N-Acetylcystein und Vitamin D bei Zwangsstörungen

NAC und Vitamin D bei Zwangsstörungen
Bei Zwangserkrankungen wurde mehrfach eine Dysfunktion der glutamatergen Nervenimpulsübertragung festgestellt. Es ist schon länger bekannt, dass der Wirkstoff N-Acetylcystein (NAC) die Freisetzung von Glutamat an den Synapsen modifizieren kann. Außerdem kann NAC entzündliche Stoffwechselwege modulieren. Man kann deshalb NAC als neuroprotektive Substanz ansehen. Vitamin D dürfte bei Zwangsstörungen ebenfalls von Nutzen sein, da es spezifisch die Bildung von Glutathion im Gehirn steigern kann. N-Acetylcystein ist bekanntlich eine wichtige Ausgangssubstanz für die Bildung von Glutathion. NAC und Vitamin D ergänzen sich also sehr gut hinsichtlich der Behandlung von Zwangsstörungen.

Referenz:
di Michele F et al.: N-Acetyl Cysteine and Vitamin D Supplementation in Treatment Resistant Obsessive-compulsive Disorder Patients: A General Review. Curr Pharm Des. 2018;24(17):1832-1838.


Vitamin D hilfreich bei Depressionen

Vitamin D bei Depressionen hilfreich

In einer indischen Studie wurden 158 ambulante Patienten mit depressiven Störungen auf einen Vitamin-D-Mangel untersucht. Die Mehrzahl der Patienten hatte einen Vitamin-D-Mangel (<25 ng/ml). Die Patienten mit einem Vitamin-D-Mangel brauchten signifikant längere Zeit für die Rückbildung der Depression als die Patienten ohne Vitamin-D-Mangel. Die Patienten mit einem Vitamin-D-Mangel wurden mit Vitamin D supplementiert, weshalb dann die Revisionszeit der Depression vergleichbar war mit der der Patienten ohne Vitamin-D-Mangel.

Referenz:
Naresh Nebhinani et al.: Role of Vitamin D supplementation in patients with depressive disorders and hypovitaminosis D: A longitudinal study. Journal of Mental Health and Human Behaviour, 2017, Volume: 22  |  Issue : 1  |  Page : 14-20


Zink vermag bei psychischen Befindlichkeitsstörungen hilfreich zu sein

Zink und Befindlichkeit

Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten bei 100 Hochschulstudentinnen die Zinkaufnahme und bestimmten zusätzlich die Zinkkonzentration. Die psychische Befindlichkeit wurde mittels zweier standardisierter Fragebögen ermittelt. Die Serum-Zinkkonzentionen waren invers mit psychischen Störungen einschließlich Depressionen und Angststörungen assoziiert. Eine Anhebung der Zinkkonzentration im Serum könnte bei Studentinnen die psychischen Störungen verbessern.

Referenz:
Tahmasebi K et al.: Association of Mood Disorders with Serum Zinc Concentrations in Adolescent Female Students. Biol Trace Elem Res. 2017 Aug;178(2):180-188.


Vitamin C und Angststörungen

Vitamin C
In einem Fachartikel indischer Wissenschaftler wurden Gründe präsentiert, weshalb Vitamin C eine sinnvolle therapeutische Substanz bei Angststörungen darstellen könnte. Ein Vitamin-C-Mangel vermindert die Bildung von Neurotransmittern, die mit Angststörungen im Zusammenhang stehen. Vitamin C ist an der Synthese der Katecholamine, von Serotonin und den Neuropeptiden beteiligt. Es verhindert die Peroxidation von Membranphospholipiden und ist ein Radikalfänger im Gehirn. Studien haben gezeigt, dass oxidativer Stress Angststörungen triggern kann, und Antioxidantien hierbei einen günstigen Einfluss haben.

Referenz:
Rajender Guleria et al.: Ascorbic acid: A therapeutic viability in anxiety disorders. Innovations in Pharmaceuticals and Pharmacotherapy, eISSN: 2321–323X, pISSN: 2395-0781


Zink und Neopterin bei bipolaren Störungen

Zink bei bipolarer Störung
Die Zinkkonzentration war bei Patienten mit bipolarer Störung im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen vermindert. Frauen mit bipolarer Störung zeigten einen positiven Zusammenhang zwischen der Zinkkonzentration und dem Schweregrad der Depression. Bei Männern war die Neopterinkonzentration positiv mit dem Schweregrad einer Anämie verbunden.

Referenz:
Millett CE et al.: Peripheral zinc and neopterin concentrations are associated with mood severity in bipolar disorder in a gender-specific manner. Psychiatry Res. 2017 May 17;255:52-58.


Zur Bedeutung von Mikronährstoffen in der Behandlung der Major Depression

Major Depression und Mikronährstoffe

Wissenschaftler aus den Niederlanden führten eine umfangreiche Literaturrecherche durch zur Klärung der Frage, inwieweit Mikronährstoffe bei der Behandlung der Major Depression eine therapeutische Wirksamkeit zeigten. Grundsätzlich kamen die Autoren zu dem Schluss, dass Mikronährstoffe depressive Symptome vermindern können. Insbesondere Tryptophan, Omega-3-Fettsäuren, S-Adenosylmethionin und Folsäure könnten als Monotherapie oder adjuvante Therapie bei depressiven Störungen den Therapieerfolg verbessern. Im Gegensatz zu Tryptophan fanden die Autoren bei Tyrosin keine Evidenz für die Verwendung als antidepressive Substanz. Erhöhte Konzentrationen der Omega-3-Fettsäuren könnten die Zellmembranfluidität im ZNS verändern. Außerdem sei Vitamin B12 als Verstärker von Serotonin-Wiederaufnahmehemmern oder trizyklischen Antidepressiva eine effektive Behandlung bei depressiven Störungen.

Referenz:
Lisanne A. E. M. Van Houtum et al.: The use of Nutraceuticals as Mono- or Adjuvant Therapy to Pharmacotherapies in Major Depressive Disorder. International Neuropsychiatric Disease Journal, ISSN: 2321-7235,Vol.: 8, Issue.: 2; 18. September 2016


Zinkmangel und depressive Symptome

Zinkmangel bei älteren Menschen
Wissenschaftler der Charitè in Berlin führten bei 1514 älteren Personen im Alter zwischen 60 und 84 Jahren eine Bestimmung der Zinkaufnahme und der Plasma-Zinkspiegel durch. Parallel dazu wurden bei den Studienteilnehmern depressive Symptome per Fragebogen ermittelt.

Ein Zinkmangel im Plasma war bei den älteren Studienteilnehmern sehr häufig. Eine Erhöhung der Zinkaufnahme und höhere Plasma-Zinkkonzentrationen könnten das Risiko für depressive Symptome vermindern. Die Autoren der Studie empfehlen bei älteren Menschen mit depressiven Symptomen die Zinkaufnahme und die Zinkkonzentration zu überprüfen.

Referenz:
Jung A et al.: Zinc Deficiency Is associated With Depressive Symptoms-Results From the Berlin Aging Study II. J Gerontol A Biol Sci Med Sci. 2016 Oct 27. pii: glw218.


Zinkkonzentration bei Depressionen

Zink und Depressionen
Wissenschaftler aus Polen untersuchten in einer Studie bei Patienten mit depressiver Episode die Zinkkonzentrationen im Blut. An der Studie nahmen 69 Patienten mit aktiver depressiver Episode, 45 Patienten in Remission und 50 Kontrollpersonen teil. Die Ergebnisse der Zinkbestimmung zeigte, dass die Zinkkonzentration in der depressiven Phase statistisch niedriger war als bei gesunden Kontrollpersonen. Der Zinkspiegel bei Patienten in Remission unterschied sich nicht signifikant von denen der Kontrollpersonen. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass die Serum-Zinkkonzentration als möglicher biologischer Marker bei der depressiven Episode anzusehen sei.

Referenz:
Styczeń K et al.: The serum zinc concentration as a potential biological marker in patients with major depressive disorder. Metab Brain Dis. 2016 Aug 8.


Tryptophan bei depressiver Episode

Depressionen, Tryptophan
Wissenschaftler von verschiedenen Ländern untersuchten die Plasmakonzentration von Tryptophan sowie das Verhältnis Tryptophan zu neutralen Aminosäuren in Bezug auf die Pathopysiologie der Major Depression. Die Forscher wollten herausfinden, inwieweit die Spiegel der Aminosäuren mit dem Behandlungserfolg bei Major Depression assoziiert waren und ob diese Effekte durch Cortisol oder Immunbiomarker beeinflusst wurden. Sie konnten nachweisen, dass erhöhte Konzentrationen der neutralen Aminosäuren mit einem Nichtansprechen der Behandlung bei Major Depression assoziiert waren. Bei den Patienten, die auf die Therapie ansprachen, zeigte sich eine Verminderung der Konzentrationen der neutralen Aminosäuren, und das Verhältnis von Tryptophan zu den neutralen Aminosäuren stieg an. Insgesamt spielen also erhöhte Konzentrationen der neutralen Aminosäuren eine zentrale Rolle für das Nichtansprechen einer antidepressiven Therapie.

Referenz:
Ormstad H et al.: Increased plasma levels of competing amino acids, rather than lowered plasma tryptophan levels, are associated with a non-response to treatment in major depression. Eur Neuropsychopharmacol. 2016 Aug;26(8):1286-96.


Vitamin D und Depressionen

Vitamin D, Depressionen
Iranische Wissenschaftler führten bei 40 Patienten mit Major Depression eine randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudie durch. Es wurde der Einfluss einer Vitamin-D-Supplementierung auf die psychische Befindlichkeit sowie auf verschiedene Stoffwechselmarker untersucht.

Bei Patienten mit Depression führte eine achtwöchige Vitamin-D-Therapie zu einer Besserung der Stimmungslage, außerdem wurden auch positive Effekte auf Indikatoren der Glukosehomöostase und des oxidativen Stresses nachgewiesen. Die Glutathionspiegel und die gesamte antioxidative Kapazität des Plasmas unterschieden sich signifikant von der Placebogruppe.

Referenz:
Zahra Sepehrmanesh, Fariba Kolahdooz et al.: Vitamin D Supplementation Affects the Beck Depression Inventory, Insulin Resistance, and Biomarkers of Oxidative Stress in Patients with Major Depressive Disorder: A Randomized, Controlled Clinical Trial; JN The Journal of Nutrition, First published November 25, 2015, doi: 10.3945/jn.115.218883


Oxidativer Stress bei Depressionen

Chinesische Wissenschaftler untersuchten in einer Metaanalyse bei Patienten mit Depressionen oxidative Stressmarker im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen. In die Metaanalyse wurden 150 Artikel einbezogen. Bei Patienten mit akuter depressiver Episode wurde eine abnormale antioxidative Kapazität festgestellt. Verschiedene Antioxidantien waren signifikant niedriger als bei den Kontrollpersonen. Insbesondere Zink, HDL-Cholesterin, Albumin, Harnsäure und Serum-Paraoxonase. Parameter des oxidativen Stresses wie Malondialdehyd in den Erythrozyten und im Serum sowie die 8-F2-Isoprostane waren bei den depressiven Patienten höher als bei den Kontrollpersonen. Nach antidepressiver medikamentöser Therapie zeigte sich eine Verminderung der Malondialdehydspiegel. Durch die antidepressive Therapie kam es auch zu einem Anstieg der Serumkonzentrationen von Harnsäure, Albumin und Vitamin C. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass oxidativer Stress bei Depressionen eine Rolle spielt. Sie empfehlen die Durchführung weiterer Untersuchungen zur Klärung des möglichen Nutzens einer Supplementierung mit Antioxidantien.

Referenz:
Liu T, Zhong S et al.:  A Meta-Analysis of Oxidative Stress Markers in Depression; PLoS One. 2015 Oct 7;10(10):e0138904.


Ernährungsstatus bei Depressionen

Depressionen
Die Depression ist eine weit verbreitete Erkrankung, bei der Ernährungsfaktoren eine Rolle spielen können. Türkische Wissenschaftler untersuchten die Nährstoffaufnahme bei depressiven Patienten und bei einer Kontrollgruppe. Sie stellten fest, dass depressive Patienten verschiedene Mikronährstoffe, wie Vitamin B1, B2, B6, Folsäure, Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Phosphor, Eisen und Zink, in deutlich geringeren Mengen aufnahmen als die Kontrollpersonen.

Ebenso hatten in dieser Studie die depressiven Patienten eine signifikant niedrigere Aufnahme von Vitamin C und A und erfüllten nicht die Zufuhrempfehlungen der nationalen Richtlinien der Türkei. Die Autoren der Studie beschreiben in ihrem Fachartikel auch die Funktionen der einzelnen Mikronährstoffe für den Stoffwechsel des Nervensystems, z.B. die Bedeutung der B-Vitamine für den Neurotransmittermetabolismus und die Bedeutung der Elektrolyte für die Funktionsfähigkeit des vegetativen Nervensystems. Neben den Mikronährstoffdefiziten fanden die türkischen Forscher bei den depressiven Patienten auch Anzeichen für eine Vermehrung des Viszeralfettes.

Referenz:
Gülşah Kaner, Meltem Soylu et al.: Evaluation of Nutritional Status of Patients with Depression; BioMed Research International Volume 2015 (2015), Article ID 521481, 9 pages


Ernährungsgewohnheiten und Depressionen

Depressionen
Koreanische Forscher untersuchten bei Mädchen und jungen Frauen  im Alter von 12 bis 18 Jahren den Einfluss von Ernährungsgewohnheiten auf Symptome einer Depression. Sie konnten einen Zusammenhang zwischen Depressionen und dem Verzehr von Fertignahrungsmitteln und verarbeiteten Nahrungsmitteln nachweisen. Eine niedrige Zufuhr von grünem Gemüse und Obst erhöhte das Risiko für Depressionen. Die Zufuhr von Ballaststoffen, Betacarotin, Vitamin B6, Vitamin E, Vitamin C, Kalium, Zink, Folsäure, Eisen und Kupfer war negativ mit dem Risiko für Depressionen assoziiert.  Insbesondere in dieser Altersspanne sollte auf die Nahrungsmittelauswahl geachtet werden.

Referenz:
Tae-Hee Kim, MD, PhD, Ji-young Choi, MS et al.:  Associations between Dietary Pattern and Depression in Korean Adolescent Girls; Journal of Pediatric and Adolescent Gynecology, Available online 20 April 2015


Magnesium und Depressionen bei Erwachsenen

US-Wissenschaftler untersuchten anhand der Daten von NHANES den Zusammenhang zwischen der Magnesiumaufnahme und Depressionen bei 8894 erwachsenen US-Amerikanern. Eine sehr niedrige Magnesiumaufnahme war signifikant mit Depressionen assoziiert. Eine niedrige Magnesiumzufuhr war mit Depressionen bei Menschen unter 65 Jahren verbunden.

Referenz:
Tarleton EK et al.: Magnesium intake and depression in adults. J Am Board Fam Med. 2015 Mar-Apr;28(2):249-56.doi:


Niedriger Vitamin-D-Status begünstigt depressive Symptome

Vitamin D
Niederländische Forscher untersuchten den Vitamin-D-Status bei 2839 älteren Personen. Die depressive Symptomatik wurde mittels eines geriatrischen Depressionsfragebogens ermittelt. Niedrige Konzentrationen von 25-OH-D waren mit mehr depressiven Symptomen assoziiert. Zur Klärung der Kausalität dieses Zusammenhanges empfehlen die niederländischen Wissenschaftler prospektive Studien.

Referenz:
Brouwer-Brolsma EM, Dhonukshe-Rutten RA et al.: Low vitamin D status is associated with more depressive symptoms in Dutch older adults. Eur J Nutr. 2015 Jul 4.


Vitamin D und depressive Symptome bei gesunden jungen Frauen

Depressionen, Vitamin D
Wissenschaftler der Oregon-State-University untersuchten bei 185 jungen Studentinnen die Vitamin-D3-Konzentrationen im Herbst, Winter und Frühjahr. Die Studienteilnehmerinnen lebten im Nordwesten der USA, an der Pazifikküste. Die Vitamin-D-Bestimmung wurde nach einem Zeitraum von etwa vier Wochen wiederholt. Außerdem wurde bei den Studienteilnehmerinnen die depressive Symptomatik mittels eines Fragebogens ermittelt. Es zeigte sich, dass höhere Vitamin-D-Spiegel im Herbst mit einer geringeren depressiven Symptomatik verbunden waren. Insgesamt zeigte die Untersuchung eine Assoziation zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und depressiven Symptomen.

Referenz:
David C.R. Kerr et al.: Associations between vitamin D levels and depressive symptoms in healthy young adult women. www.sciencedirect.com, Psychiatry Research, Volume 227, Issue 1, 30 May 2015, Pages 46–51


Vitamin C und Angststörungen bei Studenten

Angst - Vitamin C

Brasilianische Forscher untersuchten, inwieweit eine Vitamin-C-Supplementierung Ängstlichkeit bei Studenten verminderte. Die Studenten erhielten entweder 500 mg Vitamin C oder ein Placebopräparat. Angstsymptome wurden mittels eines standardisierten Fragebogens ermittelt. Das Ergebnis der Untersuchung zeigte, dass Vitamin C die Angstsymptomatik vermindern konnte. Auch die mittlere „Heart-Rate“ (Herzfrequenz) unterschied sich signifikant zwischen der Vitamin-C- und Placebogruppe.

Referenz:
Ivaldo Jesus Lima de Oliveira et al.: Effects of Oral Vitamin C Supplementation on Anxiety in Students: A Double-Blind, Randomized, Placebo-Controlled Trial. Pakistan Journal of Biological Sciences 18 (1): 11-18,2015


Tryptophan und psychische Befindlichkeit

Tryptophan - Glück
Wissenschaftler aus Großbritannien und der Schweiz untersuchten, welchen Effekt ein Tryptophan-reiches Supplement auf verschiedene neuropsychologische Parameter hatte, z.B. auf die Stimmungslage, auf die Schlafqualität und die emotionale Reaktion. Sie konnten nachweisen, dass es durch die Einnahme des Supplements zu einer insgesamt positiveren Grundstimmung kam. Die Empfänglichkeit für negative Emotionen wurde vermindert. Bei Einnahme des Supplements vor dem zu Bett gehen berichteten die Studienteilnehmer über Gefühle des Glücklichseins. Die tägliche Einnahme eines Tryptophan-haltigen Supplements scheint also günstige Effekte auf emotionale und kognitive Funktionen zu haben.

Referenz:
M.H. Mohajeri et al.: Behaviour, appetite and obesity. Chronic treatment with a tryptophan-rich protein hydrolysate improves emotional processing, mental energy levels and reaction time in middle-aged women. British Journal of Nutrition/ Volume 113/ Issue 02/ January 2015, pp350-365


Zinkkonzentration bei Bewohnern von Pflegeheimen

Senioren - Gedächtnis
Bei hundert Personen im Alter zwischen 60 und 102 Jahren wurde der Zinkstatus erhoben, außerdem wurden verschiedene neuropsychologische Tests und Fitness-Tests durchgeführt. 28 Prozent der Heimbewohner hatten einen Zinkmangel. Bei 45 Prozent der untersuchten Personen bestand eine Störung der kognitiven Fähigkeiten. 48 Prozent zeigten eine depressive Symptomatik. Die Serumzinkkonzentration korrelierte mit der mentalen Leistungsfähigkeit und war bei älteren Menschen mit einer normalen kognitiven Funktion und ohne Depressionen signifikant höher. Bei Patienten mit Gedächtnisstörungen und depressiver Symptomatik waren die Zinkkonzentrationen häufig vermindert.

Referenz:
Renata Markiewicz-Zusowska et al.: Serum zinc concentrations correlate with mental and physical status of nursing home residents. PLoS ONE 10(1):e0117257. doi:10.1371/journal.pone.0117257; January 30, 2015


Vitamin-D-Mangel und depressive Symptome nach der Geburt

Wochenbettdepressionen
Depressionen in der Zeit nach der Geburt sind ein ernsthaftes Problem, das acht bis 27 Prozent der Frauen betrifft. Die bisherigen Forschungsergebnisse wiesen daraufhin, dass Frauen mit einem Vitamin-D-Mangel ein vermehrtes Depressionsrisiko haben. Wissenschaftler aus den USA untersuchten bei schwangeren Frauen in einer Geburtsklinik die Vitamin-D-Konzentrationen. Die depressive Symptomatik wurde in der frühen Schwangerschaft, in der späten Schwangerschaft und nach der Geburt ermittelt. Frauen mit einem Vitamin-D-Mangel hatten im Vergleich zu den Frauen ohne Vitamin-D-Mangel signifikant stärkere Symptome. Der Vitamin-D-Mangel könnte mit einer neurologischen Pathologie, z.B. Entzündung, assoziiert sein, die sich als Depression ausdrückt.

Referenz:
Amy Lamb et al.: Vitamin D deficiency and depressive symptoms in the perinatal period: a prospective study. American Journal of Obstetrics & Gynecology, January 2015


Vitamin D3 bei Kindern und Jugendlichen mit Major-Depression

Vitamin D - Major Depression
Ägyptische Wissenschaftler untersuchten bei 82 Kindern und Jugendlichen mit Depressionen die Konzentration von 25-OH-D und verglichen diese mit den Vitamin-D-Konzentrationen einer Kontrollgruppe gesunder Personen. Es zeigte sich, dass bei depressiven Kindern und Jugendlichen ein Vitamin-D-Mangel häufiger nachzuweisen ist, als bei gesunden Kindern. Je schwerer die Depressionen waren, umso niedriger waren die Vitamin-D-Spiegel.

Referenz:
Saber Abdel Azim Mohamed et al: A study on 25-OH cholecalciferol levels in children and adolescents with major depressive disorder. Egyptian Journal of Psychiatry 2014, 35(1):65-70


Vitamin-D-Mangel bei Winterdepression

Winterdepression
Forscher der University of Georgia publizierten einen Fachartikel, in dem sie die mögliche Bedeutung des Vitamin D für die Entwicklung einer Winterdepression diskutierten. Obwohl die genauen Gründe der Winterdepression unklar seien, hätten zahlreiche Studien gezeigt, dass dieses Krankheitsbild durch einen Mangel an Sonnenlicht hervorgerufen wird. Die Winterdepression kommt häufiger bei Menschen vor, die in hohen Breitengraden leben oder in Gegenden mit starker Bewölkung.

Die Wissenschaftler aus den USA präsentieren das Erklärungsmodell, dass der Winterdepression letztlich ein Vitamin-D-Mangel zugrunde liegt. Der Vitamin-D-Spiegel schwankt in Abhängigkeit vom verfügbaren Sonnenlicht. Vitamin D spielt eine Rolle für die Synthese von Dopamin und Serotonin, die wiederum für die Entstehung von Depressionen eine Rolle spielen. Es sei logisch, dass es einen Zusammenhang zwischen niedrigem Vitamin D und depressiven Symptomen gäbe. Mehrere Studien hätten gezeigt, dass depressive Patienten üblicherweise niedrige Vitamin-D-Spiegel aufwiesen. Die Aufrechterhaltung ausreichender Vitamin-D-Spiegel ist von zentraler Bedeutung für eine gute mentale Gesundheit.

Referenz:
Honor Whiteman: Researchers link vitamin D deficiency to seasonal affective disorder. Medical News Today, 7 December 2014


Mineralstoffe, Spurenelemente und Depressionen

Traurig - Depressionen
Japanische Wissenschaftler untersuchten bei japanischen Angestellten inwieweit die Aufnahme von Mineralstoffen und Spurenelementen mit depressiven Symptomen zusammenhängt. Studienteilnehmer waren 1792 Männer und 214 Frauen im Alter von 19 bis 69 Jahren. Die Prävalenz von depressiven Symptomen betrug 27,8 Prozent. Die Aufnahme von Magnesium, Calcium, Eisen und Zink war invers mit der Prävalenz für depressive Symptome assoziiert. Eine höhere Aufnahme von Magnesium, Calcium, Eisen und Zink verminderte also das Auftreten von depressiven Symptomen bei japanischen Angestellten.

Referenz:
Takako Miki, MPH et al.: Dietary intake of minerals in relation to depressive symptoms in Japanese employees: the Furukawa Nutrition and Health Study. Nutrition.com; published online December 02.2014


Mikronährstoffkonzentrationen und Depressionen

Mikronährstoffe
Inwieweit besteht ein Zusammenhang zwischen den Mikronährstoffspiegeln im Blut und Depressionen? Dieser Frage wurde in einem Übersichtsartikel nachgegangen:

Fünf prospektive Studien haben gezeigt, dass niedrige Konzentrationen einiger Mikronährstoffe wie Vitamin D, Eisen, Folsäure und Omega-3-Fettsäuren die Entwicklung von Depressionen begünstigen. In den insgesamt 60 ausgewerteten Studien wurde ein deutlicher Zusammenhang zwischen Vitamin D sowie Eisen und Depressionen sichtbar. Auch die Blutkonzentrationen vom Omega-3-Fettsäuren und Zink zeigten eine Assoziation mit Depressionen, allerdings nicht in der gleichen Stärke wie Vitamin D und Eisen.

Referenz:
Kate Teasdale et al.: Is there an Association between Blood Nutrient Levels and Depression? A Systematic Review; La Trobe University, Australia; DOI: http://dx.doi.org/10.12970/2310-8231.2014.02.01.6
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Warum Zink bei Depressionen wichtig ist

Zink und Depressionen
Wissenschaftler aus Australien untersuchten, ob es einen möglichen Zusammenhang zwischen der Zinkaufnahme und Depressionen gibt. Dazu wurden zwei Kohortenstudien durchgeführt. In beiden Kohortenstudien konnte ein inverser Zusammenhang zwischen der Zinkaufnahme und dem Depressionsrisiko aufgezeigt werden. Bei Personen mit der höchsten Zinkeinnahme bestand ein 30 bis 50 Prozent niedrigeres Risiko eine Depression zu entwickeln.

Referenz:
Vashum KP et al.: Dietary zinc is associated with a lower incidence of depression: Findings from two Australians cohorts; J Affect Disord. 2014 Sep; 166: 249-57


Eisenmangel ohne Anämie bei jungen Frauen

Eisenmangel ohne Anämie
Der häufigste Nährstoffmangel weltweit ist wahrscheinlich ein Eisenmangel ohne Anämie. In einer japanischen Studie wurde untersucht, wie sich ein Eisenmangel mit und ohne Anämie auf die Befindlichkeit von jungen Frauen auswirkt. An der Studie nahmen 76 Frauen im Alter zwischen 18 und 22 Jahren teil. Ein Eisenmangel ohne Anämie wurde wie folgt definiert: Hämoglobinwert größer oder gleich 12 g/ dl und Ferritinwert im Serum kleiner als 20 ng/ ml. Die psychische Befindlichkeit war bei den Frauen mit einem Eisenmangel und bei Frauen mit einem Eisenmangel ohne Anämie deutlich schlechter als bei den gesunden Kontrollpersonen. Junge Frauen mit Eisenmangel ohne Anämie zeigten in psychologischen Tests einen signifikant höheren Anteil von neurotischen Tendenzen. Das Ergebnis der Studie zeigt auf, dass ein Eisenmangel ohne Anämie bei jungen Frauen ein Risikofaktor für Erschöpfung, Missstimmung und Anspannung ist.

Referenz:
Sawada T et al.: Iron deficiency without anemia is associated with anger and fatigue in young japanese women; Biol Trace Elem Res. 2014 Apr 23


Magnesium- und Zinkspiegel und depressive Symptome

Depressionen
Polnische Wissenschaftler untersuchten bei 171 postmenopausalen Frauen die Konzentrationen von Magnesium und Zink und bestimmten die depressiven Symptome mit dem Beck Depression Inventory (BDI). Bei 36,8 Prozent der Frauen wurden depressive Symptome unterschiedlichen Schweregrades festgestellt. Die Frauen mit höheren Magnesium- und Zinkspiegeln zeigten weniger depressive Symptome. Dies dürfte insbesondere für die Planung von Präventionsprogrammen eine wichtige Bedeutung haben.

Referenz:
M. Stanislawska et al.: The severity of depressive symptoms vs. serum Mg and Zn levels in postmenopausal women. Biol Trace Elem Res (2014) 157:30-35


Ernährungsgewohnheiten bei depressiven Patienten

Ernährungsgewohnheiten bei depressiven Patienten
Bei Patienten mit Depressionen sind die Ernährungsgewohnheiten häufig irrational und können zu einer unzureichenden Versorgung mit Mikronährstoffen führen, speziell mit Vitaminen und Mineralstoffen. Polnische Wissenschaftler untersuchten bei einer Gruppe von 69 Patienten mit rezidivierenden depressiven Störungen die Ernährungsgewohnheiten.

Dabei zeigte sich, dass bei Männern und Frauen die Aufnahme folgender Vitamine und Mineralstoffe unzureichend war: Vitamin D, Vitamin E, Folsäure, Kalium, Calcium, Magnesium und Jod. Bei Frauen war die Eisen- und Vitamin-C-Aufnahme zusätzlich vermindert. Die Spiegel der Vitamine B6 und B12 waren bei den Männern zu hoch, bei Frauen die Kupferkonzentration. Bei Patienten mit Depressionen sollte also individuell abgeklärt werden, inwieweit ein Bedarf für die Supplementierung mit Mikronährstoffen besteht. Jedenfalls zeigte das Ergebnis der Studie, dass die Versorgung mit den meisten Mikronährstoffen nicht mit den Zufuhrempfehlungen übereinstimmte.

Referenz:
Ewa Stefa ska et al.: Does the usual dietary inake of patients with depression require vitamin-mineral supplementation? Psychiatr. Pol. 2014; 48(1): 75-88 ISSN 0033-2674; www.psychiatriapolska.pl


Spurenelemente bei Depressionen und Angststörungen

Angst
Spurenelemente und Mineralstoffe beeinflussen verschiedene Neurotransmittersysteme. Bei psychiatrischen Erkrankungen wurden Störungen verschiedener Neurotransmittersysteme nachgewiesen. Für die Funktionsfähigkeit des GABAergen Systems spielen insbesondere Zink und Magnesium eine Rolle. Das glutamaterge System benötigt Zink, Magnesium und Eisen. Das monoaminerge System lässt sich durch Zink, Magnesium, Calcium, Chrom und Lithium beeinflussen. Die HPA-Achse, die für die Stressregulation eine zentrale Rolle spielt, ist durch Zink und Magnesium modulierbar.

Referenz:
Katarzyna Mlyniec et al.: Essential elements in depression and anxiety. Part I. Pharmacological Reports (2014), http://dx.doi.org/10.1016/j.pharep.2014.03.001


Vitamin B6 und kognitiver Abbau

Vitamin B6 und kognitiver Abbau
US-Wissenschaftler untersuchten in einer Studie, ob niedrige Konzentrationen von Vitamin B6 ein Risikofaktor für kognitiven Abbau darstellt. An der Studie nahmen 1148 Probanden teil. Dreißig Prozent der Studienteilnehmer hatten einen niedrigen Vitamin-B6-Status. Eine niedrige Vitamin-B6-Konzentration war mit Diabetes, Rauchen, höherem BMI sowie höheren Konzentrationen von Homocystein verbunden. Mit großer Wahrscheinlichkeit führte ein niedriger Vitamin-B6-Status innerhalb von 2 Jahren zu einer Abnahme von exekutiven kognitiven Funktionen. Außerdem war ein niedriger Vitamin-B6-Status invers mit dem Schweregrad depressiver Symptome und Stresssymptomen assoziiert.

Referenz:
Tammy Maria Scott et al.: Low plasma vitamin B6 predicts cognitive decline and depression in at-risk individuals. The FASEB Journal. 2013;27:346.6


Zinktherapie bei übergewichtigen Menschen mit Depressionen

Zink und Depressionen
Verschiedene Studien haben bereits einen positiven Effekt von Zink als adjuvante Therapie zur Verminderung depressiver Symptome gezeigt. Diese Studie hatte das Ziel, den Effekt einer Zinktherapie auf depressive Symptome und auf BDNF-Spiegel bei übergewichtigen und adipösen Menschen festzustellen.

50 übergewichtige oder adipöse Versuchsteilnehmer erhielten über einen Zeitraum von 12 Wochen entweder 30 mg Zink oder ein Placebopräparat. Der Schweregrad der Depression wurde mit dem Beck depression inventory II ermittelt, außerdem wurden im Blutserum BDNF und Zink bestimmt. Nach 12 Wochen wurde ein signifikanter Anstieg der Zinkkonzentration und der BDNF-Spiegel in der Zinkgruppe nachgewiesen. Die depressive Symptomatik nahm zwar in beiden Versuchsgruppen ab, es konnte aber in der Zinkgruppe im Vergleich zur Placebogruppe eine signifikante Besserung beobachtet werden. Es zeigte sich ein umgekehrter Zusammenhang zwischen den BDNF-Spiegeln und dem Schweregrad der depressiven Symptomatik.

Anmerkung:
BDNF ist die Abkürzung für brain-derived neurotrophic factor, einem wichtigen Nervenwachstumsfaktor. BNDF ist üblicherweise bei depressiven Erkrankungen vermindert, was zu einem vermehrten Absterben von Nervenzellen führen kann.

 

Referenz:
Zahra Solati et al.: Zinc monotherapy increases serum brain-derived neurotrophic factor (BDNF) levels and decreases depressive symptoms in overweight or obese subjects: A double-blind, randomized, placebo-controlled trial. Nutritional Neuroscience; http://www.maneyonline.com/doi/abs/10.1179/1476830513Y.0000000105


Vitamin B12 bei Major Depression

Patienten mit Depressionen und niedrigen Vitamin-B12-Konzentrationen erhielten entweder  Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder Serotonin-Wiederaufnahmehemmer plus Vitamin-B12-Injektionen. Nach drei Monaten Therapie zeigte sich, dass die Patienten, die Vitamin B12 supplementierten, signifikant weniger Symptome aufwiesen, als die Patienten die nur ein Antidepressivum erhalten hatten.

Referenz:
Syed EU et al.: Vitamin B12 supplementation in treating major depressive disorder: a randomized controlled trial. Open Neurol J. 2013 Nov 15;7:44-8.


Antioxidative Vitamine und Störungen der Hirnfunktion bei Alkoholikern


Spanische Wissenschaftler untersuchten bei alkoholkranken Patienten die Konzentrationen verschiedener Vitamine sowie die Konzentrationen proinflammatorischer Zytokine und Malondialdehyd. Bei Alkoholikern führte die Störung der Leberfunktion zu einer Veränderung der Serumkonzentration von Vitamin A, die auch mit Veränderung des Gehirns verbunden war. Auch die Vitamin-E-Spiegel waren vermindert. Die Verminderung der Vitamin-Konzentrationen war am größten bei Patienten mit Kleinhirnatrophie.

Referenz:
González-Reimers E et al.: Antioxidant vitamins and brain dysfunction in alcoholics. Alcohol Alcohol. 2013 Sep 25. Epub


Vitamin D bei Morbus Parkinson

Es mehren sich die Hinweise, dass Vitamin D auch für das zentrale Nervensystem von zentraler Bedeutung ist. Wissenschaftler der Oregon-University in Portland führten bei 286 Patienten mit Morbus Parkinson verschiedene neuropsychiatrische Tests durch und bestimmten die Konzentration von Vitamin D. Es zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Vitamin-D-Konzentration und der Sprechflüssigkeit und dem verbalen Gedächtnis. Die Vitamin-D-Konzentration korrelierte mit Depressionsneigung. Höhere Plasma-Vitamin-D-Spiegel sind also mit einer besseren kognitiven Leistungsfähigkeit und einer besseren Stimmung bei Patienten mit Morbus Parkinson verbunden.

Referenz:
Peterson AL et al.: Memory, mood, and vitamin D in persons with Parkinsons´s disease. Parkinsons Dis. 2013 30. Epub


Depressionen und Mikronährstoffe bei schwangeren Frauen

Schwanger - Mikronährstoffmängel
Ein Schlüsselfaktor für die Prävention und Behandlung einer perinatalen Depression bei schwangeren Frauen ist die Mikronährstoffzufuhr. Von der Mikronährstoffversorgung der Mutter hängt wiederum die kognitive Entwicklung des Kindes ab. Aus der Fachliteratur geht hervor, dass verschiedene Mikronährstoffe die Stimmungslage in erheblichem Umfang beeinflussen können: Folsäure, Vitamin B12, Calcium, Eisen, Selen, Zink und Omega-3-Fettsäuren. Bei der Auswertung einer Studie, die mit schwangeren Frauen durchgeführt wurde, zeigte sich, dass Frauen mit niedrigerer Depressivität eine höhere Aufnahme von Selen und Omega-3-Fettsäuren aufwiesen. Die Selenaufnahme vor der Geburt und die soziale Unterstützung nach der Geburt hatten einen protektiven Effekt gegen perinatale Depressionen.

Referenz:
Brenda Mun-Ying Leung: The role of micronutrients in maternal mood and child neurodevelopment, April 2013

 

 


Bei Panikstörungen verminderte Spiegel an Antioxidantien

Antioxidantien
Bei psychischen Störungen besteht oftmals ein erhöhter oxidativer Stress, die Antioxidantien-Spiegel sind meist vermindert. Wissenschaftler aus Bangladesh konnten diese Tendenz jetzt aufgrund einer Studie bei Patienten mit Panikstörungen bestätigen. Sie führten die Studie mit 54 Patienten, die an Panikstörungen litten, sowie mit 52 gesunden Kontrollpersonen durch. Bei den Patienten mit Panikstörungen wurden im Vergleich zu den gesunden Kontrollpersonen niedrigere Vitamin-A- und Vitamin-E-Konzentrationen gemessen. Die Patienten mit Panikstörungen hatten höhere Konzentrationen von Malondialdehyd und verminderte Glutathionspiegel. Malondialdehyd ist ein Marker des oxidativen Stresses, und der Glutathionspiegel ist ein Marker der antioxidativen Kapazität.

Referenz:
Nahar Z et al.: Determination of serum antioxidant vitamins, Glutathione and MDA levels in panic disorder patients; Drug Res (Stuttg.) 2013 May 13

 

 


Der Einfluss von Mikronährstoffsupplementen auf die Psyche

In einer Metaanalyse untersuchten britische Wissenschaftler den Einfluss von Multivitamin-Mineralsupplementen auf die psychische Befindlichkeit der Allgemeinbevölkerung. In die Metaanalyse wurden acht Studien einbezogen. Eine Supplementierung von Mikronährstoffen hatte einen günstigen Effekt auf anhaltenden Stress, auf leichte psychiatrische Symptome und auf die tägliche Stimmungslage bei scheinbar gesunden Individuen. Supplemente, die hohe Dosen von B-Vitaminen enthalten, scheinen zur Verbesserung der Stimmungslage effektiver zu sein.

Referenz:
Long SJ, Benton D: Effects of vitamin and mineral supplementation on stress, mild psychiatric symptoms, and mood in nonclinical samples: a meta-analysis; Psychosom Med. 2013 Jan 29


Mikronährstoffzufuhr und psychische Befindlichkeit bei Frauen

psychische Befindlichkeit und Mikronährstoffe
In einer australischen Studie wurde die Nährstoffaufnahme bei Frauen abgefragt, die psychologischen Symptome erfasst und ein klinisches Interview durchgeführt. Eine erhöhte Zufuhr von Zink, Magnesium und Folsäure war mit einer verminderten Wahrscheinlichkeit für Major Depression und Dysthymie assoziiert.

Referenz:
Jacke FN et al.: Nutrient intakes and the common mental disorders in women; J Affect Disord. 2012 Dec 1; 141(1): 79-85

 

 


Antioxidantien sinnvoll als adjuvante Therapie bei Depressionen

Bei der Major Depression spielt der oxidative Stress eine bedeutende Rolle. Insbesondere der Stoffwechsel der Katecholamine ist mit der Bildung der freien Radikale verbunden. Indische Wissenschaftler untersuchten den Antioxidantienstatus bei 30 Patienten mit depressiver Episode und 30 Kontrollpersonen. Bei allen Personen wurden verschiedene Parameter bestimmt wie Malondialdehyd, Erythrozyten, SOD, Vitamin E, C und Harnsäure sowie totale antioxidative Kapazität. Die Parameter des oxidativen Stresses wie MDA waren bei den Patienten vor der Behandlung signifikant höher als bei den Kontrollpersonen, während die Antioxidantienspiegel signifikant niedriger lagen. Nach 12 Wochen antidepressiver Therapie mit zusätzlicher Supplementierung der Vitamine E und C kam es zu einer signifikanten Besserung der oben erwähnten Parameter. Eine Kombination aus Antidepressiva und Antioxidantien könnte also oxidative Schäden vermindern und die Reparatur bestehender Schäden verbessern.

Referenz:
Santoshi R et al.: A study of oxidative stress and influence of antioxidant vitamins supplementation in patients with major depression


Depressionen und erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Wer an einer Major Depression leidet, trägt ein erhöhtes Risiko für Herz-Keislauf-Erkrankungen. Aus der Aminosäure Arginin entsteht das Signalgas NO (Stickstoffmonoxid). Dieses ist u.a. für die Erweiterung der Blutgefäße und für die Regulation des Blutflusses und des Blutdrucks verantwortlich.

Im „Journal of Affective Disorders“ publizierten Wissenschaftler eine Studie, in der bei 19 Patienten mit Major Depression und bei 19 Kontrollpersonen der Argininstoffwechsel im Blut untersucht wurde. Sie bestimmten u.a. die Argininkonzentration, die NO-Synthese und die cGMP-Spiegel in den Blutplättchen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass bei den Patienten mit Depressionen im Vergleich zu den Kontrollpersonen die Argininaufnahme in den Blutplättchen und auch die Aktivität der NO-Synthese vermindert war. Bei den Patienten mit Depressionen wurden gestörte cGMP-Spiegel in den Blutplättchen festgestellt, was mit einer verstärkten Verklumpungsneigung einherging.

Referenz:
Vivian Liane Mattos Pinto et al.: Low plasma levels of L-arginine, impaired intraplatelet nitric oxide and platelet hyperaggregability: Implications for cardiovascular discrease in depressive patients; Journal of Affective Disorders; Volume 140, Issue 2, pages 187-192


Vitamin D und psychische Befindlichkeit

Vitamin D
Es ist weitläufig bekannt, dass Vitamin D für den Knochenstoffwechsel, also zur Vorbeugung einer Osteoporose, von großer Bedeutung ist. Neuere Studien zeigen auf, dass Vitamin D u.a. auch eine wichtige Rolle im Nervensystem spielt und somit für die psychische Befindlichkeit und die kognitive Leistungsfähigkeit wesentlich ist.

In einer französischen Studie mit 5500 älteren Menschen zeigte sich, dass die Personen mit einer geringeren diätischen Vitamin-D-Zufuhr bei kognitiven Tests schlechter abschnitten als die Personen, die die empfohlene Tagesdosis Vitamin D einnahmen.

Ähnliche Ergebnisse brachte eine britische Studie mit 858 älteren Teilnehmern. Die Personen wurden über sechs Jahre beobachtet. Bei den Teilnehmern mit den niedrigsten Vitamin-D-Spiegeln (25-OH) lag das Risiko für einen kognitiven Abfall bzw. eine Beeinträchtigung der kognitiven Leistungsfähigkeit um 60 Prozent höher als bei den Testpersonen mit den höchsten Vitamin-D-Spiegeln.

Referenz:
Ingrid Kiefer und Cem Ekemekcioglu: Essen entscheidet. Wie Nahrungsmittel uns beeinflussen. Buch, erschienen im Verlag Braumüller, 2012

 

 


Major Depression und Selen

Depressionen
Bei Depressionen sind Veränderungen der Redoxbiologie nachgewiesen. Der Zusammenhang zwischen Depressionen und dem Selenstatus wurde noch wenig erforscht. Australische Wissenschaftler untersuchten nun, ob eine niedrige Selenaufnahme mit einem erhöhten Risiko für die Major Depression verbunden ist. An der Fall-Kontrollstudie nahmen 18 Frauen teil, die eine Major Depression entwickelt hatten, sowie 298 Kontrollpersonen.

Eine niedrige Selenaufnahme erhöht die Wahrscheinlichkeit für Depressionen um nahezu das Dreifache. Man kann also davon ausgehen, dass eine niedrige Selenaufnahme das Risiko für die Major Depression deutlich steigert.

Selen ist bekanntlich ein wichtiges antioxidatives Spurenelement und Bestandteil von Selenoproteinen, die für die Regulierung des Redoxgleichgewichtes erforderlich sind.

Referenz:
Pasco JA et al.: Dietary selenium and major depression: a nested case-control study; Complement ther Med. 2012 Jun, 20(3): 119-23


Coenzym Q10 und bipolare Depression

bipolare Depression
Zehn Patienten mit bipolarer Depression erhielten täglich 400 mg Coenzym Q10. Die Dosis wurde wöchentlich bis auf ein Maximum von 1200 mg am Tag gesteigert.

Die Supplementierung mit dieser hohen Dosis Coenzym Q10 führte bei älteren Patienten zu einer Verminderung der depressiven Symptomatik. Coenzym Q10 hat offensichtlich auch einen erheblichen Effekt auf die Stimmungslage.

Referenz:
Forester BP et al: Coenzyme Q10 effects on creatine kinase activity and mood in geriatric bipolar despression; J Geriatr Psychiatry Neurol. 2012 Mar; 25(1): 43-50


Bipolare Depression und Spurenelemente

bipolare Depression
In einer spanischen Studie wurden bei 25 Patienten mit der Diagnose „bipolare Depression“ und bei 29 gesunden Kontrollpersonen die Konzentrationen verschiedener Spurenelemente untersucht. Die Spurenelemente Kupfer und Zink wurden im Serum bestimmt, Blei und Cadmium im Vollblut. Zusätzlich wurden im Urin die Konzentrationen von Blei, Cadmium und Thallium gemessen.

Patienten mit bipolarer Depression zeigten deutlich höhere Konzentrationen von Blei und Cadmium als die Kontrollpersonen, sowohl im Urin als auch im Vollblut. Die Raucher hatten höhere Cadmiumkonzentrationen als die Nichtraucher.

Bei den Patienten in der manischen Phase der bipolaren Depression wurde ein signifikanter Anstieg der Zinkkonzentrationen nachgewiesen. Die Konzentrationen einiger giftiger Schwermetalle sind offensichtlich bei der bipolaren Depression erhöht.

 

Referenz:
González-Estecha M et al: Trace elements in bipolar disorder; J Trace Elem Med. Biol. 2011 Jan; 25 Suppl 1: S78-83

 


Bei Burn-out: Mikronährstoffe testen lassen

Bei Burn-out unbedinge die Mikronährstoffe testen lassen!
Unter Burn-out versteht man einen Zustand der emotionalen und geistigen Erschöpfung. Die Gründe für ein Burn-out sind meist auf starken Dauerstress zurückzuführen. Dieser kann auf der beruflichen Ebene liegen oder auf der privaten. Mittlerweile ist fast jeder zehnte Arbeitsfehltag in Deutschland auf eine psychische Erkrankung zurückzuführen.

Wer längere Zeit pausenlos ausschließlich unter starkem Druck arbeitet oder sich für andere einsetzt und seine Bedürfnisse außer Acht lässt, läuft Gefahr auszubrennen bzw. ein Burn-out zu entwickeln. Die Symptome können harmlos beginnen – z.B. mit einer immer wiederkehrenden leichten Müdigkeit und häufiger Unkonzentriertheit oder mit Rückenschmerzen – und später dann in stärkere Beschwerden ausarten, z.B. in chronische Schmerzen, Schlafstörungen, völlige Erschöpfung, Magengeschwüre oder eine starke Depression. Meistens treten mehrere Symptome auf einmal auf.

Menschen, die an einem ausgeprägten Burn-out-Syndrom leiden, gehören zweifelsfrei in fachärztliche Behandlung. Besser ist es natürlich, dass es gar nicht erst so weit kommt. Das heißt, dass man seine Lebenssituation rechtzeitig überdenkt und daraus Konsequenzen zieht. Vielleicht lässt sich die Arbeit anders einteilen oder an andere delegieren, oder aber man ist der Aufgabe gar nicht gewachsen? Es gibt viele Facetten, die zu einem Burn-out führen können.

Die Orthomolekulare Medizin kann bei einem Burn-out so einiges bewirken: einen beruhigenden Effekt auf die Nerven ausüben, den Energiestoffwechsel ankurbeln und die antioxidative Kapazität des Körpers erhöhen. Bei einer richtig angewandten orthomolekularen Therapie werden dem Stoffwechsel die Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren in der richtigen Menge zugeführt, wie sie momentan benötigt werden. Das ist „die effektive Form der Mikronährstofftherapie“. Die Grundlage hierfür bildet immer eine Blutuntersuchung.

Gemessen werden sollten insbesondere die Aminosäuren, die erforderlich sind, um Nervenbotenstoffe wie Serotonin, Noradrenalin, GABA, Acetylcholin zu bilden. Zudem fungieren einige Aminosäuren wie Glycin oder Glutaminsäure selbst als Botenstoffe. Nervenbotenstoffe sind Signalmoleküle, die Nervenreize zwischen den Nervenzellen übertragen. Sie sind für Stimmung und Wohlbefinden erforderlich, haben einen beruhigenden Effekt und werden für das Denken, die Konzentration und die Kreativität usw. gebraucht.

Die ganze Gruppe der B-Vitamine sollte in Betracht gezogen werden, da die B-Vitamine unterschiedliche Funktionen für das Nervensystem ausüben: Sie sind an der Bildung der Botenstoffe, am Aminosäurenstoffwechsel und an der Energiebildung beteiligt. Auch Coenzym Q10, Carnitin oder Magnesium spielen eine wichtige Rolle, wenn es um den Energiestoffwechsel der Zelle geht. Es gibt noch eine Reihe von weiteren Mikronährstoffen, die bei Stress, Burn-out, Depressionen etc. relevant sind und die im Blut überprüft werden sollten. Der DCMS-Neuro-Check des Diagnostischen Centrums für Mineralanalytik und Spektroskopie ist eine Mikronährstoffanalyse, die auf die Vitalstoffparameter des Nervensystems exakt abgestimmt ist. Aufgrund dieser Laboranalyse ist eine zielgerichtete Therapie mit Mikronährstoffen möglich.
© Diagnostisches Centrum – Bild: Archiv

 


Mikronährstoffzufuhr und psychische Befindlichkeit bei Frauen

Psyche - Frauen
Australische Wissenschaftler untersuchten einen möglichen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Magnesium, Folsäure und Zink und Symptomen einer Depression oder Angsterkrankung. Die Zufuhr von Zink, Magnesium und Folsäure war mit einem verminderten Risiko für Depressionen assoziiert. Je höher die Aufnahme von Magnesium und Zink war, desto weniger depressive Symptome wurden nachgewiesen. Es konnte jedoch kein Zusammenhang zwischen Angstsymptomen und der Zufuhr der genannten Mikronährstoffe festgestellt werden.

Referenz:
Jacka FN. et al.: Nutrient intakes and the common mental disorders in women. J Affect Disord. 2012. Mar 5.;


Depressionen und Vitamin D bei Heranwachsenden

Depressionen
Schwedische Wissenschaftler untersuchten die Konzentrationen von 25-OH-Vitamin-D bei 54 depressiven Jugendlichen. Die Studie zeigte, dass depressive Jugendliche häufig niedrige Vitamin-D-Spiegel aufwiesen. Es gab einen positiven Zusammenhang zwischen der Vitamin-D-Konzentration und dem Wohlbefinden. Nach einer Supplementierung von Vitamin D verbesserten sich die Symptome der Depression.

 

Referenz:
Högberg G. et al.: Depressed adolescents in a case-series were low in vitamin D and depression was ameliorated by vitamin D supplementation. Acta Paediatr. 2012 Feb. 28.


Vitamin-D-Mangel bei Altenheimbewohnern

Vitamin-D-Mangel
Forscher aus Belgien bestimmten die Vitamin-D-Konzentration bei 589 gesunden Altenheimbewohner. Außerdem wurde die Lebensqualität mit Hilfe eines Fragebogens bestimmt sowie die Einnahme von Antidepressiva und Anxiolytika. Fast die ganze Studienpopulation hatte einen Vitamin-D-Mangel. Die Senioren mit den niedrigsten Vitamin-D-Spiegeln klagten häufiger über depressive Symptome und hatten auch einen höheren Verbrauch an Psychopharmaka.

Referenz:
Verhoeven V. et al.: Walk on the sunny side of life – epidemiology of hypovitaminosis D and mental health in elderly nursing home residents. J Nutr Health Aging. 2012; 16(4):417-20;


Depressionen häufig bei Typ-1-Diabetikern

Serotoninspiegel
Pakistanische Wissenschaftler untersuchten die Häufigkeit von Depressionen bei Typ-1-Diabetikern. Außerdem wurde die Tryptophankonzentration im Plasma bestimmt. An der Studie nahmen 50 männliche und 50 weibliche Patienten mit Typ-1-Diabetes teil, die mit einer Kontrollgruppe gesunder Personen verglichen wurden.

Bei den Typ-1-Diabetikern waren signifikant häufiger Symptome einer Depression nachweisbar. Sowohl bei den männlichen wie auch bei den weiblichen Patienten zeigte sich eine signifikante Verminderung der Tryptophanspiegel im Plasma. Die Häufigkeit von Depressionen scheint also bei Typ-1-Diabetikern deutlich erhöht zu sein, wobei verminderte Serotoninspiegel im Gehirn dafür verantwortlich sein dürften.

Referenz:
Saida Haider et al.: Greater prevalence of depression in type-1-diabetic patients: Correlation with decreased plasma tryptophan. IOSR Journal of Pharmacy, Vol.2, Issue 1, Jan-Feb. 2012, pp.057-061


Depressionen – welche Rolle spielt Vitamin D?

Niedrige Vitamin-D-Spiegel können mit Depressionen in Verbindung gebracht werden. Das ergab die Auswertung einer sehr großen, umfassenden Studie, die von Wissenschaftlern des UT Southwestern Medical Center durchgeführt wurde. Insgesamt nahmen an der Studie „Cooper Center Longitudinal Study“ 12.600 Personen teil.

Die US-Forscher stellten fest, dass höhere Vitamin-D-Spiegel mit einem stark verminderten Risiko für Depressionen verbunden sind. Menschen, die an Depressionen leiden, sollten unbedingt ihren Vitamin-D-Status überprüfen lassen –  das empfiehlt ausdrücklich Dr. Brown, Leiter der Studie.

Ob niedrige Vitamin-D-Spiegel zu den Symptomen einer Depressionen beitragen oder ob Depression zu niedrigen Vitamin-D-Spiegeln führen, war nicht Gegenstand der Studie. Es gibt jedoch Hinweise, dass Vitamin D Neurotransmitter, Entzündungsmarker und andere Faktoren, die in Verbindung mit Depressionen stehen, positiv beeinflusst.

Referenz:
Science Daily, 05.01.2012: Low Vitamin D levels linked to depression, psychiatrists report

 


Hat Folsäure einen Einfluss auf die Stimmung?

Japanische Wissenschaftler untersuchten einen möglichen Zusammenhang zwischen niedrigen Folsäurekonzentrationen und Depressionen. Dazu wurde bei 141 jungen Frauen im Alter zwischen 18 und 28 Jahren die Folsäurekonzentration bestimmt. Außerdem gaben die Japanerinnen innerhalb eines international üblichen Fragebogens (the Center for Epidemiologic Studies Depression scale) Auskunft bezüglich Depressionen.

Frauen mit erhöhten Depressions-Scores hatten häufiger einen Folsäure-Mangel als Frauen mit niedrigen Depressions-Scores. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine niedrige Folsäure- und Vitamin-B6-Aufnahme signifikant mit Depressivität assoziiert war. Eine Folsäureaufnahme > 240 µg/ Tag verminderte das Depressionsrisiko. Man kann davon ausgehen, dass eine Folsäuresupplementierung das Auftreten von Depressionen vermindern kann.

Referenz:
Watanabe H et al.: Impact of dietary folate intake on depressive symptoms in young women of reproductive age; J Midwifery Womens Health 2012 Jan; 57(1): 43-8

 


Wie B-Vitamine die Stressanfälligkeit vermindern

Menschen, die unter Dauerstress leiden, erkranken häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen oder Angstzuständen. Es ist daher von großer Bedeutung, die Stressbelastung so weit wie möglich zu vermindern.

In einer australischen Studie konnte nun aufgezeigt werden, dass eine erhöhte Zufuhr von B-Vitaminen sich positiv auf das Stressniveau auswirken kann. Die Wissenschaftler der Swinburne University of Technology in Melbourne untersuchten zuerst die 60 Studienteilnehmer und hielten Angaben über Gemütszustand, Sorgen und Ängste, Stressbelastung und Persönlichkeit jedes einzelnen fest. Anschließend bekamen die Probanden entweder ein hochdosiertes Vitamin-B-Präparat oder ein Placebopräparat zum Einnehmen – insgesamt 90 Tage lang.

Bei den Teilnehmern, die Vitamin B hochdosiert einnahmen, zeigte sich nach diesen drei Monaten eine deutliche Verringerung der Stressbelastung. Das Stressniveau konnte annähernd um 20 Prozent gesenkt werden. In der Placebo-Gruppe gab es hingegen keine nennenswerten Änderungen.

Für den leitenden Forscher, Professor Con Stough, war das Ergebnis keine Überraschung, da B-Vitamine schließlich mitverantwortlich für die Synthese von Nervenbotenstoffen sind und für die psychische Befindlichkeit und kognitive Leistungsfähigkeit eine zentrale Rolle spielen.

Fazit:
Über die Nahrung werden häufig nicht genug B-Vitamine aufgenommen. Ein Mangel ist deswegen bei vielen Menschen vorprogrammiert. Um Stressbelastungen zu mindern oder diesen vorzubeugen und auch die Folgeerkrankungen zu reduzieren, ist es ratsam, rechtzeitig zu reagieren. Im Rahmen einer Mikronährstoffuntersuchung des Blutes können die Konzentrationen der B-Vitamine genau analysiert werden, um so Mangelzuständen entgegenwirken zu können.

 

Referenz:
Scinexx.de: Vitamin B-Kur vermindert Stress, 30.11.2011

 

 

 


Schlechter Antioxidantienstatus bei Depressiven

Antioxidantienstatus und Depressionen
Es ist schon länger bekannt, dass die Major-Depression sowie das chronische Müdigkeitssyndrom zwei Gesundheitsstörungen sind, die mit erhöhter Entzündungsaktivität, einem oxidativen und nitrosativen Stress sowie mit einem verminderten Antioxidantienstatus einhergehen. In einer Studie wurden die Blutparameter von 39 Patienten mit Depression, 40 Patienten mit CFS und 24 Kontrollpersonen untersucht. Im Vollblut wurde die Aktivität der Glutathionperoxidase gemessen. Eine Verminderung der GPX-Aktivität wurde nur bei den depressiven Patienten nachgewiesen. Die verminderte GPX-Aktivität gilt als Indikator für die koronare Herzerkrankung und ist mitverantwortlich für den Zusammenhang zwischen Depressionen und KHK. Die Ergebnisse der Studie geben Anlass zur Vermutung, dass Patienten mit Depressionen von einer Supplementierung mit Glutathion, NAC oder Selen profitieren.

Referenz:
Maes M et al.: Lower whole blood glutathione peroxidase (GPX) activity in depression, but not in myalic encephalomyelitis/ chronic fatique syndrome: another pathway that may be associated with coronary artery disease and neuroprogression in depression; Neuro Endocrinol Lett. 2011; 32(2): 133-40


Folsäure verbessert Hirnleistung

Hirnleistung
Schüler mit einem guten Folsäurespiegel im Blut haben bessere Chancen bezüglich guter Schulnoten. Das fanden jetzt schwedische Wissenschaftler der Universität Örebro heraus. Sie stellten in einer Studie fest, dass Jugendliche mit den höchsten Folsäurespiegeln bezüglich der Noten am besten abschnitten. Damit wird die schon länger bekannte These unterstützt, dass Folsäure einen wichtigen Stellenwert innerhalb der Hirnentwicklung und der Hirnfunktion einnimmt.

Kommentar:
Eine ausreichende Versorgung mit Folsäure und anderen hirnaktiven Substanzen wie B12, Eisen u.a. ist für die Entwicklung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen derart relevant, dass eine regelmäßige Untersuchung des Blutes allen verantwortlichen Eltern anzuraten ist.

Referenz:
Medline Plus, July 11,2011: Higher folic acid levels in teens tied to academic success


Verbesserte Gehirnfunktion durch Chrom-Supplementierung

Chromsupplemente können sich positiv auf die Gehirnfunktion auswirken – das bestätigen Wissenschaftler der University of Cincinnati. 26 Patienten, die bereits Anzeichen eines kognitiven Abbaus aufwiesen, erhielten über einen Zeitraum von 6 Wochen entweder Chrompicolinat oder ein Placebopräparat.

Das Ergebnis der Studie war Folgendes: Bei den Patienten der Chrom-Gruppe zeigte sich eine Verbesserung hinsichtlich Lernen und Erinnerungsvermögen. Ebenso konnten bei den Patienten dieser Gruppe erhöhte Aktivitäten in einigen Hirnregionen nachgewiesen werden, was mittels Kernspintomographie dargestellt wurde. Die Studie legt dar, dass Chrompicolinat bei älteren Menschen mit erhöhtem Risiko für neurodegenerative Erkrankungen die kognitive inhibitorische Kontrolle und die Cerebralfunktionen verbessern kann.

Referenz:
Krikorian R et al.: Improved cognitive-cerebral function in older adults with chromium supplementation; Nutr. Neurosci. 2010 Jun; 13(3)

 


Weniger Selbstmorde durch ausreichend Lithium

Lithium ist ein essentielles Spurenelement, das vom menschlichen Organismus  hauptsächlich aus pflanzlichen Nahrungsmitteln und aus Trinkwasser aufgenommen wird. Dass Lithium einen positiven Effekt auf die psychische Befindlichkeit ausübt, ist schon längere Zeit bekannt. Forscher der Medizinischen Universität Wien haben jetzt in der Maiausgabe des „British Journal of Psychiatry“  eine Studie veröffentlicht, die aussagt, dass minimale Konzentrationen von Lithium im Trinkwasser die Suizidrate zu senken vermag. Damit bestätigen sie eine japanische Studie aus dem Jahr 2009, die zu dem gleichen Ergebnis kam, das ebenfalls in dieser Fachzeitschrift veröffentlicht worden war.

Bei der Wiener Studie, die unter Federführung von Nestor Kapusta durchführt wurde, verglichen die Forscher 6460 Trinkwasserproben aus 99 österreichischen Bezirken mit den Selbstmordraten. Dabei konnte ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Suizidrate und dem Lithiumgehalt des Wassers nachgewiesen werden: „Je höher der Lithiumwert im Trinkwasser ist, desto niedriger ist die Suizidrate“, so die Wissenschaftler.

Fazit:
Lithium ist zweifelsfrei ein Spurenelement, das auf die Psyche einen positiven Einfluss ausübt. Wer zu Depressionen neigt oder zu anderen psychischen Befindlichkeitsstörungen, sollte durchaus einmal seinen Lithiumgehalt im Blut bestimmen lassen.

Referenz:
Wienerzeitung.at, 01.06.2011: Lithium senkt Selbstmordrate


Schutz vor Depressionen durch ausreichende Vitamin-B6- und B12-Spiegel

Die Wirkung von Vitamin B6, B12 und Folsäure in Bezug auf das Depressionsrisiko wurde unlängst in einer US-amerikanischen Studie untersucht. An der Studie nahmen 3503 Erwachsene über 65 Jahre aus dem „Chicago Health and Aging-Projekt“ teil, davon 59 Prozent schwarzer Hautfarbe. Anhand von Fragebogen wurden die Ernährungsgewohnheiten und mittels einer Scala mögliche depressive Symptome bewertet.

Die Auswertung der 12-jährigen Beobachtungsstudie ergab, dass eine erhöhte Aufnahme der Vitamine  B6 und B12 durch Vitamin-Supplemente und Ernährung mit einem verminderten Depressions-Risiko verbunden war.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass jeder weitere Zusatz von 10 Milligram Vitamin B6 und 10 Mikrogramm Vitamin B12 die jährliche Quote für depressive Symptome um 2 Prozent zu senken vermag.

Ein Zusammenhang zwischen depressiven Symptomen und der Aufnahme von B6, B12 und Folsäure ausschließlich über die Nahrung konnte nicht festgestellt werden. Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass hohe Dosen an Vitamin B6 und B12 für ältere Erwachsene vor Depressionen schützen könnten.

Referenz:
Kimberly A Skarupski et al.: Longitudinal association of vitamn B-6, folate, and vitamin B-12 with depressive symptoms among older adults over time; Am J clin Nutr 2010 92: 2 269-270


Zink verbessert Depressionen

Depressionen
Japanische Wissenschaftler untersuchten den Einfluss von Zinksupplementen auf die Stimmung von jungen Frauen.

Dazu wurde eine randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie mit 30 japanischen jungen Frauen durchgeführt. Die Wissenschaftler teilten die Frauen in zwei gleich große Gruppen auf. Die eine Gruppe erhielt 10 Wochen lang täglich ein Multivitaminpräparat, die andere Gruppe ein Multivitaminpräparat und zusätzlich 7 Gramm Zink.

Neben der Tatsache, dass in der Zinkgruppe erhöhte Zink-Serumspiegel festgestellt werden konnten, kamen nach Ablauf der Studie noch weitere interessante Ergebnisse zu Tage: Bei den Frauen der Zinkgruppe konnte sowohl eine signifikante Reduktion der „Ärger- und Feindschafts-Scores“ verzeichnet werden als auch eine Reduktion der Depressions-Scores.

Zinksupplemente könnten also gegebenenfalls bei Ärger und Depressionen hilfreich sein.

Referenz:
T Sawada, K Yokoi: Effect of zinc supplementation on mood states in young women: a pilot study; European Journal of Clinical Nutrition 64, 331-333 (March 2010)


Beeinflusst Vitamin D die Persönlichkeit?

Es liegen bereits mehrere Studien über einen möglichen Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und kognitiven Fähigkeiten, Depressionen, bipolaren Störungen oder Schizophrenie vor.

Forscher der Universität Tübingen stellten jetzt eine Assoziation zwischen den Vitamin-D-Spiegeln und grundlegenden Persönlichkeitsmerkmalen fest. Untersucht wurden die Vitamin-D-Spiegel (1,25-Dihydroxy-Vitamin-D) von 206 Probanden, die einem Persönlichkeitstest unterzogen wurden. Dabei zeigte sich, dass die Persönlichkeitsmerkmale wie Offenheit und Extrovertiertheit  mit dem Vitamin-D-Spiegel im Plasma korrelierten.

Referenz:
Ubbenhorst A. et al.: Exploring the relationship between vitamin D and basic personality traits, Psychopharmacology, 29.01.2011


Vitamin-D-Mangel bei Depressionen nachgewiesen

Vitamin D
Unter Verwendung der Daten von NHANES III wurde der Einfluss eines Vitamin-D-Mangels hinsichtlich einer Depression untersucht. Dazu werteten die Wissenschaftler die Daten von 7.970 US-Amerikanern im Alter zwischen 19 und 39 Jahren aus. Zur Diagnose einer Depression wurde ein diagnostisches Interview-Schema verwendet, das vom National Institute of Mental Health entwickelt worden war. Dabei wurde ein eindeutiger Zusammenhang zwischen einer Depression und der Vitamin-D-Konzentration festgestellt. Ein Vitamin-D-Mangel wurde vorweigend bei Frauen, bei Menschen mit schwarzer Hautfarbe oder unter der Armutsgrenze oder mit einem hohen BMI beobachtet.

Referenz:
Vijay Ganji et al.: Serum vitamin D concentrations are related to depression in young adult US population: the Third National Health and Nutrition Examination Survey; International Archives of Medicine, 11.11.2010