Warum Zink bei Depressionen wichtig ist

Zink und Depressionen
Wissenschaftler aus Australien untersuchten, ob es einen möglichen Zusammenhang zwischen der Zinkaufnahme und Depressionen gibt. Dazu wurden zwei Kohortenstudien durchgeführt. In beiden Kohortenstudien konnte ein inverser Zusammenhang zwischen der Zinkaufnahme und dem Depressionsrisiko aufgezeigt werden. Bei Personen mit der höchsten Zinkeinnahme bestand ein 30 bis 50 Prozent niedrigeres Risiko eine Depression zu entwickeln.

Referenz:
Vashum KP et al.: Dietary zinc is associated with a lower incidence of depression: Findings from two Australians cohorts; J Affect Disord. 2014 Sep; 166: 249-57


Oxidativer Stress bei Angsterkrankungen

Oxidativer Stress ist eine Ursache verschiedener neurodegenerativer Erkrankungen. Inzwischen wurde auch nachgewiesen, dass oxidativer Stress bei Depressionen und Angsterkrankungen eine Rolle spielt. Es konnte nachgewiesen werden, dass die Expression zweier Enzyme, nämlich der Glutathion-Reduktase 1 und der Glyoxalase 1 mit bestimmten Angsterkrankungs-Phänotypen korrelieren. Die beiden genannten Enzyme sind am antioxidativen Schutz des Organismus beteiligt. Damit gibt es sozusagen ein biochemisches Korrelat zwischen oxidativem Stress und Angststörungen.

Referenz:
Hassan Waseem et. al.: Association of oxidative stress to the genesis of anxiety: Implications for possible therapeutic interventions. Current Neuropharmacology, Volume 12, Number 2, March 2014, pp. 12k0-139(20)


Eisenmangel ohne Anämie bei jungen Frauen

Eisenmangel ohne Anämie
Der häufigste Nährstoffmangel weltweit ist wahrscheinlich ein Eisenmangel ohne Anämie. In einer japanischen Studie wurde untersucht, wie sich ein Eisenmangel mit und ohne Anämie auf die Befindlichkeit von jungen Frauen auswirkt. An der Studie nahmen 76 Frauen im Alter zwischen 18 und 22 Jahren teil. Ein Eisenmangel ohne Anämie wurde wie folgt definiert: Hämoglobinwert größer oder gleich 12 g/ dl und Ferritinwert im Serum kleiner als 20 ng/ ml. Die psychische Befindlichkeit war bei den Frauen mit einem Eisenmangel und bei Frauen mit einem Eisenmangel ohne Anämie deutlich schlechter als bei den gesunden Kontrollpersonen. Junge Frauen mit Eisenmangel ohne Anämie zeigten in psychologischen Tests einen signifikant höheren Anteil von neurotischen Tendenzen. Das Ergebnis der Studie zeigt auf, dass ein Eisenmangel ohne Anämie bei jungen Frauen ein Risikofaktor für Erschöpfung, Missstimmung und Anspannung ist.

Referenz:
Sawada T et al.: Iron deficiency without anemia is associated with anger and fatigue in young japanese women; Biol Trace Elem Res. 2014 Apr 23


Magnesium- und Zinkspiegel und depressive Symptome

Depressionen
Polnische Wissenschaftler untersuchten bei 171 postmenopausalen Frauen die Konzentrationen von Magnesium und Zink und bestimmten die depressiven Symptome mit dem Beck Depression Inventory (BDI). Bei 36,8 Prozent der Frauen wurden depressive Symptome unterschiedlichen Schweregrades festgestellt. Die Frauen mit höheren Magnesium- und Zinkspiegeln zeigten weniger depressive Symptome. Dies dürfte insbesondere für die Planung von Präventionsprogrammen eine wichtige Bedeutung haben.

Referenz:
M. Stanislawska et al.: The severity of depressive symptoms vs. serum Mg and Zn levels in postmenopausal women. Biol Trace Elem Res (2014) 157:30-35


Ernährungsgewohnheiten bei depressiven Patienten

Ernährungsgewohnheiten bei depressiven Patienten
Bei Patienten mit Depressionen sind die Ernährungsgewohnheiten häufig irrational und können zu einer unzureichenden Versorgung mit Mikronährstoffen führen, speziell mit Vitaminen und Mineralstoffen. Polnische Wissenschaftler untersuchten bei einer Gruppe von 69 Patienten mit rezidivierenden depressiven Störungen die Ernährungsgewohnheiten.

Dabei zeigte sich, dass bei Männern und Frauen die Aufnahme folgender Vitamine und Mineralstoffe unzureichend war: Vitamin D, Vitamin E, Folsäure, Kalium, Calcium, Magnesium und Jod. Bei Frauen war die Eisen- und Vitamin-C-Aufnahme zusätzlich vermindert. Die Spiegel der Vitamine B6 und B12 waren bei den Männern zu hoch, bei Frauen die Kupferkonzentration. Bei Patienten mit Depressionen sollte also individuell abgeklärt werden, inwieweit ein Bedarf für die Supplementierung mit Mikronährstoffen besteht. Jedenfalls zeigte das Ergebnis der Studie, dass die Versorgung mit den meisten Mikronährstoffen nicht mit den Zufuhrempfehlungen übereinstimmte.

Referenz:
Ewa Stefa ska et al.: Does the usual dietary inake of patients with depression require vitamin-mineral supplementation? Psychiatr. Pol. 2014; 48(1): 75-88 ISSN 0033-2674; www.psychiatriapolska.pl


Spurenelemente bei Depressionen und Angststörungen

Angst
Spurenelemente und Mineralstoffe beeinflussen verschiedene Neurotransmittersysteme. Bei psychiatrischen Erkrankungen wurden Störungen verschiedener Neurotransmittersysteme nachgewiesen. Für die Funktionsfähigkeit des GABAergen Systems spielen insbesondere Zink und Magnesium eine Rolle. Das glutamaterge System benötigt Zink, Magnesium und Eisen. Das monoaminerge System lässt sich durch Zink, Magnesium, Calcium, Chrom und Lithium beeinflussen. Die HPA-Achse, die für die Stressregulation eine zentrale Rolle spielt, ist durch Zink und Magnesium modulierbar.

Referenz:
Katarzyna Mlyniec et al.: Essential elements in depression and anxiety. Part I. Pharmacological Reports (2014), http://dx.doi.org/10.1016/j.pharep.2014.03.001


Vitamin B6 und kognitiver Abbau

Vitamin B6 und kognitiver Abbau
US-Wissenschaftler untersuchten in einer Studie, ob niedrige Konzentrationen von Vitamin B6 ein Risikofaktor für kognitiven Abbau darstellt. An der Studie nahmen 1148 Probanden teil. Dreißig Prozent der Studienteilnehmer hatten einen niedrigen Vitamin-B6-Status. Eine niedrige Vitamin-B6-Konzentration war mit Diabetes, Rauchen, höherem BMI sowie höheren Konzentrationen von Homocystein verbunden. Mit großer Wahrscheinlichkeit führte ein niedriger Vitamin-B6-Status innerhalb von 2 Jahren zu einer Abnahme von exekutiven kognitiven Funktionen. Außerdem war ein niedriger Vitamin-B6-Status invers mit dem Schweregrad depressiver Symptome und Stresssymptomen assoziiert.

Referenz:
Tammy Maria Scott et al.: Low plasma vitamin B6 predicts cognitive decline and depression in at-risk individuals. The FASEB Journal. 2013;27:346.6


Zinktherapie bei übergewichtigen Menschen mit Depressionen

Zink und Depressionen
Verschiedene Studien haben bereits einen positiven Effekt von Zink als adjuvante Therapie zur Verminderung depressiver Symptome gezeigt. Diese Studie hatte das Ziel, den Effekt einer Zinktherapie auf depressive Symptome und auf BDNF-Spiegel bei übergewichtigen und adipösen Menschen festzustellen.

50 übergewichtige oder adipöse Versuchsteilnehmer erhielten über einen Zeitraum von 12 Wochen entweder 30 mg Zink oder ein Placebopräparat. Der Schweregrad der Depression wurde mit dem Beck depression inventory II ermittelt, außerdem wurden im Blutserum BDNF und Zink bestimmt. Nach 12 Wochen wurde ein signifikanter Anstieg der Zinkkonzentration und der BDNF-Spiegel in der Zinkgruppe nachgewiesen. Die depressive Symptomatik nahm zwar in beiden Versuchsgruppen ab, es konnte aber in der Zinkgruppe im Vergleich zur Placebogruppe eine signifikante Besserung beobachtet werden. Es zeigte sich ein umgekehrter Zusammenhang zwischen den BDNF-Spiegeln und dem Schweregrad der depressiven Symptomatik.

Anmerkung:
BDNF ist die Abkürzung für brain-derived neurotrophic factor, einem wichtigen Nervenwachstumsfaktor. BNDF ist üblicherweise bei depressiven Erkrankungen vermindert, was zu einem vermehrten Absterben von Nervenzellen führen kann.

 

Referenz:
Zahra Solati et al.: Zinc monotherapy increases serum brain-derived neurotrophic factor (BDNF) levels and decreases depressive symptoms in overweight or obese subjects: A double-blind, randomized, placebo-controlled trial. Nutritional Neuroscience; http://www.maneyonline.com/doi/abs/10.1179/1476830513Y.0000000105


Hirnleistung, Psyche und Mikronährstofftherapie

Lange Zeit glaubte man, dass die Ernährung weder auf die Hirnleistung noch auf die psychische Befindlichkeit einen wesentlichen Einfluss nimmt. Mittlerweile wissen es die Forscher besser. In zahlreichen Studien haben sie herausgefunden, dass sich Ernährungsfehler sehr schnell auf die Hirnleistungsfähigkeit auswirken. So kann nachgewiesenermaßen schon eine einzige opulente fettreiche Mahlzeit bei einem Diabetiker zu Störungen in der Hirnfunktion führen.

Über die gesunde Nahrung sollten die Mikronährstoffe aufgenommen werden, die zum Erhalt der Funktionsfähigkeit der Gedächtnisleistung beitragen. Aus ihnen müssen z.B. die Botenstoffe gebildet werden, die zum Lernen, für die Konzentration, für die Aufmerksamkeit etc. erforderlich sind, wie z.B. Serotonin oder Dopamin. Außerdem üben antioxidative Mikronährstoffe wie Vitamin E und C, Glutathion, Cystein, Coenzym Q10, Carnitin u.a. einen Schutzeffekt gegen degenerative Prozesse im Gehirn aus.

Auch ist zwischenzeitlich wissenschaftlich bewiesen, dass das, was wir Essen, unsere Psyche zu beeinflussen vermag. Um Botenstoffe wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin bilden zu können, ist bekanntlich die ausreichende Verfügbarkeit bestimmter Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente erforderlich. Die Botenstoffe sind wesentlich für Stimmung, Antrieb, Schlaf, Konzentration etc.

Jetzt beginnt eine europaweite Studie mit tausend Probanden, um die richtige Ernährungsform zur Vorbeugung von Depressionen zu finden. Neun europäische Länder beteiligen sich an der fünfjährigen Studie. Die Wissenschaftler wollen prüfen, ob industriell gefertigte Lebensmittel und Fastfood Übergewicht fördern, einen Nährstoffmangel begünstigen und die psychische Befindlichkeit beeinflussen.

„Einige Studien weisen darauf hin, dass es einen komplexen Zusammenhang zwischen Ernährung, Übergewicht und Depressionen gibt. Allerdings ist bisher nicht belegt, welche Rolle das Ernährungsverhalten dabei genau spielt.“, so Elisabeth Kohls, Projektkoordinatorin und Psychologin an der Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Leipzig. Die Leipziger Wissenschaftler möchten herausfinden, ob eine Umstellung der Ernährung und die Gabe von Mikronährstoffen einen Einfluss auf das Depressionsrisiko ausüben.

Das Diagnostische Centrum aus Marktheidenfeld ist eine Praxis für Mikronährstoffmedizin, die schon seit vielen Jahren den Mikronährstoffstatus im Blut analysiert.

Entsprechend lange beobachtet das DCMS-Laborteam die positive Wirkung von Mikronährstoffen auf die Psyche und auf die Gedächtnisleistung. Viele Patienten, die den DCMS-Neuro-Check durchgeführt hatten, konnten durch eine gezielte Mikronährstofftherapie eine Besserung ihrer Beschwerden feststellen. Der DCMS-Neuro-Check ist eine umfassende Mikronährstoffanalyse des Blutes, und bildet die Basis für eine gezielte und individuelle Mikronährstofftherapie.

Weitere Infos:

Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik
und Spektroskopie DCMS GmbH
Löwensteinstraße 9
D-97828 Marktheidenfeld
Tel. 0049/ +(0)9394/ 9703-0
www.diagnostisches-centrum.de

Referenz:
Spiegel.de, 07.03.2014: Wie Nährstoffe bei Depressionen helfen können


Vitamin B12 bei Major Depression

Patienten mit Depressionen und niedrigen Vitamin-B12-Konzentrationen erhielten entweder  Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder Serotonin-Wiederaufnahmehemmer plus Vitamin-B12-Injektionen. Nach drei Monaten Therapie zeigte sich, dass die Patienten, die Vitamin B12 supplementierten, signifikant weniger Symptome aufwiesen, als die Patienten die nur ein Antidepressivum erhalten hatten.

Referenz:
Syed EU et al.: Vitamin B12 supplementation in treating major depressive disorder: a randomized controlled trial. Open Neurol J. 2013 Nov 15;7:44-8.


N-Acetylcystein bei psychiatrischen Störungen

a
Seit vielen Jahren stagniert die Entwicklung neuer Psychopharmaka, was auch daran liegen könnte, dass man zu lange auf eine Beeinflussung des Monoaminstoffwechsels gesetzt hat. Es besteht also derzeit ein Beinahe-Stillstand, was die Medikamentenentwicklung bei Schizophrenie, bipolaren Störungen, Depressionen und Autismus anbelangt.

Neben dem Monoaminstoffwechsel gibt es aber auch andere Ansatzpunkte für einen Einsatz von Medikamenten. Bei psychiatrischen Erkrankungen bestehen eine erhöhte Entzündungsaktivität und oxidativer Stress. Außerdem werden in vermindertem Umfang Nervenwachstumsfaktoren gebildet. Es ist ein vermehrter Zelltod nachweisbar. Die Energiebildung in den Mitochondrien ist vermindert.

Die Aminosäure N-Acetylcystein beeinflusst viele dieser Stoffwechselwege: Sie erhöht den Glutathionspiegel, hat antientzündliche Eigenschaften, erhöht die Spiegel der Nervenfaktoren und beeinflusst die Stoffwechselwege, die zum Zelltod führen. NAC kann wohl auch eine Dysfunktion der Mitochondrien verbessern. In einer ganzen Reihe von Studien zeigte NAC günstige Effekte bei psychiatrischen Erkrankungen. Es reduzierte die Kernsymptome von Schizophrenien und verminderte die Depressivität bei bipolaren Störungen. Außerdem erwies sich NAC wirksam bei verschiedenen Suchterkrankungen.

Referenz:
Science Daily: Amino acid offers potential therapeutic alternative in psychiatric disorders. 07.10.2013


Antioxidative Vitamine und Störungen der Hirnfunktion bei Alkoholikern


Spanische Wissenschaftler untersuchten bei alkoholkranken Patienten die Konzentrationen verschiedener Vitamine sowie die Konzentrationen proinflammatorischer Zytokine und Malondialdehyd. Bei Alkoholikern führte die Störung der Leberfunktion zu einer Veränderung der Serumkonzentration von Vitamin A, die auch mit Veränderung des Gehirns verbunden war. Auch die Vitamin-E-Spiegel waren vermindert. Die Verminderung der Vitamin-Konzentrationen war am größten bei Patienten mit Kleinhirnatrophie.

Referenz:
González-Reimers E et al.: Antioxidant vitamins and brain dysfunction in alcoholics. Alcohol Alcohol. 2013 Sep 25. Epub


Vitamin D bei Morbus Parkinson

Es mehren sich die Hinweise, dass Vitamin D auch für das zentrale Nervensystem von zentraler Bedeutung ist. Wissenschaftler der Oregon-University in Portland führten bei 286 Patienten mit Morbus Parkinson verschiedene neuropsychiatrische Tests durch und bestimmten die Konzentration von Vitamin D. Es zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Vitamin-D-Konzentration und der Sprechflüssigkeit und dem verbalen Gedächtnis. Die Vitamin-D-Konzentration korrelierte mit Depressionsneigung. Höhere Plasma-Vitamin-D-Spiegel sind also mit einer besseren kognitiven Leistungsfähigkeit und einer besseren Stimmung bei Patienten mit Morbus Parkinson verbunden.

Referenz:
Peterson AL et al.: Memory, mood, and vitamin D in persons with Parkinsons´s disease. Parkinsons Dis. 2013 30. Epub


Oxidativer Stress bei Depressionen

oxidativer Stress und Depressionen
Es gibt zunehmend Hinweise, dass der oxidative Stress in der Pathogenese von Depressionen eine wichtige Rolle spielt. Wissenschaftler aus Indien untersuchten verschiedene Parameter des oxidativen Stresses bei Patienten mit Major Depression und verglichen die Werte mit denen gesunder Kontrollpersonen.

Die Lipidperoxidation wurde durch die Messung von Malondialdehyd (MDA) und NO-Metaboliten im Plasma bestimmt. Die antioxidative Kapazität wurde anhand der Bestimmung von SOD, Vitamin E, Vitamin C und Harnsäure sowie der totalen antioxidativen Kapazität im Plasma ermittelt.

Die Konzentrationen von MDA und NO-Metaboliten waren bei den Patienten zunächst deutlich höher als bei den Kontrollpersonen. Die Vitamine C und E sowie Harnsäure und die antioxidative Kapazität waren signifikant niedriger als bei der Kontrollgruppe.

Nach einer 12-wöchigen Behandlung mit Antidepressiva und den Antioxidantien Vitamin C und E kam es zu einer Rückbildung der pathologischen Parameter. Die Major Depression ist also durch ein Ungleichgewicht von Oxidantien/ Antioxidantien gekennzeichnet. Eine Therapie mit Antioxidantien in Kombination mit Antidepressiva könnte also oxidative Schäden verhindern und bereits bestehende Schäden reparieren.

Referenz:
Santoshi R. Ghodake et al.: A study of oxidative stress and influence of antioxidant vitamins supplementation in patients with major depression. Current Neurobiology 2012; 3 (2): 107-111

 


Depressionen und Mikronährstoffe bei schwangeren Frauen

Schwanger - Mikronährstoffmängel
Ein Schlüsselfaktor für die Prävention und Behandlung einer perinatalen Depression bei schwangeren Frauen ist die Mikronährstoffzufuhr. Von der Mikronährstoffversorgung der Mutter hängt wiederum die kognitive Entwicklung des Kindes ab. Aus der Fachliteratur geht hervor, dass verschiedene Mikronährstoffe die Stimmungslage in erheblichem Umfang beeinflussen können: Folsäure, Vitamin B12, Calcium, Eisen, Selen, Zink und Omega-3-Fettsäuren. Bei der Auswertung einer Studie, die mit schwangeren Frauen durchgeführt wurde, zeigte sich, dass Frauen mit niedrigerer Depressivität eine höhere Aufnahme von Selen und Omega-3-Fettsäuren aufwiesen. Die Selenaufnahme vor der Geburt und die soziale Unterstützung nach der Geburt hatten einen protektiven Effekt gegen perinatale Depressionen.

Referenz:
Brenda Mun-Ying Leung: The role of micronutrients in maternal mood and child neurodevelopment, April 2013

 

 


Zink bei Depressionen

Zink ist ein essentieller Mikronährstoff mit verschiedenen biologischen Funktionen im Zellstoffwechsel, bei der Regulation des Endokrinums, des Immunsystems und des Nervensystems. In einer Metaanalyse untersuchten kanadische Forscher in wie weit die Zinkkonzentration mit depressiven Symptomen zusammenhängt. In die Metaanalyse wurden 17 Studien mit 1643 depressiven Personen und 804 Kontrollpersonen einbezogen. Die Depression ist mit niedrigeren Konzentrationen von Zink im peripheren Blut assoziiert. Ein höherer Schweregrad der Depression war auch mit einem größeren Zinkmangel verbunden. Zur Klärung der pathophysiologischen Zusammenhänge zwischen dem Zinkstatus und der Depression empfehlen die Autoren der Studie weitere Untersuchungen.

Referenz:
Swardfager W. et al.: Zinc in Depression: A Meta-Analysis. Biol Psychiatry 2013 Jun 24. pii: S0006-3223(13)00451-4.


Vitamine und Mineralien bei Stress

Vitamine und Mineralien bei Stress
Im Februar 2013 wurde von britischen Wissenschaftlern eine Metaanalyse über den Nutzen einer Vitamin- und Mineralstoffsupplementierung bei Stress und leichten psychiatrischen Symptomen publiziert. In die Metaanalyse wurden acht Studien einbezogen. Eine Mikronährstoffsupplementierung hatte einen günstigen Effekt bei anhaltendem Stress, täglichen Stimmungsschwankungen und leichten psychiatrischen Symptomen, wobei hier hohe Dosen von B-Vitaminen effektiver waren als niedrige Dosen.

Referenz:
Long SJ et al.: Effects of vitamin and mineral supplementation on stress, mild psychiatric symptoms, and mood in nonclinical samples: a meta-analysis. Psychosom Med. 2013 Feb; 75(2): 144-53

 


Bei Panikstörungen verminderte Spiegel an Antioxidantien

Antioxidantien
Bei psychischen Störungen besteht oftmals ein erhöhter oxidativer Stress, die Antioxidantien-Spiegel sind meist vermindert. Wissenschaftler aus Bangladesh konnten diese Tendenz jetzt aufgrund einer Studie bei Patienten mit Panikstörungen bestätigen. Sie führten die Studie mit 54 Patienten, die an Panikstörungen litten, sowie mit 52 gesunden Kontrollpersonen durch. Bei den Patienten mit Panikstörungen wurden im Vergleich zu den gesunden Kontrollpersonen niedrigere Vitamin-A- und Vitamin-E-Konzentrationen gemessen. Die Patienten mit Panikstörungen hatten höhere Konzentrationen von Malondialdehyd und verminderte Glutathionspiegel. Malondialdehyd ist ein Marker des oxidativen Stresses, und der Glutathionspiegel ist ein Marker der antioxidativen Kapazität.

Referenz:
Nahar Z et al.: Determination of serum antioxidant vitamins, Glutathione and MDA levels in panic disorder patients; Drug Res (Stuttg.) 2013 May 13

 

 


Der Einfluss von Mikronährstoffsupplementen auf die Psyche

In einer Metaanalyse untersuchten britische Wissenschaftler den Einfluss von Multivitamin-Mineralsupplementen auf die psychische Befindlichkeit der Allgemeinbevölkerung. In die Metaanalyse wurden acht Studien einbezogen. Eine Supplementierung von Mikronährstoffen hatte einen günstigen Effekt auf anhaltenden Stress, auf leichte psychiatrische Symptome und auf die tägliche Stimmungslage bei scheinbar gesunden Individuen. Supplemente, die hohe Dosen von B-Vitaminen enthalten, scheinen zur Verbesserung der Stimmungslage effektiver zu sein.

Referenz:
Long SJ, Benton D: Effects of vitamin and mineral supplementation on stress, mild psychiatric symptoms, and mood in nonclinical samples: a meta-analysis; Psychosom Med. 2013 Jan 29


Mikronährstoffzufuhr und psychische Befindlichkeit bei Frauen

psychische Befindlichkeit und Mikronährstoffe
In einer australischen Studie wurde die Nährstoffaufnahme bei Frauen abgefragt, die psychologischen Symptome erfasst und ein klinisches Interview durchgeführt. Eine erhöhte Zufuhr von Zink, Magnesium und Folsäure war mit einer verminderten Wahrscheinlichkeit für Major Depression und Dysthymie assoziiert.

Referenz:
Jacke FN et al.: Nutrient intakes and the common mental disorders in women; J Affect Disord. 2012 Dec 1; 141(1): 79-85

 

 


Antioxidantien helfen bei Angststörungen die Depressionen

Antioxidantien helfen bei Depressionen
Angsterkrankungen und Depressionen gehören zu den stressinduzierten psychiatrischen Störungen. Dabei kommt es auch zu biochemischen Veränderungen, die eine ausreichende Verfügbarkeit von Antioxidantien notwendig machen. Indische Wissenschaftler untersuchten, inwieweit Patienten mit generalisierter Angststörung und Depression im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen Veränderungen der Vitamine A, C und E im Blutspiegel aufweisen und ob eine Supplementierung der erwähnten Vitamine zu einer Verbesserung von Angststörungen und Depressionen führt.

An der Studie nahmen 80 Patienten im Alter zwischen 20 und 60 Jahren teil. Es zeigte sich, dass Patienten mit generalisierter Angststörung und Depression signifikant niedrigere Spiegel der Vitamine A, C und E im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen aufwiesen. Nach sechswöchiger Supplementierung dieser Vitamine wurde eine signifikante Verminderung der Ängstlichkeits- und Depressions-Scores beobachtet. Eine adjuvante Therapie mit antioxidativen Mikronährstoffen ist also bei Patienten mit stressinduzierten psychiatrischen Störungen nützlich.


Referenz:
Medhavi Gautam et al.: Role of antioxidants in generalised anxiety disorder and depression; Indian J Psychiatry. 2012 Jul – Sep; 54(3): 244-247

Antioxidantien sinnvoll als adjuvante Therapie bei Depressionen

Bei der Major Depression spielt der oxidative Stress eine bedeutende Rolle. Insbesondere der Stoffwechsel der Katecholamine ist mit der Bildung der freien Radikale verbunden. Indische Wissenschaftler untersuchten den Antioxidantienstatus bei 30 Patienten mit depressiver Episode und 30 Kontrollpersonen. Bei allen Personen wurden verschiedene Parameter bestimmt wie Malondialdehyd, Erythrozyten, SOD, Vitamin E, C und Harnsäure sowie totale antioxidative Kapazität. Die Parameter des oxidativen Stresses wie MDA waren bei den Patienten vor der Behandlung signifikant höher als bei den Kontrollpersonen, während die Antioxidantienspiegel signifikant niedriger lagen. Nach 12 Wochen antidepressiver Therapie mit zusätzlicher Supplementierung der Vitamine E und C kam es zu einer signifikanten Besserung der oben erwähnten Parameter. Eine Kombination aus Antidepressiva und Antioxidantien könnte also oxidative Schäden vermindern und die Reparatur bestehender Schäden verbessern.

Referenz:
Santoshi R et al.: A study of oxidative stress and influence of antioxidant vitamins supplementation in patients with major depression


Depressionen und erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Wer an einer Major Depression leidet, trägt ein erhöhtes Risiko für Herz-Keislauf-Erkrankungen. Aus der Aminosäure Arginin entsteht das Signalgas NO (Stickstoffmonoxid). Dieses ist u.a. für die Erweiterung der Blutgefäße und für die Regulation des Blutflusses und des Blutdrucks verantwortlich.

Im „Journal of Affective Disorders“ publizierten Wissenschaftler eine Studie, in der bei 19 Patienten mit Major Depression und bei 19 Kontrollpersonen der Argininstoffwechsel im Blut untersucht wurde. Sie bestimmten u.a. die Argininkonzentration, die NO-Synthese und die cGMP-Spiegel in den Blutplättchen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass bei den Patienten mit Depressionen im Vergleich zu den Kontrollpersonen die Argininaufnahme in den Blutplättchen und auch die Aktivität der NO-Synthese vermindert war. Bei den Patienten mit Depressionen wurden gestörte cGMP-Spiegel in den Blutplättchen festgestellt, was mit einer verstärkten Verklumpungsneigung einherging.

Referenz:
Vivian Liane Mattos Pinto et al.: Low plasma levels of L-arginine, impaired intraplatelet nitric oxide and platelet hyperaggregability: Implications for cardiovascular discrease in depressive patients; Journal of Affective Disorders; Volume 140, Issue 2, pages 187-192


Bei Burn-out: Mikronährstoffe testen lassen

Bei Burn-out unbedinge die Mikronährstoffe testen lassen!
Unter Burn-out versteht man einen Zustand der emotionalen und geistigen Erschöpfung. Die Gründe für ein Burn-out sind meist auf starken Dauerstress zurückzuführen. Dieser kann auf der beruflichen Ebene liegen oder auf der privaten. Mittlerweile ist fast jeder zehnte Arbeitsfehltag in Deutschland auf eine psychische Erkrankung zurückzuführen.

Wer längere Zeit pausenlos ausschließlich unter starkem Druck arbeitet oder sich für andere einsetzt und seine Bedürfnisse außer Acht lässt, läuft Gefahr auszubrennen bzw. ein Burn-out zu entwickeln. Die Symptome können harmlos beginnen – z.B. mit einer immer wiederkehrenden leichten Müdigkeit und häufiger Unkonzentriertheit oder mit Rückenschmerzen – und später dann in stärkere Beschwerden ausarten, z.B. in chronische Schmerzen, Schlafstörungen, völlige Erschöpfung, Magengeschwüre oder eine starke Depression. Meistens treten mehrere Symptome auf einmal auf.

Menschen, die an einem ausgeprägten Burn-out-Syndrom leiden, gehören zweifelsfrei in fachärztliche Behandlung. Besser ist es natürlich, dass es gar nicht erst so weit kommt. Das heißt, dass man seine Lebenssituation rechtzeitig überdenkt und daraus Konsequenzen zieht. Vielleicht lässt sich die Arbeit anders einteilen oder an andere delegieren, oder aber man ist der Aufgabe gar nicht gewachsen? Es gibt viele Facetten, die zu einem Burn-out führen können.

Die Orthomolekulare Medizin kann bei einem Burn-out so einiges bewirken: einen beruhigenden Effekt auf die Nerven ausüben, den Energiestoffwechsel ankurbeln und die antioxidative Kapazität des Körpers erhöhen. Bei einer richtig angewandten orthomolekularen Therapie werden dem Stoffwechsel die Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren in der richtigen Menge zugeführt, wie sie momentan benötigt werden. Das ist „die effektive Form der Mikronährstofftherapie“. Die Grundlage hierfür bildet immer eine Blutuntersuchung.

Gemessen werden sollten insbesondere die Aminosäuren, die erforderlich sind, um Nervenbotenstoffe wie Serotonin, Noradrenalin, GABA, Acetylcholin zu bilden. Zudem fungieren einige Aminosäuren wie Glycin oder Glutaminsäure selbst als Botenstoffe. Nervenbotenstoffe sind Signalmoleküle, die Nervenreize zwischen den Nervenzellen übertragen. Sie sind für Stimmung und Wohlbefinden erforderlich, haben einen beruhigenden Effekt und werden für das Denken, die Konzentration und die Kreativität usw. gebraucht.

Die ganze Gruppe der B-Vitamine sollte in Betracht gezogen werden, da die B-Vitamine unterschiedliche Funktionen für das Nervensystem ausüben: Sie sind an der Bildung der Botenstoffe, am Aminosäurenstoffwechsel und an der Energiebildung beteiligt. Auch Coenzym Q10, Carnitin oder Magnesium spielen eine wichtige Rolle, wenn es um den Energiestoffwechsel der Zelle geht. Es gibt noch eine Reihe von weiteren Mikronährstoffen, die bei Stress, Burn-out, Depressionen etc. relevant sind und die im Blut überprüft werden sollten. Der DCMS-Neuro-Check des Diagnostischen Centrums für Mineralanalytik und Spektroskopie ist eine Mikronährstoffanalyse, die auf die Vitalstoffparameter des Nervensystems exakt abgestimmt ist. Aufgrund dieser Laboranalyse ist eine zielgerichtete Therapie mit Mikronährstoffen möglich.
© Diagnostisches Centrum – Bild: Archiv

 


Depressionen – erhöhtes Risiko für Alzheimer

Alzheimer
Wer an einer krankhaften Depression leidet, trägt ein zwei- bis dreifach höheres Risiko, an einer Alzheimer-Demenz zu erkranken, als Gesunde. So das Ergebnis der Tübinger TREND-Studie, die seit 2009 mit 1100 Fünfzig- bis Achtzigjährigen durchgeführt wird, um frühzeitige Symptome von Alzheimer und Parkinson zu erkennen.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass bei einer Depression die Menge der Antikörper gegen Amyloid-Beta (1-42) reduziert ist. Dabei handelt es sich um ein Protein, das mit der Alzheimer-Erkrankung in Zusammenhang gebracht wird.

Referenz: nachrichten.at, 09.08.2012: Depressionen fördern Ausbruch von Alzheimer

 


Immer mehr Fehltage aufgrund psychischer Störungen

Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums wurden im Jahr 2010 53,5 Millionen Arbeitsfehltage wegen psychischer Erkrankungen verzeichnet. Im Vergleich dazu: Im Jahr 2001 waren es noch 33,6 Millionen Fehltage aufgrund selbiger Diagnose.

Die Ursachen sind in steigenden Anforderungen, erhöhter Eigenverantwortung, höheren Flexibilitäts-Anforderungen und nicht-kontinuierlichen Beschäftigungsverhältnissen begründet, zu denen auch die Leiharbeiten zählen.

Frauen sind besonders gefährdet. Im Jahr 2010 wurden 39.000 Frauen aufgrund psychischer Erkrankungen berentet. Das sind doppelt so viele wie noch im Jahr 2000.


Referenz:
focus.de, 30.04.2012: Kranke Psyche knockt immer mehr Arbeitnehmer aus.


Depressionen verkürzen das Leben

Depressionen
Depressionen gehen mit einer ungewöhnlich hohen Rate an altersassoziierten Erkrankungen und einer frühen Sterblichkeit einher. Ein Aspekt des beschleunigten Alterns bei Depressionen könnte in einer Verkürzung der Telomere liegen. Es ist bekannt, dass ab einer kritischen Telomerenlänge der Zelltod eintritt. Es konnte nachgewiesen werden, dass eine Verkürzung der Leukozyten-Telomere eine verfrühte Sterblichkeit und Erkrankungen bei nichtdepressiven Menschen mit sich bringt.

Wissenschaftler der University of California untersuchten nun, ob die Leukozyten-Telomere bei der Major-Depression verkürzt sind. Es ging auch um die Frage, ob diese Verkürzung mit der Depressionshäufigkeit im Laufe des Lebens zusammenhängt. In die Studie wurden 18 Patienten mit Major-Depression und 17 Kontrollpersonen einbezogen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass ein beschleunigter Alterungsprozess durch Verkürzung der Telomere mit der Depressionshäufigkeit während des Lebens zusammenhängt. Die Major-Depression ist mit einem oxidativen Stress und einer erhöhten Entzündungsbereitschaft verbunden.

Referenz:
Wolkowitz OM et al.: Leukocyte telomere length in major depression: correlations with chronicity, inflammation and oxidative stress-preliminary findings; PLoS one. 2011 Mar 23; 6(3): e17837


Schlechter Antioxidantienstatus bei Depressiven

Antioxidantienstatus und Depressionen
Es ist schon länger bekannt, dass die Major-Depression sowie das chronische Müdigkeitssyndrom zwei Gesundheitsstörungen sind, die mit erhöhter Entzündungsaktivität, einem oxidativen und nitrosativen Stress sowie mit einem verminderten Antioxidantienstatus einhergehen. In einer Studie wurden die Blutparameter von 39 Patienten mit Depression, 40 Patienten mit CFS und 24 Kontrollpersonen untersucht. Im Vollblut wurde die Aktivität der Glutathionperoxidase gemessen. Eine Verminderung der GPX-Aktivität wurde nur bei den depressiven Patienten nachgewiesen. Die verminderte GPX-Aktivität gilt als Indikator für die koronare Herzerkrankung und ist mitverantwortlich für den Zusammenhang zwischen Depressionen und KHK. Die Ergebnisse der Studie geben Anlass zur Vermutung, dass Patienten mit Depressionen von einer Supplementierung mit Glutathion, NAC oder Selen profitieren.

Referenz:
Maes M et al.: Lower whole blood glutathione peroxidase (GPX) activity in depression, but not in myalic encephalomyelitis/ chronic fatique syndrome: another pathway that may be associated with coronary artery disease and neuroprogression in depression; Neuro Endocrinol Lett. 2011; 32(2): 133-40


Depressionen erhöhen Schlaganfallrisiko

Einer Metaanalyse zufolge, die vor kurzem in der Zeitschrift JAMA publiziert wurde, erhöht eine Depression das Schlaganfallrisiko in ähnlichem Maße wie der Tabakkonsum. Bei der Metaanalyse wurden 28 prospektive Kohortenstudien mit fast 320.000 Teilnehmern ausgewertet. Über alle Studien gemittelt war der Anteil von Depressiven, die vom Schlaganfall überrascht wurden, um 45 Prozent höher als bei Nichtdepressiven. Der Anteil der Depressiven, die einen tödlichen Schlaganfall erlitten, war sogar um 55 Prozent höher.

Referenz:
Ärzte Zeitung online, 21.09.2011: Depression so gefährlich wie Rauchen


160 Millionen Europäer sind psychisch krank

Psyche
Ein Wissenschaftlerteam um Hans-Ulrich Wittchen von der TU Dresden fand heraus, dass 38 Prozent der Europäer mindestens einmal im Jahr an einer psychischen oder neurologischen Störung leiden. Die Ergebnisse wurden jetzt im Fachmagazin „European Neuropsychopharmacology“ veröffentlicht.

Die Studie wurde in 30 europäischen Ländern durchgeführt und erstreckte sich über einen Zeitraum von drei Jahren. Es wurden mehr als 100 verschiedene psychische und neurologische Krankheitsbilder berücksichtigt.

Die Wissenschaftler kamen zu folgendem Ergebnis:

  • 14 Prozent der Europäer leiden an Angststörungen,
  • 7 Prozent an Schlafstörungen,
  • 6,9 Prozent an Depressionen,
  • 6,3 Prozent an psychosomatischen Erkrankungen,
  • 4 Prozent an Alkohol- und Drogenabhängigkeit,
  • 5 Prozent der europäischen Kinder und Jugendlichen unter 17 Jahren sind von einem ADHS-Syndrom betroffen.
  • 1 Prozent der 60- bis 65-Jährigen und bis zu 30 Prozent der über 85-Jährigen sind dement.

Männer und Frauen sind in Bezug auf psychische Erkrankungen gleichermaßen betroffen. Nur hinsichtlich der Art der Störungen sind Unterschiede festzustellen: Mehr Männer als Frauen litte während ihrer Kindheit an ADHS. Auch Suchterkrankungen treten häufiger bei Männern auf. Bei Frauen hingegen stehen eher Depressionen, Angsterkrankungen und Essstörungen im Vordergrund.

Anmerkung:
Immer mehr Menschen werden psychisch krank, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass die Stressbelastung immer mehr zunimmt. Was aber auch Fakt ist aber auch, dass die Versorgung mit verschiedenen Mikronährstoffen in weiten Teilen der Bevölkerung unzureichend ist – siehe Nationale Verzehrstudie II von 2007. Eine ausreichende Mikronährstoffversorgung ist aber ein wesentlicher Faktor für die Steigerung der Stresstoleranz.
Deshalb wäre es sinnvoll, von Zeit zu Zeit die Mikronährstoffversorgung mittels einer genauen Blutuntersuchung testen zu lassen, und basierend auf dem Resultat dieser Laboruntersuchung die fehlenden Mikronährstoffe dem Stoffwechsel zuzuführen.

Referenz:
Stern.de, 05.09.2011


Depressive Verstimmungen und erhöhte Homocysteinspiegel

Ein hoher Plasma-Homocysteinspiegel kann zu einer Neurotransmitter-Störung führen und damit depressive Symptome begünstigen. Bekanntlich vermögen B-Vitamine einen positiven Einfluss auf depressive Verstimmungen zu nehmen. Ziel der Studie war es, den Zusammenhang zwischen erhöhten Homocysteinspiegeln im Plasma und Depressionen bei älteren Menschen zu untersuchen.

Dazu wurde eine randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudie mit 236 stationär akut erkrankten älteren Patienten durchgeführt. Die Patienten erhielten entweder täglich eine Nahrungsergänzung mit verschiedenen B-Vitaminen oder ein Plazebopräparat während der Zeit von sechs Wochen. Erfasst wurden die Scores der geriatrischen Depression und deren Symptome sowie die Plasma-Homocysteinspiegel.

Ergebnis:
Die mittlere Homocysteinkonzentration fiel um 22 Prozent bei den Patienten, die die B-Vitamine erhielten, im Vergleich zu den Patienten der Plazebogruppe.
Die Homocysteinkonzentrationen wurden in vier Quartile aufgeteilt und den Depressions-Scores gegenübergestellt. Die Patienten des ersten Quartils, also die Proben mit den niedrigsten Homocysteinwerten, hatten im Vergleich zu den Testprobanden des vierten Quartils niedrigere Depressions-Scores.

Referenz:
Salah Gariballa: Testing homocysteine-induced neurotransmitter deficiency, and dpression of mood hypothesis in clinical practice; Age Ageing 2011 doi: 10.1093/ageing/afr086


Homocystein auch ein Risikofaktor für Demenz

Demenz
Homocystein, ein schädliches Abbauprodukt im Aminosäurenstoffwechsel, ist bekanntlich ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch ein Zusammenhang mit Demenzerkrankungen ist schon längerere Zeit in Verdacht.

Wissenschaftler der Queens Mary University of Londen fanden jetzt heraus, dass ein erhöhter Homocysteinspiegel das Risiko für Demenzerkrankungen erheblich steigert. Sie werteten die Daten von acht Kohortenstudien aus und stellten fest, dass durch eine Erhöhung der Homocysteinkonzentration im Serum um fünf Mikromol je Liter das Demenzrisiko um 35 bis 50 Prozent ansteigt.

Referenz:
Wald DS et al.: Serum homocysteine and dementia: Meta-analysis of eight cohort studies including 8669 participants; Alzheimer Dement. 2011 Jul; 7(4): 412-7


Folsäure verbessert Hirnleistung

Hirnleistung
Schüler mit einem guten Folsäurespiegel im Blut haben bessere Chancen bezüglich guter Schulnoten. Das fanden jetzt schwedische Wissenschaftler der Universität Örebro heraus. Sie stellten in einer Studie fest, dass Jugendliche mit den höchsten Folsäurespiegeln bezüglich der Noten am besten abschnitten. Damit wird die schon länger bekannte These unterstützt, dass Folsäure einen wichtigen Stellenwert innerhalb der Hirnentwicklung und der Hirnfunktion einnimmt.

Kommentar:
Eine ausreichende Versorgung mit Folsäure und anderen hirnaktiven Substanzen wie B12, Eisen u.a. ist für die Entwicklung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen derart relevant, dass eine regelmäßige Untersuchung des Blutes allen verantwortlichen Eltern anzuraten ist.

Referenz:
Medline Plus, July 11,2011: Higher folic acid levels in teens tied to academic success


Depressive Epilepsie-Patienten leiden unter Folsäuremangel

Folsäure
In einer koreanischen Studie wurde die Häufigkeit von Angst und Depressionen bei Epilepsie-Patienten ermittelt, außerdem wurden die Blutspiegel von bestimmten Parametern wie Folsäure, Vitamin B12 und Homocystein bestimmt und bewertet.

An der Studie nahmen 39 Epilepsie-Patienten und 20 gesunde Kontrollpersonen teil. Der Grad der Ängstlichkeit und der Grad der Depression der Probanden wurde mittels „Hospial Anxiety and Depression Scale (HADS) ermittelt. Bei allen Teilnehmern wurden die Spiegel von Folsäure, Vitamin B12 und Homocystein im Plasma untersucht. Die Ängstlichkeits- und Depressions-Scores der Epilepsie-Patienten wurden mit den Scores der Teilnehmer der Kontrollgruppe verglichen.

Bei den Epilepsie-Patienten wurde die Häufigkeit von mittelschweren bis schweren Angststörungen und Depressionen mit 43,6 Prozent und 69,2 Prozent festgestellt. Im Vergleich zur Kontrollgruppe war bei den Epilepsie-Patienten die Folsäure-Konzentration signifikant verringert (p<0,05). Außerdem korrelierten bei den Epilepsie-Patienten die Depressions-Scores signifikant mit einem verminderten Folsäure-Spiegel im Serum (p<0,001). In der Studie konnte kein Zusammenhang zwischen Depressionen und den B12- und Homocysteinspiegeln festgestellt werden. Auch der Grad der Ängstlichkeit korrelierte bei den Epilepsie-Patienten nicht mit Folsäure, Vitamin B12 oder Homocystein.

Fazit:
Angst und Depressionen treten bei Epilepsie-Patienten häufig auf, und niedrige Folsäure-Spiegel im Serum korrelieren bei diesen Patienten mit Depressionen.

Referenz:
Ha YS, Kim K: Relationship of folate, vitamin B12, and Homocysteine to anxiety and depression in epilepsy patients; J Korean Epilepsy Soc, 14(1): 17-23 Jun 2010.

 


Deutsche werden immer depressiver

Nach einer Untersuchung der KKH-Allianz lassen sich immer mehr Deutsche aufgrund der Diagnose „Depression“ oder „Burn-out“ vom Arzt krankschreiben. Waren es aufgrund dieser Beschwerden 2009 noch 13 Prozent der Krankheitsfehltage, konnte die Krankenkasse für das erste Halbjahr 2011 einen Anstieg auf 14,3 Prozent verzeichnen.

Referenz:
kkh-allianz.de, 19.07.2011: Krankenstand steigt mit Wirtschaftsaufschwung
KKH-Allianz: Mehr Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen

 


Ferritinkonzentration und depressive Symptome

In einer japanischen Studie wurde untersucht, inwieweit die Ferritinkonzentration mit leichten Depressionssymptomen bei gesunden Menschen zusammenhängt. Dazu wurden 312 Männer und 216 Frauen untersucht. Die Depressivität wurde mittels der „Center for Epidemiolgic Studies Depression Scale“ untersucht. Bei den Männern zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen einer verminderten Ferritinkonzentration und einer depressiven Symptomatk. Bei Frauen konnte dieser Zusammenhang nicht nachgewiesen werden.

Referenz:
Yi S et al.: Association between serum ferritin concentrations and depressive symptoms in Japanese municipal employees; Psychiatry Res. 2011 Apr


Weniger Selbstmorde durch ausreichend Lithium

Lithium ist ein essentielles Spurenelement, das vom menschlichen Organismus  hauptsächlich aus pflanzlichen Nahrungsmitteln und aus Trinkwasser aufgenommen wird. Dass Lithium einen positiven Effekt auf die psychische Befindlichkeit ausübt, ist schon längere Zeit bekannt. Forscher der Medizinischen Universität Wien haben jetzt in der Maiausgabe des „British Journal of Psychiatry“  eine Studie veröffentlicht, die aussagt, dass minimale Konzentrationen von Lithium im Trinkwasser die Suizidrate zu senken vermag. Damit bestätigen sie eine japanische Studie aus dem Jahr 2009, die zu dem gleichen Ergebnis kam, das ebenfalls in dieser Fachzeitschrift veröffentlicht worden war.

Bei der Wiener Studie, die unter Federführung von Nestor Kapusta durchführt wurde, verglichen die Forscher 6460 Trinkwasserproben aus 99 österreichischen Bezirken mit den Selbstmordraten. Dabei konnte ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Suizidrate und dem Lithiumgehalt des Wassers nachgewiesen werden: „Je höher der Lithiumwert im Trinkwasser ist, desto niedriger ist die Suizidrate“, so die Wissenschaftler.

Fazit:
Lithium ist zweifelsfrei ein Spurenelement, das auf die Psyche einen positiven Einfluss ausübt. Wer zu Depressionen neigt oder zu anderen psychischen Befindlichkeitsstörungen, sollte durchaus einmal seinen Lithiumgehalt im Blut bestimmen lassen.

Referenz:
Wienerzeitung.at, 01.06.2011: Lithium senkt Selbstmordrate


Schutz vor Depressionen durch ausreichende Vitamin-B6- und B12-Spiegel

Die Wirkung von Vitamin B6, B12 und Folsäure in Bezug auf das Depressionsrisiko wurde unlängst in einer US-amerikanischen Studie untersucht. An der Studie nahmen 3503 Erwachsene über 65 Jahre aus dem „Chicago Health and Aging-Projekt“ teil, davon 59 Prozent schwarzer Hautfarbe. Anhand von Fragebogen wurden die Ernährungsgewohnheiten und mittels einer Scala mögliche depressive Symptome bewertet.

Die Auswertung der 12-jährigen Beobachtungsstudie ergab, dass eine erhöhte Aufnahme der Vitamine  B6 und B12 durch Vitamin-Supplemente und Ernährung mit einem verminderten Depressions-Risiko verbunden war.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass jeder weitere Zusatz von 10 Milligram Vitamin B6 und 10 Mikrogramm Vitamin B12 die jährliche Quote für depressive Symptome um 2 Prozent zu senken vermag.

Ein Zusammenhang zwischen depressiven Symptomen und der Aufnahme von B6, B12 und Folsäure ausschließlich über die Nahrung konnte nicht festgestellt werden. Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass hohe Dosen an Vitamin B6 und B12 für ältere Erwachsene vor Depressionen schützen könnten.

Referenz:
Kimberly A Skarupski et al.: Longitudinal association of vitamn B-6, folate, and vitamin B-12 with depressive symptoms among older adults over time; Am J clin Nutr 2010 92: 2 269-270


Depressionen verschlingen Unsummen an Kosten

Depressionen
In Deutschland leidet mittlerweile jeder 20. Bürger an einer Depression – also ca. 4 Millionen Deutsche! Die Deutsche Volkswirtschaft wird aufgrund dieser Erkrankung mit ca. 22 Milliarden Euro belastet. Das hat jetzt eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung im Auftrag der Allianz-Versicherung ergeben.

Sage und schreibe 11 Millionen Arbeitstage bleiben die Deutschen jährlich wegen der Diagnose „Depressionen“ ihrer Arbeit fern. Weitere Zahlen: Schätzungsweise 5,2 Milliarden Euro kosten Arztbesuche, Therapien, Klinikaufenthalte und Medikamente aufgrund dieser Diagnose. Aber auch Betroffene, die sich nicht behandeln lassen und weiter ihrer Arbeit nachgehen, sind teuer: Produktivitätsverlust wegen Fehler, Unkonzentriertheit, Nachlässigkeiten etc. kosten die Arbeitgeber jährlich 9,3 Milliarden Euro. 6,2 Millionen Euro belaufen sich die Kosten wegen Erwerbs- und Arbeitsunfähigkeit, und die erhöhte Sterblichkeit kostet weitere 1,3 Mio.

Referenz:
nachrichten.rp-online, 14.04.2011: Vier Millionen Deutsche sind depressiv


Folsäuremängel und erhöhte Homocysteinwerte bei Männern fördern Depressionen

In einer japanischen Studie untersuchten Wissenschaftler einen möglichen Einfluss von Homocystein und Folsäure auf Depressionen. Zu diesem Zweck wurden die Daten von 530 Probanden im Alter zwischen 21 und 67 Jahren aus dem städtischen Umfeld, davon 313 Männer und 217 Frauen, ausgewertet.

Die Symptome der Depressionen und die Schweregrade wurden anhand von Mess-Skalen ermittelt. Insgesamt zeigten sich bei über 36 Prozent der Teilnehmer, davon 113 Männer und 79 Frauen, depressive Symptome. Bei den Männern korrelierte ein erhöhter Folsäure-Serumspiegel mit einer verringerten Depressionsneigung. Darüberhinaus konnte bei den Männern auch ein Zusammenhang zwischen der Homocysteinkonzentration und den depressiven Symptomen festgestellt werden. Bei den Frauen konnte weder bei Folsäure noch bei Homocystein ein Zusammenhang mit Depressionen beobachtet werden.

Referenz:
A Nanri et al.: Serum folate and homocysteine and depressive symptoms among Japanese men and women; European Journal of Clinical Nutrition 64, 289-296


Depressionen fördern Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Wer an einer Depression leidet, ist doppelt und dreifach gestraft: Er ist zudem noch einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus Typ 2 ausgesetzt. Zu diesem Konsens kommen Mediziner, die am 30. April 2011 im Rahmen des 117. Internistenkongresses in Wiesbaden eine Pressekonferenz gaben. Prof. Dr. med. Michael Deuschle vom „Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim“ gab Folgendes zu Protokoll:

„Mehrere Studien belegen, dass Depressionen mit einem erhöhten Risiko für Ersterkrankungen an Diabetes mellitus Typ II und koronarer Herzkrankheit einhergehen. Allerdings ist der exakte pathophysiologische Mechanismus – also wie genau die psychische Erkrankung die körperliche Krankheit verursacht – bislang nicht vollständig geklärt.“

Wer depressiv ist, achtet auch weniger auf sein körperliches Wohlbefinden: Ungesunde Ernährungsweisen, unzureichende Bewegung, und erhöhter Alkohol- und Zigarettenkonsum sind z.B. keine Seltenheit.

Nach Aussage von Prof. Deuschle gibt es Hinweise, dass bei einer Depression stressregulierende Stoffwechselvorgänge in Gang kommen, die auch eine Insulinresistenz und damit einen Diabetes mellitus fördern können.

Stress vermag zudem die Variabilität der Herzfrequenz zu verändern, so dass sich das Herz in Phasen der Ruhe und der Belastung schlechter anpassen kann. Und Stress fördert auch die Blutgerinnung. Beide Faktoren sind ein erhebliches Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Referenz:
Idw-online.de, 01.05.2011: Depressionen: Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes


Zink verbessert Depressionen

Depressionen
Japanische Wissenschaftler untersuchten den Einfluss von Zinksupplementen auf die Stimmung von jungen Frauen.

Dazu wurde eine randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie mit 30 japanischen jungen Frauen durchgeführt. Die Wissenschaftler teilten die Frauen in zwei gleich große Gruppen auf. Die eine Gruppe erhielt 10 Wochen lang täglich ein Multivitaminpräparat, die andere Gruppe ein Multivitaminpräparat und zusätzlich 7 Gramm Zink.

Neben der Tatsache, dass in der Zinkgruppe erhöhte Zink-Serumspiegel festgestellt werden konnten, kamen nach Ablauf der Studie noch weitere interessante Ergebnisse zu Tage: Bei den Frauen der Zinkgruppe konnte sowohl eine signifikante Reduktion der „Ärger- und Feindschafts-Scores“ verzeichnet werden als auch eine Reduktion der Depressions-Scores.

Zinksupplemente könnten also gegebenenfalls bei Ärger und Depressionen hilfreich sein.

Referenz:
T Sawada, K Yokoi: Effect of zinc supplementation on mood states in young women: a pilot study; European Journal of Clinical Nutrition 64, 331-333 (March 2010)


Beeinflusst Vitamin D die Persönlichkeit?

Es liegen bereits mehrere Studien über einen möglichen Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und kognitiven Fähigkeiten, Depressionen, bipolaren Störungen oder Schizophrenie vor.

Forscher der Universität Tübingen stellten jetzt eine Assoziation zwischen den Vitamin-D-Spiegeln und grundlegenden Persönlichkeitsmerkmalen fest. Untersucht wurden die Vitamin-D-Spiegel (1,25-Dihydroxy-Vitamin-D) von 206 Probanden, die einem Persönlichkeitstest unterzogen wurden. Dabei zeigte sich, dass die Persönlichkeitsmerkmale wie Offenheit und Extrovertiertheit  mit dem Vitamin-D-Spiegel im Plasma korrelierten.

Referenz:
Ubbenhorst A. et al.: Exploring the relationship between vitamin D and basic personality traits, Psychopharmacology, 29.01.2011


Vitamin-D-Mangel bei Depressionen nachgewiesen

Vitamin D
Unter Verwendung der Daten von NHANES III wurde der Einfluss eines Vitamin-D-Mangels hinsichtlich einer Depression untersucht. Dazu werteten die Wissenschaftler die Daten von 7.970 US-Amerikanern im Alter zwischen 19 und 39 Jahren aus. Zur Diagnose einer Depression wurde ein diagnostisches Interview-Schema verwendet, das vom National Institute of Mental Health entwickelt worden war. Dabei wurde ein eindeutiger Zusammenhang zwischen einer Depression und der Vitamin-D-Konzentration festgestellt. Ein Vitamin-D-Mangel wurde vorweigend bei Frauen, bei Menschen mit schwarzer Hautfarbe oder unter der Armutsgrenze oder mit einem hohen BMI beobachtet.

Referenz:
Vijay Ganji et al.: Serum vitamin D concentrations are related to depression in young adult US population: the Third National Health and Nutrition Examination Survey; International Archives of Medicine, 11.11.2010