfreich bei Depressionen

Vitamin D bei Depressionen hilfreich

In einer indischen Studie wurden 158 ambulante Patienten mit depressiven Störungen auf einen Vitamin-D-Mangel untersucht. Die Mehrzahl der Patienten hatte einen Vitamin-D-Mangel (<25 ng/ml). Die Patienten mit einem Vitamin-D-Mangel brauchten signifikant längere Zeit für die Rückbildung der Depression als die Patienten ohne Vitamin-D-Mangel. Die Patienten mit einem Vitamin-D-Mangel wurden mit Vitamin D supplementiert, weshalb dann die Revisionszeit der Depression vergleichbar war mit der der Patienten ohne Vitamin-D-Mangel.

Referenz:
Naresh Nebhinani et al.: Role of Vitamin D supplementation in patients with depressive disorders and hypovitaminosis D: A longitudinal study. Journal of Mental Health and Human Behaviour, 2017, Volume: 22  |  Issue : 1  |  Page : 14-20


Zink vermag bei psychischen Befindlichkeitsstörungen hilfreich zu sein

Zink und Befindlichkeit

Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten bei 100 Hochschulstudentinnen die Zinkaufnahme und bestimmten zusätzlich die Zinkkonzentration. Die psychische Befindlichkeit wurde mittels zweier standardisierter Fragebögen ermittelt. Die Serum-Zinkkonzentionen waren invers mit psychischen Störungen einschließlich Depressionen und Angststörungen assoziiert. Eine Anhebung der Zinkkonzentration im Serum könnte bei Studentinnen die psychischen Störungen verbessern.

Referenz:
Tahmasebi K et al.: Association of Mood Disorders with Serum Zinc Concentrations in Adolescent Female Students. Biol Trace Elem Res. 2017 Aug;178(2):180-188.


Mikronährststoffe sind unabdingbar für das Gehirn

Mikronährstoffe und Hirnleistung

Die Zusammenhänge zwischen der Ernährung und der Hirnleistungsfähigkeit wurden lange Zeit wenig beachtet, was sich aber in den letzten Jahren grundlegend geändert hat. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass die Hirnleistungsfähigkeit in erheblichem Umfang von der Art der Ernährung beeinflusst wird und zwar in jedem Lebensalter.

Mehr zu dem Thema: Hirnleistungsfähigkeit und Mikronährstoffe erfahren Sie in unserem neuem DCMS-NEWS, lesen Sie hier weiter….


Vitamin C und Angststörungen

Vitamin C
In einem Fachartikel indischer Wissenschaftler wurden Gründe präsentiert, weshalb Vitamin C eine sinnvolle therapeutische Substanz bei Angststörungen darstellen könnte. Ein Vitamin-C-Mangel vermindert die Bildung von Neurotransmittern, die mit Angststörungen im Zusammenhang stehen. Vitamin C ist an der Synthese der Katecholamine, von Serotonin und den Neuropeptiden beteiligt. Es verhindert die Peroxidation von Membranphospholipiden und ist ein Radikalfänger im Gehirn. Studien haben gezeigt, dass oxidativer Stress Angststörungen triggern kann, und Antioxidantien hierbei einen günstigen Einfluss haben.

Referenz:
Rajender Guleria et al.: Ascorbic acid: A therapeutic viability in anxiety disorders. Innovations in Pharmaceuticals and Pharmacotherapy, eISSN: 2321–323X, pISSN: 2395-0781


Zink und Neopterin bei bipolaren Störungen

Zink bei bipolarer Störung
Die Zinkkonzentration war bei Patienten mit bipolarer Störung im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen vermindert. Frauen mit bipolarer Störung zeigten einen positiven Zusammenhang zwischen der Zinkkonzentration und dem Schweregrad der Depression. Bei Männern war die Neopterinkonzentration positiv mit dem Schweregrad einer Anämie verbunden.

Referenz:
Millett CE et al.: Peripheral zinc and neopterin concentrations are associated with mood severity in bipolar disorder in a gender-specific manner. Psychiatry Res. 2017 May 17;255:52-58.


Zur Bedeutung von Mikronährstoffen in der Behandlung der Major Depression

Major Depression und Mikronährstoffe

Wissenschaftler aus den Niederlanden führten eine umfangreiche Literaturrecherche durch zur Klärung der Frage, inwieweit Mikronährstoffe bei der Behandlung der Major Depression eine therapeutische Wirksamkeit zeigten. Grundsätzlich kamen die Autoren zu dem Schluss, dass Mikronährstoffe depressive Symptome vermindern können. Insbesondere Tryptophan, Omega-3-Fettsäuren, S-Adenosylmethionin und Folsäure könnten als Monotherapie oder adjuvante Therapie bei depressiven Störungen den Therapieerfolg verbessern. Im Gegensatz zu Tryptophan fanden die Autoren bei Tyrosin keine Evidenz für die Verwendung als antidepressive Substanz. Erhöhte Konzentrationen der Omega-3-Fettsäuren könnten die Zellmembranfluidität im ZNS verändern. Außerdem sei Vitamin B12 als Verstärker von Serotonin-Wiederaufnahmehemmern oder trizyklischen Antidepressiva eine effektive Behandlung bei depressiven Störungen.

Referenz:
Lisanne A. E. M. Van Houtum et al.: The use of Nutraceuticals as Mono- or Adjuvant Therapy to Pharmacotherapies in Major Depressive Disorder. International Neuropsychiatric Disease Journal, ISSN: 2321-7235,Vol.: 8, Issue.: 2; 18. September 2016


Cadmium, Blei und depressive Symptome

Schwermetalle im Blut
In einer Studie wurde untersucht, inwieweit die Konzentrationen von Cadmium und Blei mit depressiven Symptomen in der US-Bevölkerung zusammenhing. Dazu wurden Daten von NHANES 2011-2012 verwendet. 3905 Personen wurden in die Studie einbezogen.

Personen im höchsten Quartil der Cadmiumkonzentration hatten ein höheres Risiko für depressive Symptome, wobei dieser Zusammenhang nur bei männlichen Studienteilnehmern gefunden wurde, und speziell bei jüngeren Männern zwischen 20 und 47 Jahren. Bei jüngeren erwachsenen Frauen waren die Bleikonzentrationen im Vollblut, Rauchen und Übergewicht mit depressiven Symptomen verbunden.

Referenz:
Buser MC et al.: Cadmium, Lead, and Depressive Symptoms: Analysis of National Health and Nutrition Examination Survey 2011-2012. J Clin Psychiatry. 2016 Dec 6. doi: 10.4088/JCP.15m10383.


Zinkmangel und depressive Symptome

Zinkmangel bei älteren Menschen
Wissenschaftler der Charitè in Berlin führten bei 1514 älteren Personen im Alter zwischen 60 und 84 Jahren eine Bestimmung der Zinkaufnahme und der Plasma-Zinkspiegel durch. Parallel dazu wurden bei den Studienteilnehmern depressive Symptome per Fragebogen ermittelt.

Ein Zinkmangel im Plasma war bei den älteren Studienteilnehmern sehr häufig. Eine Erhöhung der Zinkaufnahme und höhere Plasma-Zinkkonzentrationen könnten das Risiko für depressive Symptome vermindern. Die Autoren der Studie empfehlen bei älteren Menschen mit depressiven Symptomen die Zinkaufnahme und die Zinkkonzentration zu überprüfen.

Referenz:
Jung A et al.: Zinc Deficiency Is associated With Depressive Symptoms-Results From the Berlin Aging Study II. J Gerontol A Biol Sci Med Sci. 2016 Oct 27. pii: glw218.


Zinkkonzentration bei Depressionen

Zink und Depressionen
Wissenschaftler aus Polen untersuchten in einer Studie bei Patienten mit depressiver Episode die Zinkkonzentrationen im Blut. An der Studie nahmen 69 Patienten mit aktiver depressiver Episode, 45 Patienten in Remission und 50 Kontrollpersonen teil. Die Ergebnisse der Zinkbestimmung zeigte, dass die Zinkkonzentration in der depressiven Phase statistisch niedriger war als bei gesunden Kontrollpersonen. Der Zinkspiegel bei Patienten in Remission unterschied sich nicht signifikant von denen der Kontrollpersonen. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass die Serum-Zinkkonzentration als möglicher biologischer Marker bei der depressiven Episode anzusehen sei.

Referenz:
Styczeń K et al.: The serum zinc concentration as a potential biological marker in patients with major depressive disorder. Metab Brain Dis. 2016 Aug 8.


Tryptophan bei depressiver Episode

Depressionen, Tryptophan
Wissenschaftler von verschiedenen Ländern untersuchten die Plasmakonzentration von Tryptophan sowie das Verhältnis Tryptophan zu neutralen Aminosäuren in Bezug auf die Pathopysiologie der Major Depression. Die Forscher wollten herausfinden, inwieweit die Spiegel der Aminosäuren mit dem Behandlungserfolg bei Major Depression assoziiert waren und ob diese Effekte durch Cortisol oder Immunbiomarker beeinflusst wurden. Sie konnten nachweisen, dass erhöhte Konzentrationen der neutralen Aminosäuren mit einem Nichtansprechen der Behandlung bei Major Depression assoziiert waren. Bei den Patienten, die auf die Therapie ansprachen, zeigte sich eine Verminderung der Konzentrationen der neutralen Aminosäuren, und das Verhältnis von Tryptophan zu den neutralen Aminosäuren stieg an. Insgesamt spielen also erhöhte Konzentrationen der neutralen Aminosäuren eine zentrale Rolle für das Nichtansprechen einer antidepressiven Therapie.

Referenz:
Ormstad H et al.: Increased plasma levels of competing amino acids, rather than lowered plasma tryptophan levels, are associated with a non-response to treatment in major depression. Eur Neuropsychopharmacol. 2016 Aug;26(8):1286-96.


Vitamin D und Depressionen

Vitamin D, Depressionen
Iranische Wissenschaftler führten bei 40 Patienten mit Major Depression eine randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudie durch. Es wurde der Einfluss einer Vitamin-D-Supplementierung auf die psychische Befindlichkeit sowie auf verschiedene Stoffwechselmarker untersucht.

Bei Patienten mit Depression führte eine achtwöchige Vitamin-D-Therapie zu einer Besserung der Stimmungslage, außerdem wurden auch positive Effekte auf Indikatoren der Glukosehomöostase und des oxidativen Stresses nachgewiesen. Die Glutathionspiegel und die gesamte antioxidative Kapazität des Plasmas unterschieden sich signifikant von der Placebogruppe.

Referenz:
Zahra Sepehrmanesh, Fariba Kolahdooz et al.: Vitamin D Supplementation Affects the Beck Depression Inventory, Insulin Resistance, and Biomarkers of Oxidative Stress in Patients with Major Depressive Disorder: A Randomized, Controlled Clinical Trial; JN The Journal of Nutrition, First published November 25, 2015, doi: 10.3945/jn.115.218883


Depressionen nehmen zu und sind sehr teuer

Depressionen
Im April 2016 hat die WHO eine Studie publiziert, die sich mit der Häufigkeit und den wirtschaftlichen Konsequenzen von psychischen Erkrankungen beschäftigte. Laut WHO leidet heute nahezu jeder zehnte Mensch an Depressionen oder starken Angstzuständen. Zwischen 1990 und 2013 hätte sich die Zahl der Menschen, die an Depressionen und/oder Angstzuständen erkrankt seien, um fast 50 Prozent auf 615 Mio. Betroffene erhöht.

Die WHO schätzt, dass in Krisenzeiten etwa 20 Prozent der Menschen von Depressionen und Angstzuständen betroffen sind. Demgegenüber seien die Investitionen in die psychische Gesundheitsvorsorge sehr gering. Depressionen und Angststörungen würden die Weltwirtschaft jedes Jahr bis zu einer Billion US-Dollar kosten. Die WHO-Studie wurde anlässlich einer Reihe von Veranstaltungen veröffentlicht, die sich im Rahmen der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds mit dem Thema psychische Gesundheit beschäftigten.

Depressionen und Angststörungen sind psychiatrische Erkrankungen. Diesbezüglich zeigt sich zunehmend, dass bei affektiven Störungen neben psychologischen Faktoren auch biologische Faktoren eine große Rolle spielen. Es ist schon viele Jahre bekannt, dass bei Depressionen Störungen der Neurochemie, insbesondere der Transmitterchemie, vorliegen. Dazu kommen Hormonstörungen, veränderte Biorhythmen, Störungen der Neurogenese, eine erhöhte Entzündungsaktivität und eine mitochondriale Dysfunktion, d.h. ein vermehrtes Auftreten von oxidativem Stress. Aus diesem Grund spielen Mikronährstoffe in der Prävention und Therapie depressiver Störungen eine bedeutende Rolle, weil durch eine gezielte Supplementierung mit Mikronährstoffen viele günstige Effekte erzielt werden können, z.B. Verbesserung des Energiestoffwechsels der Nervenzellen, Verminderung der Entzündungsaktivität, Verbesserung der Transmitterchemie, Verminderung oder Abbau von oxidativem Stress, Verbesserung der Neurogenese und vieles mehr.

Umfangreiche und interessante Informationen zum Thema Mikronährstoffe und Depressionen haben wir in unserem DCMS-News vom Januar 2016 zusammengefasst, das Sie als PDF herunterladen können.

Seit vielen Jahren hat sich unser DCMS-Neuro-Check bei psychiatrischen und auch bei neurologischen Erkrankungen bewährt und liefert wertvolle Informationen über den Mikronährstoffstatus, was dann eine individuelle Nahrungsergänzung ermöglicht.

Referenz:
Veronika Völlinger: Depressionen kosten jährlich eine Billion Dollar. WHO-Bericht, Zeitonline am 13. April 2016


Eisenversorgung beeinflusst Wirksamkeit von Psychopharmaka

Psychopharmaka, Eisenmangel
Es ist bekannt, dass ein Eisenmangel mit oder ohne Anämie zu neuropsychologischen Störungen und zu Verhaltensauffälligkeiten führen kann. Wissenschaftler aus den USA untersuchten bei fünf- bis siebzehnjährigen Jungen und männlichen Jugendlichen, die mit Risperidon  behandelt wurden, inwieweit ein Eisenmangel sich auf den Behandlungserfolg auswirkte. Die Ferritinkonzentration war invers mit dem Schweregrad von unsozialem Verhalten und positiv mit prosozialem Verhalten assoziiert. Höhere Eisenspeicher reduzierten auch das Risiko für eine Gewichtszunahme durch Risperidon. Niedrige Eisenspeicher waren mit einem schlechteren Behandlungserfolg verbunden.

Referenz:
Calarge CA , Murry DJ et al.: Serum Ferritin, Weight Gain, Disruptive Behavior, and Extrapyramidal Symptoms in Risperidone-Treated Youth; J Child Adolesc Psychopharmacol. 2016 Feb 19


Oxidativer Stress bei Depressionen

Chinesische Wissenschaftler untersuchten in einer Metaanalyse bei Patienten mit Depressionen oxidative Stressmarker im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen. In die Metaanalyse wurden 150 Artikel einbezogen. Bei Patienten mit akuter depressiver Episode wurde eine abnormale antioxidative Kapazität festgestellt. Verschiedene Antioxidantien waren signifikant niedriger als bei den Kontrollpersonen. Insbesondere Zink, HDL-Cholesterin, Albumin, Harnsäure und Serum-Paraoxonase. Parameter des oxidativen Stresses wie Malondialdehyd in den Erythrozyten und im Serum sowie die 8-F2-Isoprostane waren bei den depressiven Patienten höher als bei den Kontrollpersonen. Nach antidepressiver medikamentöser Therapie zeigte sich eine Verminderung der Malondialdehydspiegel. Durch die antidepressive Therapie kam es auch zu einem Anstieg der Serumkonzentrationen von Harnsäure, Albumin und Vitamin C. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass oxidativer Stress bei Depressionen eine Rolle spielt. Sie empfehlen die Durchführung weiterer Untersuchungen zur Klärung des möglichen Nutzens einer Supplementierung mit Antioxidantien.

Referenz:
Liu T, Zhong S et al.:  A Meta-Analysis of Oxidative Stress Markers in Depression; PLoS One. 2015 Oct 7;10(10):e0138904.


Warum bei Depressionen auf die Ernährung geachtet werden sollte

Ernährung kann psychische Befindlichkeit beeinflussen

In Welt online erschien am 14.01.2016 ein Artikel, der sich mit dem Zusammenhang zwischen Nährstoffen und der Psyche beschäftigte. Ein neues Fachgebiet “Nutritional Psychology” erfreut sich zunehmender Aufmerksamkeit. Dabei geht es um die Beeinflussung der psychischen Befindlichkeit durch die Ernährung. Bis heute werden Medikamente als anerkannte Behandlungsweise für Menschen mit schweren psychischen Krankheiten betrachtet. Dabei haben immer mehr neue Studien gezeigt, dass das Risiko für Depressionen in erheblichem Umfang vom Ernährungsstil beeinflusst werden kann. Es wurde z.B. nachgewiesen, dass eine modifizierte mediterrane Ernährung das Risiko senkte, später an Depressionen zu erkranken. Auch Nahrungszusätze könnten Linderung bringen. So wurde ein Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und dem Schizophrenie-Risiko nachgewiesen. Gute Erfahrungen liegen mit Nährstoffkombinationen vor, die genauer auf den körperlichen Bedarf zugeschnitten sind.

Referenz:
welt.de, 14.01.2016: Wie die Ernährung Depressionen beeinflusst


Ernährungsstatus bei Depressionen

Depressionen
Die Depression ist eine weit verbreitete Erkrankung, bei der Ernährungsfaktoren eine Rolle spielen können. Türkische Wissenschaftler untersuchten die Nährstoffaufnahme bei depressiven Patienten und bei einer Kontrollgruppe. Sie stellten fest, dass depressive Patienten verschiedene Mikronährstoffe, wie Vitamin B1, B2, B6, Folsäure, Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Phosphor, Eisen und Zink, in deutlich geringeren Mengen aufnahmen als die Kontrollpersonen.

Ebenso hatten in dieser Studie die depressiven Patienten eine signifikant niedrigere Aufnahme von Vitamin C und A und erfüllten nicht die Zufuhrempfehlungen der nationalen Richtlinien der Türkei. Die Autoren der Studie beschreiben in ihrem Fachartikel auch die Funktionen der einzelnen Mikronährstoffe für den Stoffwechsel des Nervensystems, z.B. die Bedeutung der B-Vitamine für den Neurotransmittermetabolismus und die Bedeutung der Elektrolyte für die Funktionsfähigkeit des vegetativen Nervensystems. Neben den Mikronährstoffdefiziten fanden die türkischen Forscher bei den depressiven Patienten auch Anzeichen für eine Vermehrung des Viszeralfettes.

Referenz:
Gülşah Kaner, Meltem Soylu et al.: Evaluation of Nutritional Status of Patients with Depression; BioMed Research International Volume 2015 (2015), Article ID 521481, 9 pages


Ernährungsgewohnheiten und Depressionen

Depressionen
Koreanische Forscher untersuchten bei Mädchen und jungen Frauen  im Alter von 12 bis 18 Jahren den Einfluss von Ernährungsgewohnheiten auf Symptome einer Depression. Sie konnten einen Zusammenhang zwischen Depressionen und dem Verzehr von Fertignahrungsmitteln und verarbeiteten Nahrungsmitteln nachweisen. Eine niedrige Zufuhr von grünem Gemüse und Obst erhöhte das Risiko für Depressionen. Die Zufuhr von Ballaststoffen, Betacarotin, Vitamin B6, Vitamin E, Vitamin C, Kalium, Zink, Folsäure, Eisen und Kupfer war negativ mit dem Risiko für Depressionen assoziiert.  Insbesondere in dieser Altersspanne sollte auf die Nahrungsmittelauswahl geachtet werden.

Referenz:
Tae-Hee Kim, MD, PhD, Ji-young Choi, MS et al.:  Associations between Dietary Pattern and Depression in Korean Adolescent Girls; Journal of Pediatric and Adolescent Gynecology, Available online 20 April 2015


Schlafqualität bei Eisenmangelanämie

Schlaf
Mittels eines Fragebogens wurden bei 104 Patienten mit Eisenmangelanämie und bei 80 gesunden Kontrollpersonen die Schlafqualität sowie Ängstlichkeit und Depressivität analysiert. Bei den Anämiepatienten wurden sowohl höhere Depressions- wie auch Ängstlichkeits-Scores festgestellt. Außerdem war die totale Schlafqualität bei den Patienten mit Anämie signifikant schlechter als bei den Kontrollpersonen. Die Beeinträchtigung der Schlafqualität zeigte keine Assoziation zu Ängstlichkeit und zu Depressionen.

Referenzen:
Semiz Murat, Uslu Ali et al.: Assessment of subjective sleep quality in iron deficiency anaemia; Afr Health Sci. 2015 Jun; 15(2): 621–627.


Magnesium und Depressionen

Magnesium, Depressionen
Wissenschafter der Mayo-Klinik beschäftigten sich in einem systematischen Übersichtsartikel und in einer Metaanalyse mit dem möglichen Zusammenhang zwischen Depressionen und niedrigen Magnesiumkonzentrationen. In die Analyse wurden sechs Beobachtungsstudien mit 19.137 Patienten einbezogen. Die Untersuchung zeigte einen möglichen Zusammenhang zwischen einer Hypomagnesiämie und Depressionen.

Referenz:
Cheungpasitporn W. et al.: Hypomagnesaemia linked to depression: a systematic review and meta-analysis. Intern Med J. 2015 Apr;45(4):436-40.doi:


Vitamin-D-Supplementierung bei Jugendlichen mit bipolarer Störung

Vitamin D
US-Wissenschaftler untersuchten, inwieweit eine Vitamin-D3-Supplementierung über einen Zeitraum von acht Wochen manische Symptome bei jungen Patienten mit bipolarer Störung beeinflusste. Durch die Supplementierung kam es zu einer signifikanten Verminderung der manischen Symptomatik und zu einem signifikanten Anstieg der GABA-Konzentration im vorderen cingulären Cortex, einer wichtigen Hirnregion im limbischen System.

Referenz:
Sikoglu Elif M. et al.: Vitamin D3 supplemental treatment for mania in youth with bipolar spectrum disorders. Journal of child and adolescent psychopharmacology. June 2015, 25(5): 415-424. doi:


Magnesium und Depressionen bei Erwachsenen

US-Wissenschaftler untersuchten anhand der Daten von NHANES den Zusammenhang zwischen der Magnesiumaufnahme und Depressionen bei 8894 erwachsenen US-Amerikanern. Eine sehr niedrige Magnesiumaufnahme war signifikant mit Depressionen assoziiert. Eine niedrige Magnesiumzufuhr war mit Depressionen bei Menschen unter 65 Jahren verbunden.

Referenz:
Tarleton EK et al.: Magnesium intake and depression in adults. J Am Board Fam Med. 2015 Mar-Apr;28(2):249-56.doi:


Niedriger Vitamin-D-Status begünstigt depressive Symptome

Vitamin D
Niederländische Forscher untersuchten den Vitamin-D-Status bei 2839 älteren Personen. Die depressive Symptomatik wurde mittels eines geriatrischen Depressionsfragebogens ermittelt. Niedrige Konzentrationen von 25-OH-D waren mit mehr depressiven Symptomen assoziiert. Zur Klärung der Kausalität dieses Zusammenhanges empfehlen die niederländischen Wissenschaftler prospektive Studien.

Referenz:
Brouwer-Brolsma EM, Dhonukshe-Rutten RA et al.: Low vitamin D status is associated with more depressive symptoms in Dutch older adults. Eur J Nutr. 2015 Jul 4.


Vitamin D und depressive Symptome bei gesunden jungen Frauen

Depressionen, Vitamin D
Wissenschaftler der Oregon-State-University untersuchten bei 185 jungen Studentinnen die Vitamin-D3-Konzentrationen im Herbst, Winter und Frühjahr. Die Studienteilnehmerinnen lebten im Nordwesten der USA, an der Pazifikküste. Die Vitamin-D-Bestimmung wurde nach einem Zeitraum von etwa vier Wochen wiederholt. Außerdem wurde bei den Studienteilnehmerinnen die depressive Symptomatik mittels eines Fragebogens ermittelt. Es zeigte sich, dass höhere Vitamin-D-Spiegel im Herbst mit einer geringeren depressiven Symptomatik verbunden waren. Insgesamt zeigte die Untersuchung eine Assoziation zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und depressiven Symptomen.

Referenz:
David C.R. Kerr et al.: Associations between vitamin D levels and depressive symptoms in healthy young adult women. www.sciencedirect.com, Psychiatry Research, Volume 227, Issue 1, 30 May 2015, Pages 46–51


Schwermetalle und Depressionen

Schwermetalle - Depressionen
Anhand der Daten von NHANES 2011 – 2012 wurde untersucht, ob toxische Substanzen im Urin mit Depressionen bei Erwachsenen zusammenhängen. Dabei zeigte sich, dass die Schwermetallkonzentration im Urin, Phthalate und polyaromatische Hydrocarbone mit Depressionen bei Erwachsenen assoziiert waren, unabhängig von anderen gesundheitlichen Ereignissen.

Referenz:
Shiue I: Urinary heavy metals, phthalates and polyaromatic hydrocarbons independent of health events are associated with adult depression: USA NHANES, 2011-2012; Environ Sci Pollut Res Int. 2015 Jul 1.


Vitamin C und Angststörungen bei Studenten

Angst - Vitamin C

Brasilianische Forscher untersuchten, inwieweit eine Vitamin-C-Supplementierung Ängstlichkeit bei Studenten verminderte. Die Studenten erhielten entweder 500 mg Vitamin C oder ein Placebopräparat. Angstsymptome wurden mittels eines standardisierten Fragebogens ermittelt. Das Ergebnis der Untersuchung zeigte, dass Vitamin C die Angstsymptomatik vermindern konnte. Auch die mittlere „Heart-Rate“ (Herzfrequenz) unterschied sich signifikant zwischen der Vitamin-C- und Placebogruppe.

Referenz:
Ivaldo Jesus Lima de Oliveira et al.: Effects of Oral Vitamin C Supplementation on Anxiety in Students: A Double-Blind, Randomized, Placebo-Controlled Trial. Pakistan Journal of Biological Sciences 18 (1): 11-18,2015


Homocystein und kognitive Funktionen bei bipolarer Depression

Bipolare Störung - Depression
Polnische Wissenschaftler untersuchten in einer Studie den Zusammenhang zwischen den Konzentrationen von Homocystein, Vitamin B12 und Folsäure und Störungen der Hirnleistungsfähigkeit während einer akuten Episode der bipolaren Depression. Zusätzlich wurden verschiedene gängige psychologische Testverfahren durchgeführt. Bei 35 Prozent der Patienten wurde eine Hyperhomocysteinämie nachgewiesen. Die Patienten mit Hyperhomocysteinämie zeigten bei einigen Subtests schlechtere Ergebnisse, z.B. das Wortverständnis betreffend. Insgesamt stellten die Forscher fest, dass insbesondere bei Männern mit bipolarer Depression häufig eine Hyperhomocysteinämie vorlag. Außerdem bestand ein klarer Zusammenhang zwischen hohen Homocysteinkonzentrationen und schlechteren Ergebnissen in neuropsychologischen Tests.

Referenz:
Agnieszka Permoda-Osip er al.: Homocysteine and cognitive functions in bipolar depression. Psychiatr. Pol. 2014; 48(6):1117-1126


Tryptophan und psychische Befindlichkeit

Tryptophan - Glück
Wissenschaftler aus Großbritannien und der Schweiz untersuchten, welchen Effekt ein Tryptophan-reiches Supplement auf verschiedene neuropsychologische Parameter hatte, z.B. auf die Stimmungslage, auf die Schlafqualität und die emotionale Reaktion. Sie konnten nachweisen, dass es durch die Einnahme des Supplements zu einer insgesamt positiveren Grundstimmung kam. Die Empfänglichkeit für negative Emotionen wurde vermindert. Bei Einnahme des Supplements vor dem zu Bett gehen berichteten die Studienteilnehmer über Gefühle des Glücklichseins. Die tägliche Einnahme eines Tryptophan-haltigen Supplements scheint also günstige Effekte auf emotionale und kognitive Funktionen zu haben.

Referenz:
M.H. Mohajeri et al.: Behaviour, appetite and obesity. Chronic treatment with a tryptophan-rich protein hydrolysate improves emotional processing, mental energy levels and reaction time in middle-aged women. British Journal of Nutrition/ Volume 113/ Issue 02/ January 2015, pp350-365


Zinkkonzentration bei Bewohnern von Pflegeheimen

Senioren - Gedächtnis
Bei hundert Personen im Alter zwischen 60 und 102 Jahren wurde der Zinkstatus erhoben, außerdem wurden verschiedene neuropsychologische Tests und Fitness-Tests durchgeführt. 28 Prozent der Heimbewohner hatten einen Zinkmangel. Bei 45 Prozent der untersuchten Personen bestand eine Störung der kognitiven Fähigkeiten. 48 Prozent zeigten eine depressive Symptomatik. Die Serumzinkkonzentration korrelierte mit der mentalen Leistungsfähigkeit und war bei älteren Menschen mit einer normalen kognitiven Funktion und ohne Depressionen signifikant höher. Bei Patienten mit Gedächtnisstörungen und depressiver Symptomatik waren die Zinkkonzentrationen häufig vermindert.

Referenz:
Renata Markiewicz-Zusowska et al.: Serum zinc concentrations correlate with mental and physical status of nursing home residents. PLoS ONE 10(1):e0117257. doi:10.1371/journal.pone.0117257; January 30, 2015


Vitamin-D-Mangel und depressive Symptome nach der Geburt

Wochenbettdepressionen
Depressionen in der Zeit nach der Geburt sind ein ernsthaftes Problem, das acht bis 27 Prozent der Frauen betrifft. Die bisherigen Forschungsergebnisse wiesen daraufhin, dass Frauen mit einem Vitamin-D-Mangel ein vermehrtes Depressionsrisiko haben. Wissenschaftler aus den USA untersuchten bei schwangeren Frauen in einer Geburtsklinik die Vitamin-D-Konzentrationen. Die depressive Symptomatik wurde in der frühen Schwangerschaft, in der späten Schwangerschaft und nach der Geburt ermittelt. Frauen mit einem Vitamin-D-Mangel hatten im Vergleich zu den Frauen ohne Vitamin-D-Mangel signifikant stärkere Symptome. Der Vitamin-D-Mangel könnte mit einer neurologischen Pathologie, z.B. Entzündung, assoziiert sein, die sich als Depression ausdrückt.

Referenz:
Amy Lamb et al.: Vitamin D deficiency and depressive symptoms in the perinatal period: a prospective study. American Journal of Obstetrics & Gynecology, January 2015


Vitamin D3 bei Kindern und Jugendlichen mit Major-Depression

Vitamin D - Major Depression
Ägyptische Wissenschaftler untersuchten bei 82 Kindern und Jugendlichen mit Depressionen die Konzentration von 25-OH-D und verglichen diese mit den Vitamin-D-Konzentrationen einer Kontrollgruppe gesunder Personen. Es zeigte sich, dass bei depressiven Kindern und Jugendlichen ein Vitamin-D-Mangel häufiger nachzuweisen ist, als bei gesunden Kindern. Je schwerer die Depressionen waren, umso niedriger waren die Vitamin-D-Spiegel.

Referenz:
Saber Abdel Azim Mohamed et al: A study on 25-OH cholecalciferol levels in children and adolescents with major depressive disorder. Egyptian Journal of Psychiatry 2014, 35(1):65-70


Vitamin-D-Mangel bei Winterdepression

Winterdepression
Forscher der University of Georgia publizierten einen Fachartikel, in dem sie die mögliche Bedeutung des Vitamin D für die Entwicklung einer Winterdepression diskutierten. Obwohl die genauen Gründe der Winterdepression unklar seien, hätten zahlreiche Studien gezeigt, dass dieses Krankheitsbild durch einen Mangel an Sonnenlicht hervorgerufen wird. Die Winterdepression kommt häufiger bei Menschen vor, die in hohen Breitengraden leben oder in Gegenden mit starker Bewölkung.

Die Wissenschaftler aus den USA präsentieren das Erklärungsmodell, dass der Winterdepression letztlich ein Vitamin-D-Mangel zugrunde liegt. Der Vitamin-D-Spiegel schwankt in Abhängigkeit vom verfügbaren Sonnenlicht. Vitamin D spielt eine Rolle für die Synthese von Dopamin und Serotonin, die wiederum für die Entstehung von Depressionen eine Rolle spielen. Es sei logisch, dass es einen Zusammenhang zwischen niedrigem Vitamin D und depressiven Symptomen gäbe. Mehrere Studien hätten gezeigt, dass depressive Patienten üblicherweise niedrige Vitamin-D-Spiegel aufwiesen. Die Aufrechterhaltung ausreichender Vitamin-D-Spiegel ist von zentraler Bedeutung für eine gute mentale Gesundheit.

Referenz:
Honor Whiteman: Researchers link vitamin D deficiency to seasonal affective disorder. Medical News Today, 7 December 2014


Mineralstoffe, Spurenelemente und Depressionen

Traurig - Depressionen
Japanische Wissenschaftler untersuchten bei japanischen Angestellten inwieweit die Aufnahme von Mineralstoffen und Spurenelementen mit depressiven Symptomen zusammenhängt. Studienteilnehmer waren 1792 Männer und 214 Frauen im Alter von 19 bis 69 Jahren. Die Prävalenz von depressiven Symptomen betrug 27,8 Prozent. Die Aufnahme von Magnesium, Calcium, Eisen und Zink war invers mit der Prävalenz für depressive Symptome assoziiert. Eine höhere Aufnahme von Magnesium, Calcium, Eisen und Zink verminderte also das Auftreten von depressiven Symptomen bei japanischen Angestellten.

Referenz:
Takako Miki, MPH et al.: Dietary intake of minerals in relation to depressive symptoms in Japanese employees: the Furukawa Nutrition and Health Study. Nutrition.com; published online December 02.2014


Mikronährstoffkonzentrationen und Depressionen

Mikronährstoffe
Inwieweit besteht ein Zusammenhang zwischen den Mikronährstoffspiegeln im Blut und Depressionen? Dieser Frage wurde in einem Übersichtsartikel nachgegangen:

Fünf prospektive Studien haben gezeigt, dass niedrige Konzentrationen einiger Mikronährstoffe wie Vitamin D, Eisen, Folsäure und Omega-3-Fettsäuren die Entwicklung von Depressionen begünstigen. In den insgesamt 60 ausgewerteten Studien wurde ein deutlicher Zusammenhang zwischen Vitamin D sowie Eisen und Depressionen sichtbar. Auch die Blutkonzentrationen vom Omega-3-Fettsäuren und Zink zeigten eine Assoziation mit Depressionen, allerdings nicht in der gleichen Stärke wie Vitamin D und Eisen.

Referenz:
Kate Teasdale et al.: Is there an Association between Blood Nutrient Levels and Depression? A Systematic Review; La Trobe University, Australia; DOI: http://dx.doi.org/10.12970/2310-8231.2014.02.01.6
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